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Seit mehr als 16 Stunden im Dienst: Lkw-Fahrer schläft bei Polizeikontrolle ein

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Von: Daniel Großert

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Lkw-Kontrolle an der Autobahn A 10
Symbolfoto © picture alliance/dpa

Bielefeld - Weil er ohne Gurt unterwegs war und mehrfach nicht geblinkt hatte, kontrollierte die Polizei am Montag in Bielefeld einen Lkw-Fahrer. Dabei kam noch deutlich mehr ans Licht, unter anderem, dass der 50-Jährige seit mehr als 16 Stunden im Dienst war. Deshalb war er offenbar so müde, dass er bei der Anzeigenaufnahme einschlief.

Wie die Polizei am Freitagmittag mitteilte, entdeckten Beamte des Verkehrsdienstes am Montag gegen 12 Uhr im Fußraum der Fahrerkabine des Lkw eine angebrochene Palette mit Energy-Getränken. "Der 50-jährige Fahrer aus der Türkei machte einen müden Eindruck. Sein Sichtfeld war stark eingeschränkt, weil auf der Beifahrerseite mehrere Pakete standen", heißt es im Polizeibericht. Zudem stellten die Polizisten fest, dass Ladung - darunter ein 440 Kilogramm schwerer Kompressor - nicht richtig gesichert war.

Bei der Überprüfung deckten sie aber noch viel Gravierenderes auf: Der Mann konnte über mehrere Wochen keine Lenk- und Ruhezeiten nachweisen. Des Weiteren stellten die Beamten einen Arbeitstag von mehr als 16 Stunden fest. "Für die Verstöße sind Bußgelder von insgesamt über 25.000 Euro - bis zu 6.500 Euro für den Fahrer und 19.500 Euro für das Unternehmen - möglich", kündigt die Polizei an.

Wie müde der 50-jährige tatsächlich war, zeigte sich dann: "Während sich die Beamten alle Daten für die Anzeigenerstattung notierten und sich mit dem Lkw-Fahrer unterhielten, schlief er im Streifenwagen ein", teilt die Polizei mit. Das Bielefelder Unternehmen ließ den Fahrer und Lkw daraufhin abholen.

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