Prozess um Bombenanschlag auf Sikh-Tempel: Urteil am 21. März

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Essen - Nach dem Bombenanschlag auf das Gebetshaus der Essener Sikh-Gemeinde soll im nichtöffentlichen Prozess gegen drei verdächtigte Jugendliche am 21. März ein Urteil fallen. Das hat ein Sprecher des Landgerichts am Montag auf Anfrage mitgeteilt.

Dem Trio wird unter anderem wegen versuchten Mordes der Prozess gemacht. Die damals 16 Jahre alten Angeklagten sollen das Attentat Mitte April 2016 mit einer selbstgebauten Bombe aus islamistischen Motiven begangen haben.

Laut Anklageschrift hatten die Jugendlichen die Sikhs als Ungläubige betrachtet. Drei Menschen waren bei dem Anschlag im April verletzt worden, einer von ihnen schwer. Wegen des jugendlichen Alters des Angeklagten wird unter Ausschluss der Öffentlichkeit verhandelt. Nach etlichen Verhandlungstagen sollen die ersten Plädoyers schon gehalten worden sein.

Laut "WAZ" soll die Staatsanwaltschaft sieben Jahre Jugendstrafe für einen heute 17-Jährigen gefordert haben sowie sechseinhalb Jahre für seinen mutmaßlichen Komplizen (16). Einen dritten will die Staatsanwaltschaft lediglich wegen Anstiftung verurteilen, dennoch plädierte sie laut "WAZ" bei dem ebenfalls 17-Jährigen auf sieben Jahre Jugendhaft mit dem Vorbehalt der Sicherungsverwahrung. Das Trio soll sich über soziale Netzwerke kennengelernt und radikalisiert haben. - dpa

Quelle: wa.de

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