Skurriler Polizeieinsatz: Im Schlaf bestohlen?

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Symbolbild

Bad Sassendorf - Ein 19-Jähriger ruft die Polizei, weil ihm im Schlaf Handy, Portemonnaie und Kleidung gestohlen worden sind. Als die Beamten auf das angebliche Opfer einer Straftat treffen, staunen sie allerdings nicht schlecht: Der Soester ist nämlich kein Unbekannter.  

Gegen 4.30 Uhr wurde die Polizei am Dienstagmorgen nach Bad Sassendorf gerufen. Ein 19-Jähriger aus Soest erwartete die Beamten am Bahnhof. Er behauptete, so die Kreispolizei, nach einer Feier gegen 2 Uhr auf einer Bank am Bahnhof eingeschlafen zu sein. Als er wach wurde, stellte er fest, dass sein Portemonnaie mit Ausweis, sein Handy sowie Schuhe, Shirt und Hose gestohlen wurden. 

Den Polizisten kam die Geschichte sehr unglaubwürdig vor, sie kannten seinen Namen und seine angeblich entwendeten Sachen schon aus einem Einsatz zwei Stunden zuvor. Seltsam war auch, dass der junge Mann Bekleidung trug. Die hatte er sich wohl in der Zwischenzeit irgendwo besorgt. 

Gegen 2.45 Uhr hatte dieselbe Streifenbesatzung mehrere Personen im Außenbereich des Thermalbades festgestellt. Von den drei Männern konnten sie zwei vor Ort stellen. Ein Dritter flüchtete. Die beiden 17 und 18 Jahre alten Jugendlichen aus Erwitte und Bad Sassendorf waren alkoholisiert - teilweise über 3 Promille. Sie gaben ohne weiteres auch den Namen des Flüchtigen bekannt. Neben den zwei Personen fanden die Beamten sauber voneinander getrennt drei Stapel Bekleidung und persönliche Gegenstände. Der dritte Stapel gehörte dem 19-jährigen Soester.  

Nun zurück zum Bahnhof: Hier erklärten die Polizisten dem 19-jährigen Soester, was eine vorgetäuschte Straftat bedeutet. Daraufhin wurde der junge Mann aggressiv. 

Die Beamten nahmen den ebenfalls alkoholisierten Mann mit zur Wache, wo er zur Ausnüchterung und zur Verhinderung weiterer Straftaten bis zum Morgen in Gewahrsam genommen wurde. 

Alle drei jungen Männer erwarten nun Anzeigen wegen Hausfriedensbruch. Der Soester muss sich auch wegen der vorgetäuschten Straftat verantworten.

Quelle: wa.de

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