Goldbarren, Goldmünzen und Schmuck

Unfassbarer Fall: "Falsche Polizisten" machen bei Seniorin (79) Beute in Millionenhöhe

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Symbolbild

Unfassbarer Fall aus Dortmund: "Falsche Polizisten" haben hier sage und schreibe über mehr als zwei Wochen Beute in Millionenhöhe gemacht. Das Opfer: eine einzige Seniorin (79), die mehrfach mit Goldbarren, Goldmünzen und Schmuck gefüllte Stoffbeutel auf dem Ostfriedhof abstellte.

Dortmund - Erneut sind Mitglieder einer Betrügerbande in Dortmund als "falsche Polizisten" aufgetreten, haben eine Seniorin stark verängstigt und ausgenutzt - sie machten dabei eine rekordverdächtige Beute.

"Sie erbeuteten Goldbarren, Goldmünzen und Schmuck im Wert von einer Million Euro", teilte die Polizei Dortmund mit. 

Die Kriminalpolizei hofft jetzt auf Zeugen, denen in vier konkreten Zeitfenstern am Ostfriedhof in der östlichen Dortmunder Innenstadt am Friedhofseingang Von-der-Goltz-Straße vorbei an der gleichnamigen Haltestelle der Buslinie 452 (Hauptbahnhof - Geßlerstraße) Personen mit schwer beladenen Stoffbeuteln aufgefallen sind.

Mögliche Zeugen seien Friedhofsbesucher, Anwohner, an der Haltestelle wartende Fahrgäste oder Passanten. Sie könnten eine Person, die die Beutel abgeholt haben, beobachtet haben. Die Dortmunder Polizei bittet Zeugen um Hinweise an die Kriminalwache unter Telefon 0231/1327441.

Das waren die vier Tatzeitfenster

  • 13.6.2019, circa 13.15 Uhr: stabile dunkelblaue Stofftasche mit Holzgriffen
  • 13.6.2019, circa 17 Uhr: roter Leinenbeutel einer Apotheke und weiß-blaue Stofftasche der Buchhandlung Thalia
  • 24.6., circa 11 Uhr: blau-grauer Stoffbeutel mit Aufdruck einer Winzergenossenschaft
  • 1.7., circa 18 Uhr: Stoffbeutel "Schleichers Buchhandel" Berlin

Die Bande habe mit der längst bekannten Masche gearbeitet:

"Am Telefon wiesen sie sich in deutscher Sprache (mit leichtem ausländischem Akzent) als Polizisten aus und berichteten ihrem Opfer, einer 79-jährigen Frau, von der Festnahme einer rumänischen Einbrecherbande. Die Bande sei in der Nachbarschaft des Opfers aktiv gewesen. 

Bei den Ermittlungen habe die Polizei eine Notiz mit der Anschrift der Frau entdeckt. Sie solle ihre Werte für eine Übergangszeit besser bei der Polizei aufbewahren, da noch nicht festgenommene Einbrecher bei ihr zur Tat schreiten könnten.

Die falschen Polizisten forderten die Seniorin auf, die angeblich unbedingt zu schützenden Werte zwischen einer kleinen hölzernen Kompostanlage und einer Restmülltonne auf dem Ostfriedhof abzulegen. Die immer wieder durch starken Druckaufbau verängstigte Frau folgte an vier Terminen dieser Aufforderung", so die Polizei.

Die Dortmunder Polizei nimmt diesen Fall zum Anlass, erneut vor den Methoden falscher Polizisten zu warnen und bittet Familienangehörige, Nachbarn, Gemeinden und andere Institutionen, Senioren auf das Thema anzusprechen. 

Die Polizei gibt diese fünf Tipps

  • Die Polizei bewahrt für die Bürgerinnen und Bürger keine Wertgegenstände oder Bargeld auf.
  • Werden Sie misstrauisch, wenn sich eine Person am Telefon als Polizist vorstellt und mit Ihnen über Geld oder andere Werte sprechen möchte.
  • Informieren Sie unter dem Notruf 110 sofort die Polizei, wenn Sie den Verdacht haben, dass Betrüger am Werk sind.
  • Erwähnt der Anrufer die Festnahme von Einbrechern und den Fund eines Zettels mit der Anschrift des Angerufenen, ist äußerste Vorsicht geboten.
  • Betrüger bauen Druck auf und nutzen die von ihnen erzeugte Angst als Arbeitsgrundlage, um ihre Opfer weiter zu beeinflussen. Lassen Sie sich nicht einschüchtern.

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Quelle: wa.de

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