Fast ungebremst auf anderen Schlitten aufgefahren / Frau (39) verletzt

Erneuter Unfall auf Rodelbahn in Fort Fun: So lautet das Statement des Freizeitparks

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[Update 17.19 Uhr] Bestwig - Erneut hat es im Bestwiger Freizeitpark Fort Fun einen Unfall auf der Rodelbahn "Trapper Slider" gegeben. Eine 39-jährige Frau aus Paderborn wurde dabei verletzt, musste mit einem Rettungshubschrauber ausgeflogen werden, kann aber offenbar schon am Montag wieder nach Hause. Inzwischen haben sich auch die Verantwortlichen des Freizeitparks geäußert.

Wie die Polizei mitteilt, ereignete sich der Vorfall am Sonntagmittag gegen 13.30 Uhr. Die Frau war mit ihrer Familie in dem Freizeitpark. Im Ausstiegsbereich der Rodelbahn kollidierte sie nahezu ungebremst mit dem bereits stehenden Rodelschlitten, aus dem ihr 37-jähriger Ehemann gerade ausstieg. Die 39-Jährige wurde bei dem Aufprall schwer verletzt und wurde per Rettungshubschariber in eine Spezialklinik gebracht. Der Mann erlitt leichte Verletzungen.

Nach derzeitigem Ermittlungsstand geht die Polizei nicht davon aus, dass ein technischer Defekt vorlag. "Es war wohl eher ein Fahrfehler", berichtet Polizeisprecher Sebastian Held auf Nachfrage. Genaueres würden die weiteren Ermittlungen zeigen, die derzeit andauern.

"Mehrere Hinweisschilder missachtet"

Mittlerweile haben sich auch die Verantwortlichen des Fort Fun Abenteuerlands in einer Stellungnahme zu den Vorfällen geäußert. Daraus geht hervor, dass die verletzte Frau selbst für den Unfall verantwortlich war: "Vor und bei dem Einfahren in den Bahnhofsbereich missachtete die Frau gleich mehrere deutliche Hinweisschilder, die das Abbremsen vor dem Einfahren in den Haltebereich deutlich in Wort und Bild darstellen. Die Frau brachte durch diese Missachtung der Beförderungsbedingungen sich selbst als auch den vor sich fahrenden Gast, in diesem Fall ihren Mann, in Gefahr", teilt das Fort Fun mit.

Dass die 39-Jährige mit einem Rettungshubschrauber abtransportiert wurde, sei eine Vorsichtsmaßnahme gewesen, da nicht direkt ersichtlich gewesen sei, ob eventuelle Rückenverletzungen vorlagen. "Laut unserem Kenntnisstand wird sie aber bereits heute wieder entlassen. Wir wünschen ihr weiterhin gute Besserung", so die Park-Verantwortlichen.

"Geschubse" zwischen Angehörigem und Mitarbeiter

Kurz nach dem Unfall kam es dann zu einer Auseinandersetzung an der Rodelbahn. "Es gab ein kleines 'Geschubse' zwischen einem Familienangehörigen und einem Parkmitarbeiter", schildert Held. Verletzt wurde dabei allerdings niemand. "Die Situation war zum Glück recht schnell wieder heruntergekühlt", erklärt Held. Wie genau es zu der Auseinandersetzung gekommen ist, sei ebenfalls Bestandteil der Ermittlungen. 

In der Stellungnahme des Freizeitparks wird die Situation wie folgt dargestellt: "Direkt nach dem Unfall und während der Untersuchungen sorgten die Angehörigen der Familie für massive Störungen der Abläufe, indem sie Mitarbeiter des Parks massiv bedrohten. Die Gruppe war nur durch Eingreifen der Polizei zu beruhigen und wurde des Parks verwiesen."

Im Oktober 2017 hatte es bereits einen folgenschweren Unfall auf der Rodelbahn gegeben. Damals war ein zwölfjähriger Junge mit seinem Fuß zwischen Schlitten und Schiene gekommen, sodass sein Bein in der Mitte des Unterschenkels abgetrennt wurde. Die Bahn wurde vorübergehend geschlossen. Nach einer Begutachtung, die keine technischen Mängel ergab, wurde sie nach einer Woche wieder in Betrieb genommen.

Quelle: wa.de

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