Angriff auf 20-Jährigen am Funpark / Tatverdächtiger (21) noch auf der Flucht

Messerstiche in Bauch, Oberschenkel und Knie - Staatsanwalt sieht aber keinen Tötungsvorsatz

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[Update 15.25 Uhr] Bockum-Hövel - Ein 20-Jähriger ist in Bockum-Hövel am Samstag durch Messerstiche schwer verletzt worden. Die Polizei war in einer Erstmeldung zunächst von einem versuchten Tötungsdelikt ausgegangen, Staatsanwalt Carsten Dombert (Dortmund) stufte die Tat im Laufe der ersten Ermittlungen schließlich als gefährliche Körperverletzung ein. Ein Vorsatz sei nach aktuellem Stand nicht zu erkennen.

Tatverdächtiger ist ein 21-Jähriger. Der junge Mann ist offenbar mit dem Opfer bekannt. Er flüchtete nach der Tat und befindet sich noch auf freiem Fuß. Sein Name ist der Polizei bekannt, eine Täterbeschreibung gab es am Sonntag allerdings nicht. 

Es sei nicht davon auszugehen, dass der Mann gefährlich für die Öffentlichkeit sei, so der Staatsanwalt. Er gehe davon aus, dass er zügig gefasst oder sich zeitnah stellen werde.

Opfer schwebte nicht in Lebensgefahr

Vier Messerstiche versetzte der 21-Jährige seinem Gegenüber am Samstagnachmittag nahe des Funparks an der Römerstraße. Laut Staatsanwaltschaft ereignete sich die Tat gegen 16.55 Uhr auf einem Fußweg nördlich der Anlage. 

Der Tatverdächtige stach das Opfer in den Bauch, den Oberschenkel und in den Bereich des Knies. „Lebensgefahr hat nach Auskunft der Ärzte nicht bestanden“, sagte Staatsanwalt Carsten Dombert gegenüber unserer Redaktion.

Zeugen hatten Opfer und Täter gesehen

Das 20-jährige Opfer wurde am Ort des Geschehens erstversorgt und befindet sich in stationärer Behandlung in einem Hammer Krankenhaus. 

Zeugen hatten umgehend Polizei und Rettungskräfte verständigt. Mehrere junge Männer, die sich auf der Anlage des Funparks aufgehalten hatten, hatten laut Staatsanwalt aus einiger Entfernung von einem Fußballplatz aus beobachtet, wie sich der 21- und 20-Jährige begegnet waren.

Gefährliche Körperverletzung

„Ihren Angaben zufolge sah es eher wie eine zufälliges Aufeinandertreffen aus“, so Dombert. Darüber, was Auslöser der Auseinandersetzung und der Messerstiche war, ist ebenso wenig bekannt wie zu einem möglichen Wortlaut bei der Begegnung. „Dafür waren die Zeugen zu weit entfernt“, so der Staatsanwalt. 

Er geht aber nicht von einem Vorsatz aus und stufte die Tat als gefährliche Körperverletzung ein. Beim Eintreffen der Polizei hatte der Täter bereits das Weite gesucht. In welche Richtung er geflohen war, ist nicht bekannt, offenbar wurde er aber identifiziert und ist der Polizei somit namentlich bekannt. 

Eine Mordkommission hatte die Ermittlungen aufgenommen. Täter und Opfer haben beide die deutsche Staatsangehörigkeit.

Am Sonntag blieben zunächst einige Fragen offen: 

  • In welchem Verhältnis zueinander stehen die beiden jungen Männer?
  • Was ist der Hintergrund der plötzlichen Eskalation?
  • Warum führte der 21-Jährige ein Messer mit sich?
  • Um welche Art Waffe handelt es sich und wo befindet sie sich jetzt?

Hier lesen Sie unsere Erstberichterstattung von Sonntagmorgen

Versuchtes Tötungsdelikt in Höhe des Funparks an der Römerstraße! Am Samstag kam es gegen 17 Uhr zu einem Streit zwischen zwei jungen Männern auf der Römerstraße, in Höhe des "Funparks", erklärte die Polizei.

Dabei stach ein 21 Jahre alter Mann mit einem Messer auf einen 20-Jährigen ein. "Der 21-jährige Täter ist flüchtig", so die Polizei. Eine Mordkommission hat die Ermittlungen aufgenommen.

Quelle: wa.de

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