Planung rückt näher an Hilbeck heran

Weiterbau der A445 von Werl nach Hamm: Bund stimmt Planung zu

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Werl/Hamm - Es ist die (Auto-)bahnbrechende Nachricht, die die Weichen für den Weiterbau der A 445 von Werl nach Hamm neu stellt: Die A 445 wird näher an Hilbeck heranrücken, es soll Lärmschutzwände geben – und der Bund hat der Planung „aktuell zugestimmt“.

Das teilte das NRW-Ministerium für Bauen, Wohnen, Stadtentwicklung und Verkehr auf Anzeiger-Anfrage mit. Damit bestätigt das Haus von Verkehrsminister Michael Groschek die Berichterstattung unserer Zeitung in vollem Umfang. Nach der Erörterung im Rahmen der Planfeststellung seien aufgrund der eingegangenen Einwendungen „verschiedene ökologische Belange noch vertiefter untersucht werden, im Wesentlichen Belange des Arten- und Gebietsschutzes“, erläutert die Pressestelle des Ministerium. „Dies hat zu einer Verschiebung der Trasse in Richtung des Ortes Hilbeck geführt.“ 

Aufgrund der geänderten Lage der Trasse sei nun der Bau von Lärmschutzwänden vorgesehen. „Der Bund hat der wegen der naturfachlichen Belange geänderten Planung aktuell zugestimmt“, sagt das Verkehrsministerium darüber hinaus. Der Landesbetrieb Straßen NRW als Planbehörde werde die Öffentlichkeit am 6. April im Rahmen einer Bürgerinformationsveranstaltung vor Ort über die Änderungen „umfänglich informieren“, so die Pressestelle des Ministeriums. Die Uhrzeit steht noch nicht fest. 

Es soll Lärmschutzwände geben

Zuletzt hatte das unter Verschluss liegende neue Deckblatt zur Prüfung beim Bundesverkehrsministerium gelegen. Das hatte zwar Veränderungen an der Trassenführung bestätigt und mitgeteilt, dass sich die Baustrecke dadurch verlängert. Details aber blieben außen vor, auch Aussagen zum geplanten Lärmschutz gab es nicht. Dem Vernehmen nach war genau das ein Knackpunkt bei der geänderten Planung: Lärmschutzwände waren bislang nicht vorgesehen – ob auch der Bund durch die Verschiebung der Trasse näher an Hilbeck heran die Notwendigkeit von Lärmschutzwänden sehen würde, da waren sich die Planer offenbar alles andere als sicher. 

Das Vogelschutzgebiet „Hellwegbörde“ östlich des lange feststehenden Trassenkorridors soll nach Anzeiger-Informationen in der Hauptsache dafür verantwortlich sein, dass der alte geplante Verlauf nicht haltbar war. Das Vorkommen der Rohrweihe soll Ausschlag gebend gewesen sein. Die A 445 zwischen Werl und Hamm musste daher Richtung Westen verschoben werden. Nun geht alles seinen weiteren Gang. „Das Planfeststellungsverfahren zur A 445 Werl-Hamm geht weiter“, sagt die Pressestelle von Minister Groschek (SPD). 

Schnelle Information zugesagt

Der hatte auf Anfrage des heimischen CDU-Landtagsabgeordneten Eckhard Uhlenberg vor gut vier Wochen „schnelle Informationen zur A 445“ zugesagt, nachdem unsere Zeitung die geänderte Planung öffentlich gemacht hatte. Schließlich hatte die aktuelle Entwicklung vor allem im Raum Hilbeck für Verunsicherung gesorgt. Zuvor hatte der Landesbetrieb Straßen nur bestätigt, dass es eine „Anpassung der Trasse auf Grund der Einwendungen“ gebe werde. 

Eckhard Uhlenberg und sein Hammer Fraktionskollege Oskar Burkert hatten per Erklärung gefordert, dass „mögliche Veränderungen bei der Trassenführung der A 445 zwischen Werl-Nord und Hamm-Rhynern nicht zu einer weiteren Verzögerung des Baus der A 445 führen dürfen.“ Unter anderem hatte die Bürgerinitiative „StoppT A 445“ die Spekulation, dass die Trasse näher an Hilbeck rückt, mit dem Wald am Lindfeldweg in Verbindung gebracht. Das werde dann zumindest angeschnitten werden müssen.

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Quelle: wa.de

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