Taucher (65) tot aus dem Wasser geborgen

Tödliches Tauch-Unglück am Sorpesee: Polizei äußert sich zur Ursache

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Tauchunfall am Sorpesee: DLRG und Feuerwehr waren mit einem Großaufgebot vor Ort.

Nach dem tragischen Tauch-Unfall am Sorpesee, bei dem am Dienstag ein 65-jähriger Mann aus Witten ums Leben gekommen war, gibt es nun erste Erkenntnisse zur Ursache.

  • Ein 65-jähriger Mann aus Witten ist am Dienstag (21. Januar) bei einem Tauchunfall im Sorpesee ums Leben gekommen.
  • Das Unglück ereignete sich im Bereich des Wintertauchplatzes am Zeltplatz 2 in Sundern-Langscheid.
  • Die Polizei hat sich nun zur Ursache geäußert.

Update 24. Januar, 11.39 Uhr: Die Polizei hat sich am Freitagvormittag erstmals zu einer möglichen Ursache des schrecklichen Tauch-Unglücks am Sorpesee geäußert. Wie Polizeisprecherin Laura Burmann auf Nachfrage erklärte, habe die gerichtsmedizinische Untersuchung der Leiche ergeben, dass der 65-jährige Taucher durch "zu viel Druck auf der Lunge" gestorben sei - ein Phänomen, das auftauchen kann, wenn man zu schnell auftaucht. Einen medizinischen Notfall unter Wasser könnten die Ermittler daher ausschließen.

Als Ursache kommt nun unter anderem ein Defekt am Tauchgerät des Mannes aus Witten in Frage. "Die Ausrüstung des Tauchers wird noch untersucht", berichtete Laura Burmann. Wann mit Ergebnissen dieser Untersuchung zu rechnen ist, konnte die Polizei noch nicht sagen. 

Tauchunfall am Sorpesee: Mann tot aus dem Wasser geborgen

Am Dienstagnachmittag war der 65-Jährige bei einem Tauchgang im Sorpesee ums Leben gekommen. Der Mann aus Witten war mit zwei weiteren Tauchern in der Talsperre in Sundern, doch nach dem Auftauchen hatten seine Kameraden den 65-Jährigen vermisst. Ein Großaufgebot von Einsatzkräften von DLRG und Feuerwehr suchten im Anschluss nach dem Mann, konnten ihn nach etwa eineinhalb Stunden aber nur tot aus dem Wasser bergen.

Tauchunfall am Sorpesee: Identität des Toten steht fest

Update 21. Januar, 18.23 Uhr: Bei dem Taucher, der am Dienstagmittag im Bereich des Wintertauchplatzes am Zeltplatz 2 in Langscheid nur noch tot aus dem Sorpesee geborgen werden konnte, handelt es sich um einen 65-jährigen Mann aus Witten. Das hat die Kreispolizeibehörde Hochsauerlandkreis am Abend mitgeteilt.

Der Mann (65) habe sich zwei weiteren Männern auf einem Tauchgang befunden. Unter Wasser hätten die Tauchpartner den 65-Jährigen dann jedoch aus den Augen verloren und nicht ausfindig machen können.

"Trotz der schnell eintreffenden Rettungskräfte der Feuerwehr und der DLRG konnte der Wittener nur noch tot aus dem Wasser geborgen werden. Genauere Umstände des Unglücks sind derzeit noch nicht bekannt. Die Kriminalpolizei hat die Ermittlungen aufgenommen", hieß es am Abend in einer Mitteilung.

Tödicher Tauchunfall in der Sorpe: So haben wir vorher berichtet

Sundern - Die Sunderner Feuerwehr und die DLRG waren am Dienstag am Sorpesee im Einsatz. Dort wurde ein Taucher vermisst. Die Einsatzkräfte haben den Mann aus dem Ruhrgebiet tot aus dem Wasser geborgen.

Ein Rettungshubschrauber landete an der Einsatzstelle am Sorpesee.

Die Einsatzkräfte wurden am Dienstagmittag kurz nach 12.30 Uhr zu einem Wasserrettungseinsatz am Zeltplatz 2 alarmiert. Dort befindet sich der Wintertauchplatz der Tauchschule Sauerland. Wie Jürgen Voss, Pressesprecher der Feuerwehr Sundern, auf Nachfrage berichtete, wurde am Sorpesee ein Taucher vermisst, der nach seinem Tauchgang nicht wieder aufgetaucht sei. 

Der Mann sei in einer dreiköpfigen Gruppe aus dem Ruhrgebiet im Sorpesee getaucht. Beim Auftauchen hätten seine Kameraden bemerkt, dass einer von ihnen fehle, und den Notruf abgesetzt. Zunächst suchten laut Aussage von Jürgen Voss Taucher der DLRG Langscheid nach dem Mann. 

Die DLRG sucht am Sorpesee nach einem vermissten Taucher. Der Mann war nach einem Tauchgang nicht wieder aufgetaucht.

Tödlicher Tauchunfall im Sorpesee: Hilfe aus Neheim, Meschede und Hamm

Um die Einsatzkräfte bei der Suche am Sorpesee zu unterstützen, seien weitere Kräfte der DLRG Neheim und DLRG Meschede sowie Rettungstaucher der Berufsfeuerwehr Hamm zur Einsatzstelle nachalarmiert worden. 

"Die Tauchergruppe aus Hamm ist regelmäßig zu Übungen am Sorpesee und dementsprechend mit den Örtlichkeiten vertraut", erklärte Jürgen Voss. Daher habe der Sunderner Feuerwehr-Chef Frank Siedhoff die Rettungstaucher angefordert. Zudem landete ein Rettungshubschrauber am Einsatzort. Die Sunderner Feuerwehr setzte außerdem ihre Drohne ein. 

Die zusätzlichen Taucher kamen allerdings nicht mehr zum Einsatz, denn gegen 14 Uhr folgte die traurige Nachricht: Ein Taucher der DLRG Langscheid barg den vermissten Taucher tot aus dem Sorpesee, nachdem er laut Feuerwehr zuvor per Sonar geortet worden war.

Der Fundort des Leichnams befindet sich Angaben der Feuerwehr zufolge in zehn Metern Tiefe und etwa 30 Meter vom Ufer des Sorpesees entfernt. 

Die Ursache dieses tragischen Tauchunfalls im Sorpesee ist momentan noch völlig unklar, wie Polizeisprecher Holger Glaremin im Kurier-Gespräch erklärte. Die Polizei hat die Ermittlungen übernommen. Möglicherweise könnte eine Obduktion der Leiche Klarheit darüber bringen, warum der Taucher nicht aus dem Sorpesee auftauchte. 

Quelle: wa.de

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