In Iserlohn und Unna

Softair-Waffen und Kanonenschlag rufen die Polizei auf den Plan

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Solche Softair-Waffen sehen echten Schusswaffen täuschend ähnlich und dürfen deshalb nicht in der Öffentlichkeit geführt werden.

Iserlohn/Unna - Teenager im Alter von 14 und 17 Jahren haben am Freitagabend bzw. Sonntagvormittag in Iserlohn und Unna mit Softair-Waffen herumgefuchtelt und so Polizei-Einsätze provoziert. Außerdem warf ein Mann in Iserlohn einen Knallkörper in ein Treppenhaus und löste so einen Brandalarm aus. Wie fassen diese drei Dummheiten hier chronologisch zusammen.

Am Freitagabend gegen 17 Uhr beobachtete die Besatzung eines Streifenwagens einen 14-Jährigen, der am Bahnhofsvorplatz in der Iserlohner Innenstadt "einen schwarzen Gegenstand, ähnlich einer Schusswaffe, auf eine andere Person neben ihm richtete."

Sofort griffen die Polizeibeamten ein und brachten den Jungen zur Polizeiwache an der Friedrichstraße. 

"Nur gespielt"

Es habe sich um eine Softair-Waffe gehandelt. "Sowohl der Junge selbst als auch sein Begleiter sagten, sie hätten 'nur gespielt'. Die PTB-Waffe wurde sichergestellt, der 14-Jährige nach Rücksprache mit dem Jugendamt entlassen", so die Kreispolizeibehörde Märkischer Kreis.

Am Samstagnachmittag sorgte ein 30-Jähriger mit einem Kanonenschlag in der Untergrüner Straße für einen Brandalarm. 

Knallkörper detoniert

"Aus seiner Wohnung warf er einen Kubischen Kanonenschlag in das Treppenhaus. Der Knallkörper detonierte unten im Flur und löste den Brandmeldealarm des Mehrfamilienhauses aus. Die Polizei ermittelt nun wegen eines Verstoßes gegen das Sprengstoffgesetz", so die Polizei.

Am Sonntagvormittag gegen 11 Uhr beobachtete eine Zeugin, wie ein 17-jähriger Unnaer mit einer Schusswaffe auf dem Massener Marktplatz herumhantierte.

Anzeige gefertigt

"Er zielte mit der Waffe auf Gebäude und führte ein Magazin in die Waffe ein. Anschließend entfernte sich der Jugendliche über den Massener Hellweg in Richtung Sedanstraße. Dort wurde er durch die eingetroffenen Polizeibeamten angetroffen", so die Kreispolizeibehörde Unna

Bei der Durchsuchung sei eine Softair-Waffe gefunden worden, die sichergestellt wurde. Gegen den 17-jährigen sei eine Anzeige wegen Verstoß gegen das Waffengesetz gefertigt worden.

Die Polizei mahnt 

"Auch Softair-Waffen können erhebliche Verletzungen anrichten, beispielsweise, wenn Geschosse ins Auge gehen. Ein weiteres Problem: Sie sind meist echten Schusswaffen nachgebildet. Eine Unterscheidung aus der Ferne ist nicht möglich. Deshalb unterliegen auch solche Anscheinswaffen dem Waffenrecht: Sie dürfen nicht in der Öffentlichkeit geführt werden", mahnt die Polizei. - eB

Quelle: wa.de

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