Deutscher Wetterdienst warnt

Extreme Hitze in NRW vorerst vorbei - Schwere Unwetter auch am Freitag erwartet

Extrem-Wetter in NRW: Die feuchte Hitze setzt den Menschen zu. Der Deutsche Wetterdienst warnt vor den heißen Temperaturen und Unwetter. Lokal begrenzt könnte es zu extremem Unwetter kommen.

  • Extrem-Wetter herrscht weiterhin in NRW mit starker Hitze und Gewittern.
  • Vielerorts mussten die Feuerwehren Bäume beiseite räumen und Keller auspumpen.
  • Der Wetterdienst warnte bis Donnerstagmittag vor enorm hohen Temperaturen.

Update, 14. August, 08.57 Uhr: Teils schwere Unwetter sind in der Nacht zum Freitag und am Donnerstagnachmittag über Teile NRW gezogen. In Detmold meldete die Feuerwehr in der Nacht etwa 50 Einsätze wegen überfluteter Straßen, vollgelaufener Keller und umgestürzter Bäume. Ein Baum sei auf eine Oberleitung einer Bahnstrecke zwischen Detmold und Lage (Kreis Lippe) gestürzt und habe die Oberleitung abgerissen, teilte die Feuerwehr mit. Die Sperrung der Strecke dauere am Freitagmorgen noch an, sagte eine Sprecherin der Deutschen Bahn. 

Im Kreis Steinfurt gab es am Donnerstagabend und in der Nacht wegen starker Unwetter über 160 Einsätze, wie die Feuerwehr mitteilte. In Grevenbroich (Rhein-Kreis Neuss) habe der Starkregen am Donnerstagabend ebenfalls zu vielen Feuerwehreinsätzen geführt, sagte ein Sprecher am Freitag. Der Deutsche Wetterdienst (DWD) erwartete auch am Freitag teils starke Unwetter in Teilen Nordrhein-Westfalens.

Unwetter in NRW: Ausblick aufs Wochenende

Der DWD rechnet am heutigen Freitag vor allem vom Münsterland über Ostwestfalen bis ins Rothaargebirge mit Schauern und Gewittern. Vereinzelt seien auch Unwetter mit heftigem Starkregen und lokal eng begrenzt auch extremes Unwetter möglich. Nach DWD-Angaben ist die große Hitze mit Temperaturen weit über 30 Grad in NRW vorerst vorbei. Am Freitag bleibe es bei kühleren 24 bis 29 Grad, ebenso am Samstag.  Dazu werden zahlreiche Schauer sowie vereinzelter Starkregen erwartet, auch Gewitter sind möglich. 

Sonntag wird es laut DWD zunächst freundlicher und die Temperaturen steigen wieder auf bis zu 31 Grad. Gewitter und Schauer sind aber auch am Sonntag nicht auszuschließen. Der Montag bringt dann wieder etwas kühlere Temperaturen und das Wetter bleibt unbeständig mit einem Mix aus Schauern und Wolken.

Unwetter in NRW: Viel Regen führt zu Problemen auf der A45

Update, 12. August, 23.08 Uhr: Viele Schwitzende freuten sich über den abkühlenden Regen, doch in einigen Regionen Nordrhein-Westfalens kam davon deutlich zu viel herunter. Amtliche Unwetterwarnungen, die auch durch die Warn-App NINA verbreitet wurden, kündigten insbesondere für Südwestfalen, das Rheinland und Eifel schwere Gewitter mit Starkregen an. 

Auf der A45 - etwa wie hier bei Meinerzhagen - hatten Autofahrer am Mittwochabend mit zu viel Regen zu kämpfen. Es kam zu Verkehrsbehinderungen.

Im Märkischen Kreis und im benachbarten Kreis Olpe ging es glimpflich ab. Einsetzender Starkregen sorgte auf der A45 für Verkehrsbehinderungen.

Unwetter in NRW: Bäume stürzen um - Autofahrer hat Riesen-Glück

Feuerwehreinsätze wurden gegen 21 Uhr lediglich zwei vermeldet: Ein umgefallener Baum im Kreis Olpe, sowie einer in Meinerzhagen. Letzterer fiel allerdings vor ein fahrendes Auto. Fahrer und Blech hatten Glück: Den Schaden am Außenspiegel bezifferte die Polizei auf etwa 150 Euro. Der stattliche Baum hatte den Pkw lediglich an der Seite getroffen. 

Schlimmer sah es im Rheinland aus: In Rösrath war am Abend "Land unter", typische Unwettereinsätze wie vollgelaufene Keller halten die Feuerwehren immer noch im Dauereinsatz. In Köln ist die Regenfront ohne nennenswerte Auswirkungen vorbeigezogen. In Bonn hatten Feuerwehr und Polizei zwischenzeitlich 120 Einsätze gleichzeitig offen. Es kam durch umgestürzte Bäume zu Problemen bei der Bahn (siehe Update, 12. August, 21.34 Uhr). 

Land unter in Bonn, Chaos im Regionalverkehr der Bahn

Update, 12. August, 21.34 Uhr: Ein Unwetter mit Starkregen hat in Bonn zahlreiche Bäume umstürzen lassen und Wasserschäden an Gebäuden verursacht. "Wir haben jede Menge überflutete Keller, wir haben jede Menge umgestürzte Bäume. Im Moment ist Land unter", sagte ein Sprecher der Polizei am Mittwochabend. 

Feuerwehr und Polizei waren ersten Angaben zufolge an vielen Stellen im Einsatz. Kurz nach 18 Uhr sei ein Unwetter mit Starkregen, Sturm und Gewitter über die Stadt gezogen. Auch eine Ampel sei umgestürzt, Stromkabel hingen herab. 

Die Bonner Feuerwehr twitterte kurz nach 19.30 Uhr, dass es noch rund 120 offene Einsatzstellen im gesamten Stadtgebiet gebe. 

Nach Angaben der Deutschen Bahn wurde durch das Unwetter im Rheinland der Regionalverkehr gestört. Weil ein Baum im Gleis lag, musste die Strecke Bonn-Beuel und Niederdollendorf gesperrt werden. Davon betroffen waren die Linien RE8 und RB27, wie die DB auf Twitter am Mittwochabend mitteilte. Auch auf anderen Bahnstrecken sorgten demnach umgestürzte Bäume in NRW für Störungen im Regionalverkehr.

Nach Angaben der Deutschen Bahn sind auch mehrere Verbindungen im Fernverkehr nach dem Blitzeinschlag in Bonn-Beuel betroffen - darunter der ICE von Bonn/Köln/Düsseldorf über Hamm nach Hannover und Berlin. Es kommt laut Bahn zu Zug- und Haltausfällen - bis in die Nachtstunden hinein. Weitere Informationen gibt es auf der Webseite der Bahn.

Unwetterwarnung in NRW: Blitzeinschläge mit Folgen

Update, 12. August, 9.46 Uhr: Von Gewittern betroffen waren am Dienstagabend in NRW vor allem Rheinland und Ruhrgebiet. In Düsseldorf und Neuss gab es Blitzeinschläge mit Folgen: In der Landeshauptstadt hatten rund 20.000 Haushalte keinen Strom - aber nur für acht Minuten. Durch eine Signalstörung bei der Bahn fielen Regionalzüge und S-Bahnen aus. In Neuss schlug ein Blitz in ein Mehrfamilienhaus ein.

Am Dienstag kam es gegen 15 Uhr zu einem Unwetter über Dortmund, in dessen Folge mehrere Bäume auf Straßen fielen und Straßen teilweise überschwemmt wurden. Die Besonderheit bestand in der lokalen Ausprägung des Ereignisses, sodass nur der südliche Teil des Dortmunder Stadtgebietes betroffen war.

In Hattingen wiederum musste die Feuerwehr 70 Einsätze wegen umgestürzter Bäume und vollgelaufener Keller meistern. Betroffen war auch der Dortmunder Süden - hier stürzten Bäume auf geparkte Pkw - verletzt wurde dabei zum Glück niemand.

Unwetterwarnung in NRW: 40 Liter Regen pro Quadratmeter

Update, 11. August, 22 Uhr: Die tatsächlichen Höchsttemperaturen lagen am Dienstagnachmittag am Niederrhein bei 36 Grad oder mehr. Spitzenreiter in NRW war bis zum Nachmittag einmal mehr Tönisvorst, wo 36,7 Grad gemessen wurden. Mancherorts gab es heftige Gewitter mit reichlich Regen und heftigem Wind. 

Nach DWD-Angaben zogen die Gewitter seit den Mittagsstunden vom Sauerland durch das südliche Ruhrgebiet und weiter Richtung Niederrhein. Radar-Bilder des DWD zeigten in Bochum Regenmengen von stellenweise mehr als 40 Litern pro Quadratmeter, wie Meteorologin Ines Wiegand sagte. Die Feuerwehr Bochum zählte in der Folge 30 Einsätze. An vielen Stellen stürzten Bäume auf Straßen, teilweise wurden dabei auch Fahrzeuge beschädigt. Der Starkregen überflutete Keller und Wohnräume.

Unwetterwarnung in NRW: Feuerwehr-Einsätze in Aachen und Moers

Auch in Aachen gab es ein heftiges Hitzegewitter. Die Feuerwehr zählte laut einem Bericht der Aachener Zeitung bis zum Nachmittag 35 Einsätze. In Moers meldete die Feuerwehr ebenfalls überflutete Straßen, vollgelaufene Keller und umgestürzte Bäume.

Laut Umweltbundesamt sind vor allem Menschen ab 65 Jahren und pflegebedürftige Menschen bei Hitze stark gefährdet. "Die Gefahr steigt mit zunehmendem Alter, weil die Fähigkeit des Körpers zur Selbstkühlung durch Schwitzen abnimmt", heißt es in der Broschüre "Hitzeknigge". Die Experten raten, nicht erst bei Durst zu trinken, sondern stündlich ein Glas Wasser. Empfohlen werden etwa Leitungswasser, Mineralwasser, gekühlter Kräutertee oder Tee. Eiskalte Getränke sowie Kaffee, stark gezuckerte und alkoholische Getränke sollten gemieden werden.

Unwetterwarnung in NRW: Flächendeckend weiter über 30 Grad

Update 10. August, 13 Uhr: Nach schweren Gewittern am Sonntag hat der Deutsche Wetterdienst (DWD) auch für den heutigen Montag (10. August) eine amtliche Warnung bis 19 Uhr herausgegeben.

Der DWD warnt vor Hitze; die Temperaturen steigen flächendeckend über 30 Grad. Über die Warn-App Nina wird seit Montagmittag vor extremer Hitze in Dortmund, Hagen, im Kreis Unna und im Märkischen Kreis gewarnt.

Am Nachmittag schwingt die Lage um. Der DWD rechnet am Montag in Nordrhein-Westfalen wieder mit lokalen Unwettern. Die Unwetterzentrale hat für NRW eine Vorwarnung vor Gewitter veröffentlicht.

Die ersten Schauer und Gewitter erwartet der DWD am Nachmittag im Bergland, später auch in niedrigeren Regionen. Möglich ist dabei wieder Starkregen, bei dem über 40 Liter Regen pro Quadratmeter fallen können. Auch Hagel und schwere Sturmböen seien möglich.

Unwetterwarnung in NRW: Es bleibt heiß und schwül 

Für die nächsten Tage erwartet der DWD keine wesentliche Änderung der Wetterlage. "Die Luftmasse ändert sich nicht. Es bleibt feucht und warm mindestens bis einschließlich Freitag", sagte DWD-Meteorologe Malte Witt. Die Höchsttemperaturen lägen jeweils über 30 Grad. Nachts kühle es auf 18 bis 23 Grad ab.

Auf regennasser Fahrbahn wurde dieser Streifenwagen der Polizei im Siegerland bei einem Unfall auf der HTS beschädigt.

Am Sonntag gab es vielerorts große Probleme: In Hamm mussten sich Autofahrer stellenweise durch Wasserfluten kämpfen. Im Sauerland stand ein ehemaliges Hallenbad unter Wasser. Im Siegerland krachte ein Polizeiwagen vermutlich wegen Aquaplanings gegen die Leitplanke. 

Bereits am Montagmorgen war über die Katastrophen-Warn-App Nina eine Warnmeldung vor Gewittern mit Starkregen bis 7.30 Uhr herausgegeben worden. Sie betraf das nördliche Sauerland, die Kreise Soest und Warendorf sowie Hamm und Teile Ostwestfalens.

Unwetterwarnung in NRW: Schwere Gewitter am Sonntag

Sonntag, 20.38 Uhr: Gewitter mit Blitzschlag, extremer Starkregen mit Niederschlagsmengen über 50 Liter pro Quadratmeter in kurzer Zeit, dazu schwere Sturmböen mit Geschwindigkeiten um 100 km/h und kleinkörniger Hagel:

Vor diesem Wetter-Szenario wurde am Sonntag (9. August) über die Notfall-Informations- und Nachrichten-App (Nina) des Bundes gewarnt. Die ersten Warnungen nur bis 16.30 Uhr wurden mehrfach auf 21.00 Uhr verlängert.

Unwetterwarnung für NRW: Starke Hitzegewitter in Westfalen

Extremes Unwetter wurde am Sonntag zunächst für den Märkischen Kreis, den Hochsauerlandkreis, den Kreis Olpe, den Kreis Paderborn und den Kreis Siegen-Wittgenstein vorhergesagt. 

In der Warn-App Nina sind starke und schwere Gewitter unter anderem für Südwestfalen angekündigt.

Etwas weniger stark sollten die Ausprägungen zunächst beispielsweise in Hamm, im Kreis Coesfeld, in Dortmund, im Kreis Warendorf, im Kreis Unna und im Kreis Soest sein. Auch hier gab es am Sonntag aber im Verlauf des Nachmittages und des frühen Abends aber Hochstufungen.

Am Abend galten die Unwetterwarnungen nicht mehr für Südwestfalen, sondern vor allem für das Ruhrgebiet und Teile des Münsterlandes. Über größere Schadenslagen wurde nichts bekannt, es gab aber diverse Verkehrsstörungen durch Starkregen und Aquaplaning.

In Werne (Kreis Unna) lief Regenwasser in mehrere Keller. Auch Bäume stürzten dort um. In Detmold schlugen Blitze in mehrere Häuser ein. Eine Bewohnerin verspürte einen leichten Stromschlag. Sie kam zur Untersuchung in ein Krankenhaus. Die höchste Regenmenge maß der DWD in Ennigerloh (Kreis Warendorf) mit über 49 Litern in 24 Stunden. Andernorts fiel kein Regen wie etwa in Kleve.

Über die Warn-App Nina erging der Hinweis, besonders auf sich aufzupassen: "Vereinzelt können Bäume entwurzelt und Dächer beschädigt werden. Achten Sie besonders auf herabstürzende Äste, Dachziegel oder Gegenstände

Umgestürzte Bäume wie hier aktuell am Sonntag (9. August) in Lippetal-Lippborg im Kreis Soest sorgen immer wieder für Einsätze der Feuerwehr, wenn Gewitter mit Sturmböen und Starkregen wüten.

Überflutungen von Kellern und Straßen sowie örtliche Überschwemmungen an Bächen und kleinen Flüssen sind möglich. Es können zum Beispiel Erdrutsche auftreten. Schließen Sie alle Fenster und Türen! Sichern Sie Gegenstände im Freien."

Unwetterwarnung für NRW: Aquaplaning und Äste auf der Autobahn

  • Auf der A1 zwischen dem Kamener Kreuz und der Anschlussstelle Ascheberg gab es in beiden Fahrtrichtungen Staus und Behinderungen durch Aquaplaning in Folge von Gewittern mit Starkregen.
  • Auf der A44 im Bereich Paderborn wurde bereits früh vor Ästen auf der Fahrbahn gewarnt. Später gab es die identische Warnung auch für die A2 in Ostwestfalen zwischen Porta Westfalica und Veltheim.
  • Auf der A33 zwischen Paderborn Schloß-Neuhaus und Paderborn-Sennelager sorgte starker Regen am Sonntagabend für Stau.
  • Auf der A45 zwischen Olpe und Siegen gab es wegen Starkregens und Aquaplanings in beide Richtungen bis zu zehn Kilometer Stau.
  • Auf der Hüttentalstraße (HTS) zwischen den Anschlusstellen Kreuztal und Buschhütten im Siegerland krachte ein Streifenwagen der Polizei, mutmaßlich wegen Aquaplanings erst rechts in die Leitplanke, drehte sich dann und prallte in die Mittelleitplanke. Die drei Beamten waren mit Blaulicht und Martinshorn auf einer Einsatzfahrt, sie wurden nicht verletzt.
  • Kuriose Meldung aus dem Polizeipräsidium Hamm am Sonntagabend für den Stadtteil/Bezirk Heessen: "Zahlreiche Kennzeichen haben sich aufgrund des 'Hochwassers' am späten Sonntagnachmittag vom Fahrzeug gelöst. Wenn Sie Ihr Kennzeichen vermissen, rufen Sie die Polizei Hamm unter 02381 916-0 an."

Quelle: wa.de

Rubriklistenbild: © Symbolfoto/Patrick Pleul/picture alliance/dpa

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