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23 Tonnen Stahlrohre: Ungesicherte Ladung durchbricht Wand von Lkw-Auflieger

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Von: Simon Stock

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Das hätte übel enden können: Kaum gesicherte Stahlrohre mit einem Gewicht von 23 Tonnen durchbohrten sich beim Bremsen fast ins Führerhaus eines Lkw.

Sundern/NRW - Das hätte ganz übel enden können: Kaum gesicherte Stahlrohre mit einem Gesamtgewicht von 23 Tonnen kamen in einem Lkw ins Rutschen - und durchbohrten fast das Führerhaus. Die Mitarbeiter des Verkehrsdienstes in Sundern im Hochsauerlandkreis staunten.

Ein ungarischer Lkw hatte Stahlrohre geladen, um diese in Sundern abzuliefern. Die knapp 23 Tonnen Stahlrohre wurden mittig auf die Ladefläche geladen und gestapelt. Mit mageren vier Zurrgurten hatte der 53-jährige rumänische Fahrer versucht, eine Lade-Einheit zu bilden und alle 21 Stahlrohr-Pakete miteinander zu verbinden, wie die Polizei HSK mitteilt.

Sundern: Stahlrohre durchbrechen Stirnwand des Lkw-Aufliegers

Gegen ein Wegrutschen war die schwere Ladung allerdings nicht gesichert. Dieser Umstand wurde dem Fahrer an der Kreuzung zur L686 und K12 zum Verhängnis. Beim Abbiegen setzte sich die komplett ungesicherte Ladung in Bewegung und durchbrach die Stirnwand des Aufliegers.

Ungesicherte Stahlrohre auf Lkw
Das hätte übel enden können: Fast hätten sie ungesicherte Stahlrohre ins Führerhaus eines Lkw gebohrt. © Polizei HSK

Die Rohre verkeilten sich mit dem Führerhaus und zerstörten dabei aufgrund der geringen Geschwindigkeit „nur“ das Druckluftsystem der Bremse. Der Fahrer im Führerhaus blieb unverletzt und kam mit einem Schrecken davon. Hätte er bei höherem Tempo scharf gebremst, wäre es wohl nicht so glimpflich abgelaufen.

Das Abladen des Lkw dauerte etwa sieben Stunden. Die Straße war für diesen Zeitraum gesperrt. Der Fahrer muss ein hohes dreistelliges Bußgeld zahlen.

Bei einem schweren Lkw-Unfall auf der A45 bei Siegen wurde ein Fahrer eingeklemmt.

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