Rückkehr zum Distanzunterricht

Schulen in NRW: Kein Regelunterricht nach den Osterferien - Lehrerverband fordert Testpflicht

Wie geht es mit Schule in NRW weiter nach den Osterferien? Das Schulministerium des Landes hat eine neue Schulmail verschickt. Jetzt ist klar: Es wird keinen Regelbetrieb geben.

Update vom 26. März, 14.40 Uhr: Der nordrhein-westfälische Lehrerverband (NRWL) hält bei den Selbsttests in Schulen eine Testpflicht für alle Schüler für notwendig. „Es hat sich herausgestellt, dass circa 20 Prozent der Eltern ihren Kindern keine Einwilligung geben, in der Schule bei den Selbsttests mitzumachen. Das führt ja das gesamte System der Testungen ad absurdum“, begründet Andreas Bartsch, Präsident des NRWL. Wer Schulschließungen vermeiden will, müsse Schüler und Lehrkräfte schützen und dafür auch klare Vorgaben machen. Der NRWL hält zwei Selbsttests pro Woche für notwendig. 

BundeslandNRW
Fläche34.098 Quadratkilometer
Bevölkerung17,93 Millionen
HauptstadtDüsseldorf

Schulen in NRW: Kein Regelunterricht nach den Osterferien - neue Schulmail

Update vom 25. März, 18.34 Uhr: Nun ist klar, dass es an den Schulen in NRW nach den Osterferien keinen Regelbetrieb mit vollständigem Präsenzunterricht geben wird (siehe Update vom 25. März, 18.21 Uhr). Auch zum Thema Corona-Tests an Schulen gibt es Neuigkeiten. Wie aus der neuen Schulmail des NRW-Schulministeriums hervorgeht, sollen Lehrern und dem gesamten Personal an Schulen zweimal die Woche Selbsttests bereitgestellt werden. Damit soll das bisherige Testangebot (zwei Schnelltests bei niedergelassenen Ärzten) abgelöst werden.

Zusammen mit den Tests, die für Lehrer an die Schulen geliefert werden, sollen auch die Corona-Selbsttests für die Schüler bereitgestellt werden, heißt es seitens des Ministeriums. Die Teststrategie für Schüler in NRW soll nach den Osterferien ausgebaut werden. Dafür sollen 1,5 Millionen Selbsttests an die Schulen geliefert werden. Angepeilt ist, dass das bis Ende dieser Woche passiert. „Das Ziel der Landesregierung ist es, das Angebot für alle Schülerinnen und Schüler an den weiterführenden Schulen bereits für die Woche nach den Osterferien auf zwei Testungen zu erweitern“, heißt es.

Zudem sei die Landesregierung bestrebt, den Schülern der Primarstufe (Grund- und Förderschulen) schnellstmöglich ein alters- und kindgerechtes Testangebot machen zu können. „Hierbei ist die Verfügbarkeit passgenauer Testmöglichkeiten zu berücksichtigen“, so das Schulministerium.

Schulen in NRW: Nach den Osterferien kein Regelbetrieb mit vollständigem Präsenzunterricht

Update vom 25. März, 18.21 Uhr: Nach den Osterferien wird es keinen Regelbetrieb mit vollständigem Präsenzunterricht in den Schulen in NRW geben. Das hat das Schulministerium des Landes wegen des „derzeit absehbaren Infektionsgeschehens“ am Donnerstag, 25. März, in einer neuen Schulmail mitgeteilt. Sofern es die Lage zulässt, heißt es darin weiter, soll der Schulbetrieb bis einschließlich 23. April 2021 unter den bisherigen Beschränkungen stattfinden. Die Vorgaben und Regelungen aus der Schulmail vom 5. März 2021 sollen demnach weiterhin gelten.

Über Sondermaßnahmen einzelner Städte und Kreise in NRW soll bei entsprechender Antragstellung im gegebenen Verfahren entschieden und informiert werden. Die aktuellen Allgemeinverfügungen der kreisfreien Städte Hagen und Wuppertal sowie der Kreise Düren, Märkischer Kreis, Oberbergischer Kreis und Siegen-Wittgenstein „sind hinsichtlich aller schulbezogenen Regelungen zeitlich bis zum Beginn der Osterferien befristet“, so das NRW-Schulministerium weiter.

Die NRW-Landesregierung will das Infektionsgeschehen weiterhin intensiv beobachten. Außerdem könnten weitere Beschlüsse von Bund und Ländern, die nach dem nächsten Gipfel am 12. April 2021 zu erwarten sind, berücksichtigt werden.

Das Schulministerium kündigt außerdem an, noch in den Osterferien Gespräche mit den zahlreichen am Schulleben beteiligten Verbänden zu führen. Gemeint sind damit Vertretern der Lehrerverbände, der Schulleitungsvereinigungen, der Elternverbände, der Schulpsychologie, der Kommunalen Spitzenverbände, der Schulen in freier Trägerschaft, der Landesschülervertretung sowie der Schulaufsicht. „Die Ergebnisse dieser Gespräche werden dann ebenso für den weiteren Schulbetrieb Berücksichtigung finden“, kündigt das NRW-Schulministerium an.

Wie im Erlass vom 7. Dezember 2020 bereits angekündigt worden war, soll am ersten Tag nach den Osterferien für Abiturienten der Gymnasien, Gesamtschulen und Weiterbildungskollegs die gezielte Abiturvorbereitung in den Abiturprüfungsfächern beginnen. Der Unterricht in den übrigen Fächern entfällt für sie dann.

Update vom 25. März, 18.01 Uhr: Nach den Osterferien wird es keinen Regelunterricht an Schulen in NRW geben. Wie aus einer Schulmail des NRW-Schulministeriums von Donnerstag hervorgeht, wird es auch nach den Ferien mit Beschränkungen im Schulbetrieb weitergehen. Für Schüler an den weiterführenden Schulen soll es nach den Ferien zwei Corona-Tests pro Woche geben. Wir berichten an dieser Stelle gleich ausführlicher.

Schulen in NRW nach Osterferien geschlossen? Nach Corona-Gipfel noch keine Klarheit

Update vom 23. März, 9.16 Uhr: Nach dem Corona-Gipfel am Montag herrscht zunächst noch keine Klarheit darüber, ob die Schulen in NRW bald wieder schließen oder offen bleiben. Klar ist jedoch: Die Länder wollten die Hoheit über die Bildungspolitik behalten und sich keine Vorgaben für Schulöffnungen von Bundeskanzlerin Angela Merkel machen lassen. Die Entscheidung, ob die Schulen nach den Osterferien wieder geschlossen werden, obliegt also der Landesregierung. Zuletzt hatte NRW-Ministerpräsident Armin Laschet immer wieder betont, wie wichtig Präsenzunterricht und die Öffnung der Schulen sei.

Bis zu den Osterferien bleiben Schulen und Kitas in jedem Fall zunächst einmal geöffnet. Das sagte Ministerpräsident Armin Laschet (CDU) am frühen Dienstagmorgen in Düsseldorf nach rund zwölfstündigen Bund-Länder-Beratungen. Die Osterferien beginnen in NRW am 29. März und dauern bis 10. April.

Schule in NRW nach Osterferien geschlossen? Erste Entscheidung getroffen

Update vom 22. März, 15.50 Uhr: Schule nach den Osterferien - geht es in NRW weiter mit Präsenzunterricht? Ob nach dem Corona-Gipfel Klarheit herrscht, ist unsicher. Nach ersten Informationen wurde nun aber bereits ein umstrittener Punkt der Beratungen gestrichen.

So hatte in der ersten Beschlussvorlage zum Corona-Gipfel ein Absatz gestanden, dass bei einer 7-Tage-Inzidenz von über 100 in der Schule Schnelltests zur Pflicht werden. Lehrer und Schüler, so der Vorschlag, müssten zweimal pro Woche getestet werden, damit die Schule weiter öffnen könne. Nach Informationen von Bild ist dieser Punkt vom Tisch. Die Länder wollten die Hoheit über die Bildungspolitik behalten und sich keine Vorgaben für Schulöffnungen von Merkel machen lassen.

Schule in NRW: Kommunen wollen wieder in Distanzunterricht

[Erstmeldung] Hamm - Macht die Schule in NRW nach den Osterferien wieder komplett dicht? Beim Corona-Gipfel heute mit Bundeskanzlerin Angela Merkel und den Ministerpräsidenten der Länder geht es auch um Schulschließungen. Wieder dreht sich alles um die Inzidenz - und es droht Streit unter den Politikern. Der Ausblick auf den Rest des Schuljahres ist daher düster. (News in Coronavirus)

Nur eine Handvoll Tage waren viele Kinder in NRW seit Weihnachten wegen der Corona-Pandemie in der Schule. Besonders betroffen sind Schüler der Klassen 5 bis 9. Seit dem 15. März sind sie zurück im Wechselunterricht: Das sind maximal 5 Tage Präsenzunterricht. Besser ergeht es Grundschülern: Sie sind in NRW bereits seit Februar im Wechselunterricht. Auch für Abschlussklassen gibt es viele Präsenzanteile. Der Rest ist daheim im Distanzunterricht.

Die täglichen Corona-Zahlen steigen seit mehreren Wochen wieder ungebremst. In NRW hat die 7-Tage-Inzidenz den kritischen Wert von 100 im Landesschnitt überschritten. Viele Kommunen wie Dortmund Duisburg forderten daher bereits die komplette Rückkehr in den Distanzunterricht. Ministerpräsident Armin Laschet lehnte entsprechende Anträge allerdings ab. Dagegen wurde die Stadt Wuppertal den Präsenzunterricht wieder beenden.

Schule in NRW: Schließung ab Inzidenz von über 200

Beim Corona-Gipfel der Bund-Länder-Konferenz heute könnten allerdings in Sachen Schule Fakten geschaffen werden. So gibt es einen Absatz in der Beschlussvorlage, der einen klaren Rahmen schaffen könnte.

  • Für Städte und Landkreise ist bei einer 7-Tage-Inzidenz von über 100 folgendes vorgesehen: „Schließung bzw. keine Öffnung von Schulen und Kinderbetreuungseinrichtungen, soweit ein zweimaliger Corona-Test pro Woche für Erziehungs- und Lehrkräfte sowie alle Schüler und betreuten Kinder in Präsenz nicht sichergestellt ist.“
  • Schließung von Schulen und Kinderbetreuungseinrichtungen ab einer 7-Tage-Inzidenz von 200.“

Schule in NRW: Weiter Präsenzunterricht nach den Osterferien?

Damit Schule in NRW auch nach den Osterferien (29. März bis 9. April) mit Präsenzunterricht weitergehen kann, braucht es also erst einmal viele Tests. Wenn die Corona-Zahlen mit der aktuellen Geschwindigkeit weiter ansteigen, werden in NRW in wenigen Tagen nahezu alle Städte und Landkreise über die Marke von 100 rutschen.

Leider ist auch die langfristige Prognose düster: Das mutierte Coronavirus hat einen Reproduktionswert von etwa 1,3. In den vergangenen Monaten konnten wir durch den bisherigen Lockdown diesen Wert aber maximal auf 0,8 bis 0,9 drücken. Das heißt: Die Zahlen werden weiter steigen, wenn das Land nicht in einen noch härteren Lockdown geht. Eine 7-Tage-Inzidenz von über 200 ist damit in vielen Landkreisen und Städten daher nur eine Frage der Zeit. Der Covid-Simulator der Universität des Saarlands sowie der auf Twitter sehr geschätzte Datenwissenschaftler Cornelius Römer sehen diese Marke von 200 Mitte/Ende April auf uns zukommen.

Schule in NRW: Kulturminister gegen Schulschließungen

Wenn diese Marke überschritten wird, werden Schulen und Kindergärten komplett geschlossen. Dann heißt es Warten auf den Effekt der Impfungen. Doch diesen Effekt werden wir wohl erst im Hochsommer spüren - dann, wenn die Schüler schon längst in den Sommerferien sind. Die Präsidentin der Kultusministerkonferenz, Britta Ernst (SPD), warnte daher im Gespräch mit der Bild bereits vor erneuten Schließungen der Schulen. „Viele Kinder und Jugendliche leiden unter der Pandemiesituation“, sagte Ernst. Thüringens Ministerpräsident Bodo Ramelow sagte der Deutschen Presse-Agentur, er denke trotz einer hohen Inzidenz in seinem Bundesland nicht über eine landesweite Schulschließung nach.

Rubriklistenbild: © Peter Kneffel/dpa (Symbolbild)

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