L519 stundenlang gesperrt

Lkw kracht in Gebäude: Ursache weiter unklar - toter Fahrer wird nicht obduziert

Dr Lkw krachte offenbar ungebremst in das Gebäude der Firma Ketten Wulf an der L519 zwischen Eslohe und Sieperting.
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Dr Lkw krachte offenbar ungebremst in das Gebäude der Firma Ketten Wulf an der L519 zwischen Eslohe und Sieperting.

Schrecklicher Unfall am Montag im Sauerland: Ein Lkw krachte in ein Fabrikgebäude, der Fahrer kam ums Leben. Die L519 zwischen Eslohe und Sieperting war über Stunden voll gesperrt.

Update, 6. Oktober, 14.16 Uhr: Die Ursache des tragischen Unfalls zwischen Eslohe und Sieperting, bei dem am Montag ein 45-jähriger Lkw-Fahrer aus Eslohe ums Leben gekommen ist, bleibt weiter unklar. Die möglichen Gründe reichen von einem medizinischen Notfall über einen Fahrfehler bis hin zu Ablenkung, wie Polizeisprecher Holger Glaremin im Gespräch mit der Redaktion berichtete. 

Fest steht seit Dienstag, dass der Tote nicht obduziert wird. Die Staatsanwaltschaft Arnsberg hat keine Obduktion angeordnet, erklärte Oberstaatsanwalt Klaus Neulken. "Ziel eines solchen Todesermittlungsverfahren ist es, herauszufinden, ob Fremdverschulden ursächlich für den Tod war. Dafür gibt es in diesem Fall keinerlei Anzeichen", sagte Neulken. 

Der Gebäudeteil, in den der Lkw des 45-Jährigen am Montag gekracht war, ist nach Angaben von Polizeisprecher Glaremin einsturzgefährdet und muss erneuert werden. Das gelte allerdings nicht für das gesamte Gebäude der Firma Ketten Wulf, das an der L519 zwischen Eslohe und Sieperting steht. 

Unfall bei Eslohe-Sieperting: Lkw kracht frontal in Fabrikgebäude

Erstmeldung vom 5. Oktober: Eslohe (NRW) - Polizei, Feuerwehr und Rettungsdienst wurden am Montag gegen 10.30 Uhr zu einem Unfall mit einer eingeklemmten Person bei Eslohe-Sieperting im Sauerland (NRW) alarmiert. 

Wie ein Sprecher der Polizei erklärte, sei auf der L519 zwischen Eslohe und Sieperting ein Lkw aus bislang ungeklärter Ursache nach links von der Fahrbahn abgekommen und frontal in ein Fabrikgebäude gekracht. Dabei handelt es sich um ein Gebäude der Firma Ketten Wulf, das an der L519 steht. 

Bei einem Unfall in Eslohe ist am Montag ein Lkw-Fahrer gestorben. Sein Lkw krachte in ein Gebäude von Ketten Wulf bei Sieperting.

Unfall bei Eslohe-Sieperting: Lkw-Fahrer stirbt am Unfallort auf der L519

Der Fahrer des Lkw, ein 45-jähriger Mann aus Eslohe, sei trotz sofort eingeleiteter Rettungsmaßnahmen noch an der Unfallstelle verstorben, berichtete der Polizeisprecher. Der Lastwagen fuhr in einen Aufenthaltsraum für Mitarbeiter. Glück im Unglück: Wie die Polizei via Twitter vermeldete, sei das Gebäude zum Unfallzeitpunkt leer gewesen. Dementsprechend gab es glücklicherweise keine weiteren Verletzten bei dem Unfall zwischen Eslohe und Sieperting.

An der Unfallstelle an der L519 waren kaum Bremsspuren zu sehen, sodass der Lkw, der zwei Container mit Holz und Strauchschnitt geladen hatte, offenbar ungebremst in das Gebäude von Ketten Wulf gekracht ist. Das komplette Fahrerhaus ist im Gebäude verschwunden. Der Teil des Firmengebäudes, in dem er Aufenthaltsraum untergebracht ist, wurde stark beschädigt.

Polizei, Feuerwehr und Rettungsdienst rückten mit zahlreichen Kräften zur Unfallstelle zwischen Eslohe und Sieperting aus.

Unfall bei Eslohe-Sieperting: Sperrung der L519 wird länger dauern

Die L519 zwischen Eslohe und Sieperting wurde nach dem Unfall voll gesperrt. Die Sperrung der Landstraße wurde gegen 18.30 Uhr - also nach rund acht Stunden - wieder aufgehoben.

Die Polizei hatte einen Gutachter angefordert, der die Unfallstelle untersuchte. Zudem prüften Fachberater des Technischen Hilfswerks (THW), ob das Gebäude von Ketten Wulf einsturzgefährdet ist. Erst als die Ermittlungen an der Unfallstelle zwischen Eslohe und Sieperting abgeschlossen waren, konnte der Lkw geborgen werden. 

Nach Angaben von Feuerwehr-Einsatzleiter Tobias Gödeke, waren etwa 30 Einsatzkräfte von Feuerwehr (Löschzug Eslohe und Löschgruppe Reiste), Polizei und Rettungsdienst vor Ort. Auch Mitglieder des Teams für Psychosoziale Unterstützung (PSU) waren im Einsatz, um die Mitarbeiter von Ketten Wulf zu betreuen.

In den vergangenen Wochen gab es weitere tragische Unfälle mit tödlichem Ende im Sauerland: In Olpe starb ein 23-Jähriger, nachdem sein BMW in der Innenstadt gegen einen Baum gekracht war. Nach einem Unfall in Marsberg, bei dem ein Auto frontal mit einem Lkw kollidiert war, starb der 66-jährige Fahrer des Autos im Krankenhaus. Zwei Todesopfer gab es bei einem schrecklichen Unfall in Finnentrop: Eine 17-jährige Motorradfahrerin und ihre gleichaltrige Sozia starben nach einem Zusammenstoß mit einem Pickup.

Quelle: wa.de

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