Drama am Dienstagabend im Kreis Coesfeld

Unfall auf B54 mit Schwerverletzten - Einjähriges Kind weiter in Lebensgefahr

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[Update 11.50 Uhr] Herbern - Auf der B54 in Herbern kam es am Dienstagabend zu einem folgenschweren Verkehrsunfall: Fünf Personen erlitten schwere Verletzungen, darunter waren drei Kinder. Ein einjähriges Kind schwebt laut Mitteilung der Polizei weiterhin in Lebensgefahr.

Fünf Menschen sind bei einem Frontalzusammenstoß zweier Autos im Kreis Coesfeld schwer verletzt worden. Darunter waren zwei Kinder und eine Jugendliche, die in der Nacht zum Mittwoch noch in Lebensgefahr waren.

Nach Information der Polizei von Mittwochmittag sei nur noch das Leben des einjährigens Kindes gefährdet. Die anderen schwer verletzten Personen würden aber weiterhin intensiv medizinisch betreut.

Kinder nach Unfall in Herbern in Lebensgefahr

Zur Untersuchung der Unfallursache stellte die Polizei die Fahrzeuge sowie ein Handy sicher. Dies sei eine Standardmaßnahme, so die Polizei.

Wie ein Sprecher der Polizei sagte, war eine 38-jährige Aschebergerin mit ihren ein und sieben Jahre alten Töchtern am Dienstagabend auf der Bundesstraße 54 bei Ascheberg unterwegs und geriet mit ihrem Auto aus ungeklärter Ursache in den Gegenverkehr.

Fünf Schwerverletzte bei Frontalzusammenstoß

Dort kam ihr ein Wagen entgegen - dessen 51 Jahre alter Fahrer aus Nordkirchen wich nach links aus. Im selben Moment bemerkte die 38-Jährige ihren Fehler und lenkte nach rechts, so dass beide Autos frontal zusammenstießen. Der Mann war in Begleitung seiner 15-jährigen Tochter.

Ein Großaufgebot an Rettungskräften versorgte die Schwerverletzten. Insgesamt kamen acht Rettungswagen, vier Notarzteinsatzfahrzeuge, drei Rettungshubschrauber und je ein Leitender Notarzt und Organisationsleiter des Rettungsdienstes zum Einsatz.

Die Unfallopfer wurden in verschiedene Krankenhäuser gebracht. Das einjährige Kind musste noch am Ort wiederbelebt werden. Auch das siebenjährige Kind und die 15-Jährige wurden zunächst lebensgefährlich verletzt.

Der Vater der beiden Kinder kam wenig später zur Unfallstelle, die in der Nähe des Wohnorts der Familie lag. Er erlitt einen Schock. Eine 15 Jahre alte Passantin zog sich außerdem eine Bissverletzung zu, als sie einen verletzten Hund aus dem Wagen des 51-Jährigen retten wollte.

Die B54 war zwischen der Abzweigung Capelle und dem Ortseingang Herbern für mehrere Stunden komplett gesperrt. Auf Anordnung der Staatsanwaltschaft Münster erschien ein Gutachter an der Unfallstelle. Die Unfallaufnahme dauert an. - dpa/lnw

Quelle: wa.de

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