Öffentlichkeitsfahndung / Serbische Bande am Werk?

Versuchter Doppelmord in Menden: Vierter Täter im Visier der Ermittler

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Wer kennt diesen Mann, der bereits mit den beiden Identitäten Dragan Spajic und Martin Savic bei deutschen Behörden in Erscheinung getreten ist. ZUm Vergrößern der Ansicht bitte auf das Kreuz oben rechts klicken.

[Update 15.45 Uhr] Menden/Hagen - Die Staatsanwaltschaft Arnsberg und eine Mordkommission der Polizei Hagen gehen davon aus, dass mindestens vier Täter mutmaßlich serbischer Herkunft an dem brutalen Überfall auf ein betagtes Ehepaar in Menden Ende November beteiligt gewesen sind. Drei Personen sitzen in U-Haft, gefahndet wird nach dem vierten Kopf der kriminellen Bande. Seine DNA-Spur wurde am Tatort im Mendener Ortsteil Platte Heide gesichert.

Die Ermittler fahnden wegen versuchten Doppelmordes öffentlich nach einem 33- bis 35-jährigen Mann, der bereits mit den Identitäten „Dragan Spajic“ und „Martin Savic“ bei deutschen Behörden in Erscheinung getreten ist. 

Er könnte nach Einschätzung der Ermittler auch noch weitere unbekannte Identitätspapiere nutzen. Der Gesuchte hat eine schlanke Statur und ist etwa 1,81 Meter groß - er gilt als gefährlich.

Möglicherweise führt er zwei scharfe Kurzwaffen samt Munition mit sich, die bei dem Überfall in der Nacht vom 24. auf den 25. November in Menden ebenso erbeutet worden waren wie Bargeld in fünfstelliger Höhe, Münzen und Schmuck. Hinweise nimmt jede Polizei-Dienststelle entgegen. 

Zwei weitere Männer und eine Frau aus Serbien waren keine 24 Stunden später bei einem weiteren Einbruchsversuch in Menden festgenommen worden. Seither versuchen die Ermittler, dem Trio eine Beteiligung an der Tat nachzuweisen. Die drei Personen sitzen nach wie vor in Untersuchungshaft. 

Die Mordkommission der Polizei Hagen fragt nun in einer Pressemitteilung: "Wer hat den mutmaßlichen Täter in den vergangenen Monaten im Märkischen Kreis gesehen? Wer kann Angaben zu seinem derzeitigen Aufenthaltsort machen? Bitte nicht an die gesuchte Person herantreten, da sie bewaffnet sein könnte!"

Sachdienliche Hinweise können per Telefon (02331-9862066) an die Mordkommission der Polizei Hagen oder jede andere Polizeidienststelle übermittelt werden. 

Die 84-jährigen Eheleute waren stundenlang körperlich misshandelt, gefesselt, geknebelt und damit ihrem Schicksal überlassen worden. Aufmerksame Nachbarn hatten die Polizei informiert, die die Senioren fand. 

Die betagten Opfer des Überfalls aus Menden konnten nach Angaben eines Polizeisprechers kurz vor Weihnachten die Krankenhäuser verlassen, in die sie stark dehydriert und massiv verletzt eingeliefert worden waren. Sie stehen unter psychologischer Betreuung.

Quelle: wa.de

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