Jugendlicher wurde im Gleisbett gefunden

Der Sprung in den Tod: Polizei warnt vor lebensgefährlichem Hobby

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Gerade bei den heißen Temperaturen suchen Jugendliche Abkühlung im Kanal (Symbolbild).

Zweimal musste die Bundespolizei an diesem Wochenende ausrücken, um Jugendliche vor einer törichten Dummheit zu bewahren.

Dorsten - Bereits am Freitag gegen 16 Uhr wurde die Bundespolizei durch Mitarbeiter der Bahn über mehrere Brückenspringer im Bereich einer Kanal Brücke der Bahnstrecke Gelsenkirchen-Bismarck in Richtung Dorsten informiert. Der Bahnverkehr konnte in diesem Bereich das Brückenbauwerk nur in Schrittgeschwindigkeit durchfahren.

Einsatzkräfte konnten noch auf der Brücke einen 14-jährigen Dorstener in Gewahrsam nehmen und ihn über die Lebensgefahr aufklären, in die er sich durch den Aufenthalt in den Gleisanlagen auf der Brücke begeben hatte. Anschließend wurden auch die Erziehungsberechtigte über das "Treiben" ihres Sprösslings informiert. Außerdem erwartet den Jugendlichen ein Bußgeldverfahren wegen des unerlaubten Aufenthalts im Gleisbereich.

Bahnverkehr eingestellt

Auch am Samstag kühlten sich Jugendliche im Kanal bei der Eisenbahnbrücke in Dorsten ab. Daraufhin wurde der Bahnverkehr in dem Bereich eingestellt. Einsatzkräfte der Bundespolizei suchten die Örtlichkeit nach Personen ab. Bei Eintreffen der Beamten konnte jedoch niemand mehr festgestellt werden.

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In diesem Zusammenhang weist die Bundespolizei daraufhin, dass der Aufenthalt auf Eisenbahnbrücken nicht nur verboten, sondern auch lebensgefährlich ist. Gerade beim Sprung von Eisenbahnbrücken kann der Aufenthalt in den Gleisanlagen auf der Brücke tödlich sein. Modernen Züge nähern sich fast lautlos und können je nach Windrichtung erst sehr spät wahrgenommen werden.

Tödliche Spannung

Zusätzlich entsteht beim Klettern auf Brückenträgern, Masten und Schutzeinrichtungen eine lebensgefährliche Nähe zum Oberleitungsnetz der Eisenbahn. Dies steht unter einer Spannung von 15.000 Volt. Dabei muss man die Oberleitung nicht einmal berühren, bevor ein Lichtbogen überspringen kann.

Beim Sprung von der Brücke ins kühle Nass kann man zudem leicht Gegenstände übersehen, welche im Wasser, gerade im Bereich von Brücken treiben. Hierdurch können ebenfalls tödliche Verletzungen entstehen.

Hohe Strafe bei Zuwiderhandlung

Die Bundespolizei weist daraufhin hin, dass, wenn Züge auf Grund von Personen im Gleisbereich eine Schnellbremsung einleiten müssen, der Tatbestand des gefährlichen Eingriffs in den Bahnverkehr erfüllt sein kann. Dieser kann mit einer Freiheitsstrafe von sechs Monaten bis zu zehn Jahren bestraft werden. Ebenfalls wird beim unbefugten Aufenthalt im Gleisbereich ein Bußgeld von 25 Euro bis 900 Euro fällig.

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Quelle: wa.de

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