Polizei äußert sich zur Todesursache

Tödlicher Unfall in Sägewerk im Sauerland: 23-Jährige starb nicht in der Maschine

Es gibt neue Infos zum tödlichen Arbeitsunfall in einem Sägewerk in Schmallenberg: Eine 23-Jährige starb nicht in einer Maschine, sondern war vorher schon tot.
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Es gibt neue Infos zum tödlichen Arbeitsunfall in einem Sägewerk in Schmallenberg: Eine 23-Jährige starb nicht in einer Maschine, sondern war vorher schon tot.

Im Fall eines vermuteten Arbeitsunfalls im Sauerland, bei dem eine junge Frau in einem Sägewerk ums Leben kam, gab es nun eine überraschende Wendung: Die 23-Jährige starb nicht, weil sie in einer Maschine eingeklemmt wurde, sondern vorher.

Update vom 7. Januar, 11.25 Uhr: Eine 23-jährige Frau, die am 19. Dezember in einem Sägewerk in Schmallenberg ums Leben gekommen war, ist nicht gestorben, weil sie in einer Maschine eingeklemmt wurde. Das teilte die Polizei am Donnerstag mit. Demnach handelte es sich doch nicht um einen Arbeitsunfall, wie zuerst vermutet worden war.

StadtSchmallenberg
LandkreisHochsauerlandkreis
Fläche303 km²
Einwohner24.852 (31. Dez. 2019)

Demnach war die Mitarbeiterin schon tot, bevor sie in die Maschine geriet: „Aufgrund von gerichtsmedizinischen Untersuchungen ist davon auszugehen, dass die junge Frau an einem internistischen Notfall starb“, erklärte die Polizei. Anschließend sei die 23-Jährige in die abgestellte Maschine gestürzt. „Die hierbei erlittenen Verletzungen waren nicht tödlich“, heißt es.

Tödlicher Arbeitsunfall in Schmallenberg: Kripo und Arbeitsschutz ermitteln

Update vom 19. Dezember, 13.07 Uhr: Nach dem tödlichen Unfall in Schmallenberg ist inzwischen klar, um was für eine Maschine es sich handelte. Laut Polizei geriet die junge Frau in eine sogenannte Besäum- und Nachschnitt-Kreissäge. „Der Unfall hat allerdings nichts mit den Sägeblättern zu tun“, erklärte ein Polizeisprecher und verwies auf das hochkomplexe Hydraulik-System der Maschine. Den genauen Unfallhergang zu ermitteln, bleibt Gegenstand weiterer Ermittlungen der Kriminalpolizei und der Arbeitsschutzstelle.

Die moderne Maschine, in die die junge Frau geriet, zieht nach Angaben der Polizei Baumstämme über ein Förderband in sich hinein und verarbeitet sie weiter. „Die Verarbeitung geschieht autonom, eine Person steuert die Maschine über ein Bedienpult.“

Tödlicher Arbeitsunfall im Sägewerk in Schmallenberg - 23-jährige Mitarbeiterin stirbt

[Erstmeldung vom 16. Dezember, 11.34 Uhr] Schmallenberg - In einem Sägewerk in Schmallenberg (Hochsauerlandkreis) im Ortsteil Hanxleden kam es am Samstagmorgen zu einem schweren Arbeitsunfall, bei dem eine 23-jährige Mitarbeiterin des Betriebs verstarb. Die 23-Jährige kam selbst auch aus Schmallenberg.

Die Mitarbeiterin geriet in eine Maschine und wurde darin eingeklemmt, berichtete die Kreispolizeibehörde des Hochsauerlandkreises. Wie es dazu kommen konnte, ist bis dato ungeklärt.

Die 23-Jährige verstarb noch vor Ort an der Unfallstelle. Kriminalpolizei und Arbeitsschutzstelle der Bezirksregierung Arnsberg haben die Ermittlungen zur Ursachenfeststellung aufgenommen.

Arbeitsunfälle mit tragischem Ausgang sind leider keine Seltenheit. Erst kürzlich kam es im Kreis Recklinghausen zu einem Unfall, als ein Bahnmitarbeiter sich nach Arbeiten an der Oberleitung wegen eines Stromüberschlags schwer verletzte.

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