Verdi sorgt sich um Gesundheit der Feuerwehrleute

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Düsseldorf - Die Dienstleistungsgewerkschaft Verdi sorgt sich nach einer Befragung von rund 1000 Feuerwehrleuten in NRW um die Gesundheit der Brandschützer. Die Ergebnisse seien "alarmierend".

Vielen Einsatzkräften drohe die völlige psychische und körperliche Erschöpfung, sie seien durch die Einsätze traumatisiert, fasste die Gewerkschaft zusammen und forderte mehr psychosoziale Unterstützung.

Für die Untersuchung im Auftrag von Verdi hatte die Akademie für Psychosomatik in der Arbeitswelt - sie gehört zu einer Klinik für Psychotherapeutische Medizin in Eschweiler - online 1057 Feuerwehrleute zwischen 21 und 64 Jahren befragt. Danach halten sich 44 Prozent für Burnout-gefährdet. Fast jeder zweite berichtet von "einem spürbar erhöhten Maß an beruflichem Stress und stressbedingten Beschwerden."

Das Miterleben von Schmerz und Leid der Opfer, aber auch zunehmende verbale und tätliche Angriffe bei Einsätzen gehen nicht spurlos an den Rettern vorbei, wie Verdi betonte. Rund 29 Prozent der Befragten gaben an, nach beruflichen Erlebnissen traumatisiert zu sein. Bei älteren Feuerwehrleuten häuften sich zudem körperliche Beschwerden. "Der massive Stress hat bei vielen ein Ausmaß angenommen, das klinisch relevant ist", erklärte die wissenschaftliche Leiterin der Akademie für Psychosomatik, Katja Geuenich, laut Verdi-Mitteilung.

Die Gewerkschaft forderte mehr psychosoziale Angebote für die Einsatzkräfte. Die Gesundheitsfürsorge bei der Feuerwehr müsse besser werden. Außerdem solle ein Deeskalationstraining Standard werden, um "der Gewaltbereitschaft unbeteiligter Dritter zu begegnen".

Quelle: wa.de

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