Mann schwer verletzt

Schüsse aus Kleinwagen: Angreifer und Opfer kannten sich scheinbar

+
Symbolbild

[Update] Nach den Schüssen auf einen 43-Jährigen in Gronau Anfang November hat nun die niederländische Polizei die Ermittlungen übernommen. Das teilten die Staatsanwaltschaft Münster, die Polizei Borken und die Polizei Münster gemeinsam mit. 

Gronau - "Nach der Tat haben wir direkt Kontakt zu den Ermittlungsbehörden im Nachbarland aufgenommen", erklärte Oberstaatsanwalt Martin Botzenhardt dazu. "Die ausgetauschten Erkenntnisse zeigten, dass die Hintergründe und Motivlage der Schüsse in den Niederlanden zu suchen sein dürften".

Unbekannte hatten am Mittwochmorgen (6. November) aus einem Kleinwagen mehrere Schüsse auf einen 43-Jährigen abgegeben. Der Mann wurde schwer verletzt. Nach Medienberichten hatte er als Anwalt kriminelle Machenschaften ans Licht gebracht.  Die Polizei geht davon aus, dass sich Täter und Opfer kannten.

Gegen 8.10 Uhr am Tattag wurden nach ersten Erkenntnissen mehrere Schüsse aus einem Kleinwagen auf einen 43-Jährigen in Gronau abgegeben. Das Opfer sei mindestens einmal getroffen worden. Der Mann wurde dabei schwer verletzt. Der 43-Jährige kam in ein Krankenhaus und wurde operiert, wie Botzenhardt kurz nach der Tat sagte. 

Die Angreifer flüchteten mit dem weißen Wagen mit niederländischem Kennzeichen. Eine grenzüberschreitende Fahndung der Polizei blieb bislang erfolglos, teilten die Beamten mit.

Die Hintergründe des Angriffs seien bislang noch unbekannt, so Oberstaatsanwalt Martin Botzenhardt. "Uns liegen aber Anhaltspunkte dafür vor, dass auf den Gronauer gezielt geschossen wurde", sagte Botzenhardt.

Männer stürmen Altenheim – mit schweren Waffen in der Hand

Das Polizeipräsidium Münster hatte eine Mordkommission eingerichtet. Nach ersten Ermittlungen ging die Polizei davon aus, dass Täter und Opfer sich kennen. 

Nach Berichten niederländischer Medien handelt es sich bei dem Opfer um einen niederländischen Anwalt. Er sei schon seit einiger Zeit bedroht worden. Als Konkursverwalter habe der 43-Jährige mehrere große Fälle im Osten der Niederlande behandelt. Dabei habe er auch kriminelle Machenschaften ans Licht gebracht. Es gebe aber bisher keine Hinweise darauf, dass dies etwas mit der Tat zu tun habe. 

Auch in Münster und Datteln gab es zuletzt Angriffe mit Waffen. Verletzt wurde dabei niemand.

Quelle: wa.de

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare