Es kam zum Kurzschluss

Schock für Bahnfahrer: Täter werfen Schloss auf Oberleitung - IC bremst aus voller Fahrt 

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Symbolbild

Großer Schreck für Bahnreisende am Mittwoch: Ein IC wurde bei einer 170 Stundenkilometer schnellen Fahrt plötzlich voll ausgebremst. Der Grund war ein Fahrradschloss, das in der Oberleitung hing. Die Bundespolizei ermittelt. 

Rheine/Hörstel - Unbekannte haben am Mittwoch ein Fahrradschloss in eine stromführende Oberleitung geworfen. Der Vorfall ereignete sich auf der Bahnstrecke von Hörstel nach Rheine. Das teilte die Bundespolizei am Freitag mit.

Ein Intercity durchfuhr mit 170 Stundenkilometern den Bereich, heißt es. Daraufhin kam es zu einem Kurzschluss. Der Stromabnehmer des Zuges wurde so stark beschädigt, dass der Zug sofort ausgebremst wurde, erklärte die Bundespolizei. 

Bahnstrecke zwei Stunden lang gesperrt

Bei der Zwangsbremsung wurde zum Glück niemand verletzt. Allerdings musste die Bahnstrecke für über zwei Stunden gesperrt werden. Drei ausgefallene Züge waren unter anderem die Folge. Zudem hatten insgesamt 20 Züge 979 Minuten Verspätung. 

Nach einer technischer Begutachtung, konnte der beschädigte IC 240 mit seinem zweiten Stromabnehmer die Fahrt fortsetzen. Die Bundespolizei hat nun die Ermittlungen wegen gefährlichen Eingriffs in den Bahnverkehr aufgenommen.

Bundespolizei sucht Zeugen

Nach neuesten Erkenntnissen wurde das Schloss vermutlich vom Rand der Bahnstrecke aus auf die Leitung geworfen. Hinweise werden erbeten. Die Polizei fragt deshalb: Wer hat am Vormittag des 1. Mai entlang der Bahnstrecke im Bereich der Raiffeisenstaße oder des Birkenwegs in Hörstel verdächtige Wahrnehmungen gemacht?

Sachdienliche Hinweise nimmt die Bundespolizei unter der Telefonnummer 0800/6888000 entgegen. -eB

Erst vor wenigen Woche gab es eine Attacke auf einen Regionalzug der Hessischen Landesbahn. Herabhängende Gullydeckel hatten die Zugscheibe durchschlagen. Später geriet der Zugführer selbst unter Verdacht

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Quelle: wa.de

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