Polizei: Tragischer Unfall - aber kein Terrorakt!

Horror-Unfall von Altena: Ein Unfallopfer schwebt weiter in Lebensgefahr

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Drei Rettungshubschrauber forderten die Hilfskräfte am Freitag, 8. Juni, an. Sie folgen nach Lünen, Duisburg und Lüdenscheid.

Altena - "Tragischer Verkehrsunfall, nicht Terrorakt": Deutlich widersprach Polizeisprecher Dietmar Boronowski am Montag Mutmaßungen, der schlimme Unfall am Freitag in Altena habe einen fremdenfeindlichen Hintergrund. Was dazu „bisher in den sogenannten sozialen Medien kursiert, ist schlicht falsch“, so Boronowski.

Bei der Kreispolizeibehörde hatten am Montag auch Vertreter des türkischen Generalkonsulats aus Dortmund telefonisch vorgesprochen, um weitere Informationen zum Hergang des Geschehens einzufordern.

Die Diplomaten bezogen sich dabei ausdrücklich auf Meldungen türkischer Medien und verschiedener sozialer Medienkanäle, die von einem gezielten Terror-Anschlag auf den Imam der türkischen Gemeinde Altena berichtet hatten, der unter den Verletzten war.

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Alle Betroffenen hatten am Freitagsgebet im in Kürze zu Ende gehenden Fastenmonat Ramadan teilgenommen und sich in einer Gebetspause „einfach die Füße vertreten wollen".

Auto der Unfallfahrerin wird überprüft

Boronowski sagte, man stecke noch mitten in den Ermittlungen. Das Unfallfahrzeug sei beschlagnahmt worden. Geprüft werde zum Beispiel intensiv, ob die Lenkung des Unfallfahrzeuges der 29-jährigen Frau blockiert habe.

Er wies auch Spekulationen, die junge Corsa-Fahrerin habe mit einem Handy telefoniert oder hantiert, zurück. „Nach unserem Kenntnisstand hatte sie kein Mobiltelefon im Auto. Sie hat nach dem Unfall Zeugen gebeten, die Retter zu rufen, weil sie kein Handy dabei hatte.“

Verletztem Imam geht es besser

Burak Karadavut, Vorstandsmitglied der Islamischen Gemeinde zu Altena, nahm Kontakt zur Redaktion auf. Er dankte zunächst allen Rettungskräften, die das Menschenmögliche für die Opfer der Unfallfahrt getan hätten.

Dann sagte er, dem 49-jährigen Imam der Gemeinde gehe es schon wieder besser. Er werde voraussichtlich am Mittwoch aus dem Lünener Krankenhaus entlassen und habe sogar schon Besuch empfangen.

Opfer schwebt noch in Lebensgefahr

Für einen der Schwerverletzten, einen 65-Jährigen, der in die Uniklinik Münster geflogen worden war, besteht dagegen nach wie vor Lebensgefahr.

„Stabil“ sei der Zustand des 55-Jährigen, der nach dem Unfall nach Duisburg geflogen worden war. Ein weiteres Unfallopfer (57), das nur leicht verletzt worden war, hat das Krankenhaus bereits verlassen.

Burak Karadavut: „Wir bitten die Altenaer: Beten Sie für die Verletzten.“

Quelle: wa.de

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