Säugling aus Fahrzeug geschleudert

Tödlicher Unfall: Drei Insassen waren offenbar nicht angeschnallt - Kind ohne Kindersitz

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Bei dem Unfall in Berkenbaum kam am Samstag ein Säugling zu Tode.

Kierspe - Bei dem schweren Verkehrsunfall in Kierspe-Berkenbaum, bei dem ein Säugling ums Leben kam, waren sowohl das Kleinkind als auch zwei weitere Fahrzeug-Insassen nicht ausreichend gesichert. Das ergaben erste Ermittlungen des Gutachters.

Es war eine Tragödie, als am vergangenen Samstag auf der Kreisstraße 25 zwischen Bollwerk und Berkenbaum zwei Fahrzeuge frontal zusammenstießen und in der Folge nicht nur sechs Menschen zum Teil schwer verletzt wurden, sondern ein sieben Monate alter Säugling den Tod fand

Ein von der Polizei hinzugezogener Sachverständiger hat seine Ermittlungen zwar noch nicht abgeschlossen, er hatte allerdings mündlich gegenüber der Kreispolizeibehörde erklärt, das augenscheinlich die Insassen auf der Rücksitzbank des Opel Astra nicht angeschnallt beziehungsweise nicht ausreichend gesichert waren. 

Auf dem Rücksitz hätten, so erklärte Polizeipressesprecher Dietmar Boronowski auf Anfrage unserer Redaktion, die Mutter des Säuglings, die 14-jährige Schwester und das Baby selbst ungesichert gesessen. Auf den Vordersitzen des Opels hätten der Familienvater und seine achtjährige Tochter gesessen – offensichtlich beide angeschnallt, wie der Sachverständige erklärte.

Achtjährige ohne Kindersitz

Für das achtjährige Mädchen, die schwerverletzt mit einem Rettungshubschrauber abtransportiert wurde, fehlte augenscheinlich aber die vorgeschriebene Sitzschale. Möglicherweise ist das Kind dadurch aus dem Gurt gerutscht und wurde beim Frontalzusammenstoß schwer verletzt.

Immerhin: Lebensgefahr besteht nach derzeitigem Stand nicht, wie die Polizei bestätigte. Dies treffe auch auf den Fahrer des Opels sowie den Fahrer des Mazdas zu, die ebenfalls schwere Verletzungen davontrugen.

Säugling vermutlich aus dem Fahrzeug geschleudert

Gleichwohl hatte sich den Rettungskräften, insbesondere den Notärzten und Sanitätern, ein grausiges Bild geboten. Denn der Säugling war vermutlich aus dem Fahrzeug katapultiert worden. Den Notärzten und Rettungssanitätern gelang zwar noch, den Säugling zu reanimieren, doch das Kind verstarb später im Krankenhaus.

Der Sachverständige, dessen Ermittlungen noch nicht abgeschlossen sind – für eine gerichtliche Verwertbarkeit müssten die Ergebnisse dann auch noch schriftlich fixiert werden – , hat damit erste Vermutungen bestätigt, dass vier der fünf Insassen im Opel Astra des Lüdenscheiders offensichtlich nicht ausreichend gesichert waren.

Das Schadensbild ließ nicht auf die tragischen Unfallfolgen schließen

Die Schäden an den Fronten der beiden beteiligten Fahrzeuge ließen nämlich nicht auf eine hohe Aufprallgeschwindigkeit schließen. Unklar ist aber nach wie vor, warum der Lüdenscheider, der auf der K 25 in Richtung Berkenbaum fuhr, in einer unübersichtlichen Kurve auf die Gegenfahrbahn kam und dort mit einem in Richtung Bollwerk fahrenden Mann aus Menden frontal kollidierte.

Quelle: wa.de

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