Unfall in Reichshof im Oberbergischen Kreis

Rettungswagen fährt vor Baum - Zwei Insassen schwerstverletzt

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Unfall eines Rettungswagens in Reichshof

Reichshof - In Reichshof im Oberbergischen Kreis ist ein Rettungswagen verunglückt. Zwei Personen sind schwerstverletzt.

Zwei Schwerstverletzte forderte der Unfall eines Krankenwagens auf der L324 in Reichshof, Oberbergischer Kreis, am Dienstagvormittag.

Die 18 Jahre alte Fahrerin musste nach eigenen Angaben einem Reh ausweichen, kam von der Straße ab und prallte frontal gegen einen Baum. Die Rettungsassistentin wurde dabei nur leicht verletzt, erlitt allerdings einen schweren Schock.

Wesentlich schlimmer traf es den 55 Jahre alten Patienten, ebenso wie den Rettungsassistenten, der ihn hinten im Fahrzeug begleitete. Die Notärzte befürchteten für beide schwerste, lebensgefährliche Verletzungen und forderten zwei Rettungshubschrauber an.

Nach ersten Ermittlungen scheinen die Angaben der jungen Fahrerin plausibel zu sein, so geht die Polizei zunächst von einem typischen Wildunfall aus. Hier jedoch mit besonders schlimmen Folgen.

Unfall eines Rettungswagens in Reichshof

Ebenfalls noch nicht gesichert ist, ob die Fahrt mit "Sonderrechten", also mit Martinshorn und Blaulicht, durchgeführt wurde: "Nach unseren Informationen handelte es sich um eine Verlegefahrt, die im Normalfall keine Sonderrechte braucht. Auch sonst gibt es im Moment keinen Hinweis darauf", so die Pressesprecherin der Polizei im Oberbergischen Kreis.

Völlig unklar ist die Schadenshöhe am Krankenwagen. Die Frontpartie ist massiv beschädigt, ebenso der Antrieb dahinter. Alle Airbags haben ausgelöst. In der Trennwand hinter der Fahrerkabine klafft ein dickes Loch. Medizinische Geräte lagen vor dem Auto. 

Unkompliziert war die Bergung des teuren Krankenwagen: Er konnte per Seilwinde auf einen herkömmlichen Abschleppwagen gezogen werden. So konnte die L324 nach zwei Stunden Vollsperrung wieder freigegeben werden. - Von Markus Klümper

Quelle: wa.de

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