Regelbetrieb und Corona-Regeln

Schulen in NRW: So soll es mit dem Unterricht nach den Sommerferien weitergehen

Das Corona-Schuljahr war hart. Wie wird es nach den Sommerferien 2021 an Schulen in NRW weitergehen? Bildungsministerin Yvonne Gebauer hat ein klares Ziel.

Hamm - Schüler in Nordrhein-Westfalen mussten sich monatelang mit Distanzlernen und Wechselmodellen herumschlagen. Dank sinkender Corona-Zahlen endet das stressige Schuljahr immerhin mit Präsenzunterricht und vollen Klassen. Doch wie geht es nach den Sommerferien an den Schulen in NRW weiter? Schulministerin Yvonne Gebauer (FDP) äußert sich dazu. (News zum Coronavirus)

BundeslandNordrhein-Westfalen (NRW)
Einwohnerca. 17,9 Millionen
HauptstadtDüsseldorf

Schulen in NRW: Minister mit Fahrplan für die Zeit nach den Sommerferien 2021

Ein paar Wochen lang roch es nach den Sommerferien im vergangenen Jahr 2020 nach Normalität an den Schulen, dann rollte die zweite Corona-Welle mit ungekannter Wucht über NRW. Die Schulen wurden monatelang geschlossen. Unterricht gab‘s nur am Bildschirm zuhause. Eine stressige Zeit für Schüler, Eltern und Lehrer.

Drohen nach den Sommerferien 2021 erneut Schließungen von Schulen? Mit dieser Frage hat sich die Kultusministerkonferenz (KMK) der Bundesländer um NRW-Schulministerin Yvonne Gebauer beschäftigt. Und eine deutliche Antwort gefunden.

Monatelange Schulschließungen soll es im nächsten Schuljahr 2021/2022 nicht mehr geben. Die Kultusminister der Länder vereinbarten bei einer Videoschalte, dass alle Schulen nach den Sommerferien „dauerhaft im Regelbetrieb (...) mit allen Schulfächern und Unterrichtsstunden“ besucht werden sollen.

Schulen in NRW: Regelbetrieb statt Schließungen - aber...

Regelbetrieb heißt, dass Unterricht in der Schule ohne weitere Einschränkungen erteilt und das schulische Leben wieder ermöglicht wird. Auch Schulfahrten und Klassenfahrten sowie Exkursionen und AGs würden wieder in „vollem Umfang“ ermöglicht, heißt es in dem Beschluss der KMK weiter.

„Unser Wunsch ist: Das Schuljahr soll mit so viel Normalität wie möglich starten. Das bedeutet, dass wir von einem regelhaften Präsenzunterricht in allen Fächern und allen Jahrgängen ausgehen“, sagte die derzeitige Präsidentin und brandenburgische Bildungsministerin Britta Ernst (SPD) am Freitag.

Es ist letztlich ein „Wunsch“, denn klar ist auch: Sollten die Corona-Zahlen - womöglich begünstigt durch Urlaubsrückkehrer - nach den Sommerferien wieder deutlich steigen, können Schulen in NRW und anderswo bei etwaigen Verschärfungen der Corona-Regeln kaum ausgenommen werden.

Die Maske ist ein ständiger Begleiter für Schüler an Schulen in NRW.

Es ist wegen der unklaren Corona-Lage nach der Urlaubssaison davon auszugehen, dass Schülerinnen und Schüler in NRW zu Beginn des neuen Schuljahres weiterhin diese zwei Kernregeln beachten und befolgen müssen:

  • Maskenpflicht im Unterricht
  • Zwei Corona-Tests pro Woche in der Schule

„Eine Maskenpflicht ist immer noch absolut vorzugswürdig gegenüber einer neuerlichen Schulschließung“, hieß es aus Kreisen der Kultusministerkonferenz. Sehr wichtig auch: Der Schulbetrieb soll dabei nicht daran geknüpft werden, ob Schülerinnen und Schüler geimpft sind oder nicht.

Schulen in NRW: Nach den Sommerferien weiter mit Corona-Tests und Maskenpflicht

Mehrere Kultusminister hatten sich schon vor den KMK-Beratungen optimistisch gezeigt, dass es nach den Sommerferien mit voller Klassenstärke weitergehen wird. „Die Pandemie darf die Bildungswege unserer Schülerinnen und Schüler nicht noch einmal so stark beeinträchtigen“, sagte NRW-Schulministerin Yvonne Gebauer. „Trotzdem bleiben wir weiter vorsichtig.“ Die Vorgaben für Hygiene und der Infektionsschutz mit Corona-Tests „werden uns noch eine Zeit lang begleiten“.

Einige Bundesländer haben bereits die Maskenpflicht im Unterricht gelockert. Für NRW machte Yvonne Gebauer eine klare Ansage.

Die neue Chefin der größten deutschen Bildungsgewerkschaft GEW, Maike Finnern, forderte die Bundesländer dazu auf, die Zeit bis nach den Sommerferien zu nutzen, um in den Schulen zu investieren. Es gehe um Luftfiltergeräte*, Fenster, die sich öffnen ließen, funktionierende Heizungen und Waschbecken in jedem Raum. „Das ist eine dringende Aufgabe, damit es im kommenden Winter einen verlässlicheren Betrieb gibt.“ - *wa.de ist ein Angebot von IPPEN.MEDIA.

Rubriklistenbild: © Patrick Pleul/dpa

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