Soester fährt durch Rettungsgasse

15 Verletzte bei Unfällen auf der Autobahn 2

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[Update] Oelde/Herzebrock-Clarholz - 15 Verletzte forderten am Donnerstagmittag drei Unfälle  auf der A2 in Fahrtrichtung Hannover. Der Verkehr staute sich auf einer Länge von bis zu vier Kilometern.

Nach ersten Ermittlungen der Polizei war es zunächst zu einer Karambolage zwischen einem Alfa Romeo Giulia und einem britischen Wohnmobil gekommen. Ein Opel Meriva aus dem Kreis Höxter wurde durch umherfliegende Teile leicht beschädigt. Als sich der Verkehr hinter dieser Unfallstelle staute, erkannte die Fahrerin einer A-Klasse aus Dortmund (76) die Situation zu spät und fuhr auf einem Mercedes der E-Klasse, der wiederum auf einen Toyota prallt. 

Die vier Insassen des Toyota aus den Niederlanden (drei Erwachsene und ein Kleinkind) wurden ebenso verletzt wie drei Insassen in der A-Klasse und jeweils zwei in der E-Klasse und in dem Opel. Die beiden Insassen des Wohnmobils sowie der Fahrer des Alfa blieben unverletzt.

Drei Unfälle auf der A2 - zahlreiche Verletzte

Zur Versorgung der Verletzten wurde ein Großaufgebot an Rettungskräften alarmiert: Drei Notärzte aus dem Regelrettungsdienst (Oelde, Beckum, Rheda-Wiedenbrück sowie sechs Rettungswagen (zwei aus Beckum, Oelde, Ahlen, Ennigerloh und Rheda-Wiedenbrück eilten ebenso zu der Unfallstelle wie der Leitende Notarzt (LNA) und der Organisationsleiter Rettungsdienst (OrgL). 

Die Verletzten wurden nach einer ersten Diagnostik und Behandlung an der Unfallstelle in Krankenhäuser nach Rheda-Wiedenbrück, Gütersloh und Ahlen eingeliefert. Polizeibeamte sperrten während der Rettungs- und Bergungsarbeiten rund zwei Stunden lang den rechten und mittleren Fahrstreifen. 

Der Löschzug Oelde rückte aus, um den Rettungsdienst in der ersten Phase des Einsatzes zu unterstützen und den Brandschutz sicherzustellen. Ferner wurden später unter Leitung von Löschzugführer Christoph Junkerkalefeld auslaufende Betriebsstoffe abgebunden und die Straße gereinigt. 

Noch bevor sich dieser Rückstau auflösen konnte, kam es am Stauende gegen 14.58 Uhr zu einem weiteren Verkehrsunfall. Trotz aufgestellter Stauwarn-Schilder übersah ein 30-jähriger VW Passat-Fahrer aus Dortmund die Verkehrssituation und kollidierte am Stauende mit einem 32-jährigen Lexus-Fahrer aus Minden. Hierbei wurden 4 weitere Personen verletzt. Der Lexusfahrer wurde leicht- und sein 27-jähriger Beifahrer schwer verletzt, Fahrer und Beifahrer des VW Passat wurden leicht verletzt.

Die Sachschadenssumme der drei Verkehrsunfälle beziffert die Polizei mit 80.000 Euro.

Die Polizei lobte am Abend in einer Pressemitteilung ausdrücklich, wie vorbildlich die Autofahrer eine Rettungsgasse gebildet hatten: Alle, bis auf eine Ausnahme. 

Ein uneinsichtiger 38-jähriger Audi-Fahrer aus Soest nutzte die Rettungsgasse und fuhr hinter einem Abschleppwagen an allen im Stau stehenden Fahrzeugen vorbei. Der Fahrer konnte unmittelbar an der Unfallstelle angehalten werden. Seine Personalien wurde festgestellt und ein Ordnungswidrighkeitenverfahren wurde eingeleitet. Während der Kontrolle des Audi-Fahrers durch die Polizei klatschten die anderen Verkehrsteilnehmer laut Beifall. - ei

Quelle: wa.de

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