Nach Rumänien geflüchtet

Tötungsdelikt in Medebach: Zwei Tatverdächtige festgenommen

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In diesem Haus in Medebach wurde der 67-Jährige getötet.

[Update 14.20 Uhr] Medebach - Ermittlungserfolg für Polizei und Staatsanwaltschaft: Nachdem Mitte Januar ein 67-jähriger Mann in seinem Haus in Medebach getötet wurde, haben die Ermittler am frühen Donnerstagmorgen zwei Tatverdächtige festgenommen. Dabei handelt es sich um einen 21-Jährigen aus Medebach und seine 21-jährige Lebenspartnerin.

Das teilten Polizei Dortmund und Staatsanwaltschaft Arnsberg am Donnerstag in einer gemeinsamen Presserklärung mit. Ermittlungen der eingesetzten Mordkommission hätten demnach ergeben, dass die beiden nach der Tat nach Rumänien geflüchtet seien. Sie wurden mit einem europäischen Haftbefehl gesucht.

"Am Donnerstag erfolgte nun in Siebenbürgen der Zugriff durch rumänische und Dortmunder Polizeibeamte. Im Rahmen der Festnahme wurden zudem vier Wohnungen durchsucht und auch das Fluchtfahrzeug, ein VW Transporter, gefunden. Die Beamten konnten Beweismittel beschlagnahmen, die nun im Zuge der weiteren Ermittlungen ausgewertet werden", heißt es von den Ermittlern.

Die beiden Tatverdächtigen sollen nun zeitnah nach Deutschland überführt werden.

Ermittler suchen weiterhin Zeugen

Die ermittelnde Mordkommission sucht allerdings weiterhin Zeugen. "Insbesondere geht es um Hinweise dazu, woher sich Täter und Opfer kennen", teilten Polizei und Staatsanwaltschaft mit. Denn das sei derzeit noch "vollkommen unklar", wie Staatsanwalt Klaus Neulken im Gespräch mit der Redaktion erklärte. 

Doch wie kamen die Ermittler auf die Spur der Tatverdächtigen, wenn es offenbar keine Informationen darüber gibt, in welchen Verhältnis sie zum Opfer standen? Neulken gibt die Antwort: über DNA-Spuren. "Erste Anhaltspunkte bekamen wir über die Telefonverbindungsdaten", berichtete der Staatsanwalt. Danach hätten die Ermittler am Tatort gefundene DNA mit der in der Wohnung der Tatverdächtigen verglichen - und diese hätte übereingestimmt. 

Um nun Informationen darüber zu erhalten, ob und woher Opfer und mutmaßliche Täter sich kannten, haben die Ermittler auch ein Foto der beiden Tatverdächtigen Florin M. und Rebecca L. veröffentlicht. "Dafür gibt es einen richterlichen Beschluss", erklärte Neulken. Zeugen werden gebeten, sich beim Kriminaldauerdienst in Dortmund unter 0231/132-7441 zu melden.

Das ist passiert

Am 10. Januar wurde der 67-jähriger Mann leblos in seinem Haus in Medebach gefunden. Schon früh gingen die Ermittler davon aus, dass er gewaltsam getötet wurde.

Bekannte des Mannes hatten sich damals Sorgen gemacht und in der Wohnung nachgeschaut. Weil sie dort bemerkt hatten, dass irgendetwas nicht stimmte, alarmierten sie die Polizei. Die Beamten fanden dann die Leiche des Mannes. 

Laut Staatsanwaltschaft war "Gewalteinwirkung im Bereich des Kopfes" ursächlich für den Tod. Die Leiche lag allerdings wohl schon etwa zwei Tage in dem Haus, wie eine Obduktion ergeben hatte.

Die Ermittler fahndeten zunächst auch nach dem Auto des Opfers, dass der Täter offenbar entwendet hatte. Zwei Tage später wurde es am Schützenplatz in Winterberg-Züschen entdeckt - nur etwa elf Kilometer Luftlinie vom Tatort entfernt.

Wenige Tage später gaben die Ermittler bekannt, dass sie einen Tatverdächtigen haben. Der 21-Jährige war zu diesem Zeitpunkt allerdings auf der Flucht. Nun wurden Florin M. und seine 21-jährige Lebensgefährtin Rebecca L. festgenommen.

Quelle: wa.de

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