Schneekanonen sind startklar

Skifahren im Sauerland: Der Schnee kommt - die Lifte stehen aber noch

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Die sinkenden Temperaturen zum Wochenende könnten den Einsatz der Beschneiungsanlagen rund um Winterberg ermöglichen. Für einen Liftbetrieb wird das aber wohl noch nicht reichen.

Auch wenn am Sonntag schon der Dezember beginnt: Im Sauerland sieht es noch nicht nach dem Start der Wintersport-Saison aus. Dafür fehlt der Schnee. Den Lift-Betreibern ist das ganz recht - sie sind noch in den letzten Vorbereitungen.

Winterberg - Erster Schnee macht noch keine Piste: Die Skiliftbetreiber im Sauerland rechnen am Wochenende noch nicht mit einem frühen Start in die Saison. Auch wenn es in den höheren Lagen etwas weiß werden könne, reiche das noch nicht, um die Lifte anzuschmeißen, sagte Susanne Schulten, Sprecherin der Wintersport-Arena Sauerland: "Die Beschneiungsanlagen in der Region sind aber startklar". 

Bei Minusgraden könne vermutlich etwas Schnee produziert werden. "Das reicht aber auch nicht, um am Wochenende oder Wochenanfang Lifte laufen zu lassen". Es brauche mindestens 20 Zentimeter, um die Piste präparieren zu können. 

Skifahren im Sauerland: Letzte Vorbereitungen laufen

Als Faustregel gelte: Die Saison für Ski in Winterberg und Umgebung dauert normalerweise von Mitte Dezember bis Mitte März. Entsprechend sei es vielen Liftbetreibern auch sehr recht, dass es noch nicht losgehe. Es laufen vielfach noch letzte Vorbereitungen und Wartungen, berichtete Schulten. Ein neuer Sechser-Sessellift in Winterberg, der ab diesem Winter den Nordhang am Kahlen Asten besser erreichbar macht, durchläuft derzeit noch Brems- und Belastungsproben. In der übernächsten Woche soll dann die TÜV-Abnahme erfolgen. 

Außerdem setzen die Skigebiete in diesem Jahr auf eine verbesserte Genauigkeit bei der Schneehöhenmessung. Nach einem erfolgreichen Test im Vorwinter seien Pistenraupen mit GPS-Technik ausgestattet, die die Schneelage auf bis zu zwei Zentimeter genau erfasse. Auf Basis der so gewonnenen Daten werde nur so viel Schnee produziert, wie wirklich gebraucht werde und auch nur dorthin geschoben, wo die Schneedecke nicht dick genug sei. Dadurch lasse sich bis zu zehn Prozent Energie sparen. - dpa/lnw

Quelle: wa.de

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