Mobile Anlage der Polizei beschädigt

Autofahrer wird geblitzt - und lässt seine Wut am Blitzer aus

In Wenden (NRW) hat ein Autofahrer einen Blitzer der Polizei beschädigt, nachdem er kurz zuvor geblitzt wurde. Ihn erwartet eine Anzeige.
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In Wenden (NRW) hat ein Autofahrer einen Blitzer der Polizei beschädigt, nachdem er kurz zuvor geblitzt wurde. (Symbolbild)

Ein Autofahrer hat sich am Montag im Sauerland offenbar zu sehr darüber geärgert, dass er geblitzt wurde. Anders ist es wohl kaum zu erklären, dass er danach zurückfuhr und den mobilen Blitzer der Polizei beschädigt. Blöd nur, dass er erwischt wurde.

Wenden (NRW) - Man fährt nichtsahnend eine Straße lang, achtet nicht genau auf den Tacho und zack: Ein rotes Licht blitzt auf. Diesen Moment haben wohl die allermeisten Autofahrer schon einmal erlebt - und sich entsprechend auch sehr darüber geärgert, dass sie gerade geblitzt wurden.

In Wenden im Sauerland (NRW) ist ein Autofahrer noch einen Schritt weitergegangen und hat es nicht beim innerlichen Ärgern über ein drohendes Bußgeld belassen. Der Mann war am Montagnachmittag gegen 15.45 Uhr mit überhöhter Geschwindigkeit auf der Kreuztaler Straße im Ortsteil Gerlingen erwischt worden, wie die Polizei am Dienstag mitteilte.

Wenden (NRW): Autofahrer beschädigt Blitzer - Polizei sieht ihn wegfahren

Obwohl die Überschreitung gar nicht allzu groß war - laut Polizei lag er im Verwarnungsgeldbereich und hätte keine Punkte oder ein Fahrverbot fürchten müssen -, war sein Ärger offenbar groß. Der Autofahrer fuhr kurze Zeit später zum Standort des mobilen Blitzers an der Kreuztaler Straße in Wenden-Gerlingen zurück und beschädigte diesen. „Eine Kamera wurde umgeworfen und teilweise in den Boden gedrückt“, berichtet die Polizei.

Der Mann stieg danach wieder in sein Auto und machte sich aus dem Staub. Blöd für ihn: Die Polizisten, die mit dem mobilen Blitzer in Wenden postiert waren, bemerkten die Beschädigung und sahen, wie ein Auto, das kurz zuvor geblitzt worden war, davon fuhr. Somit war es für die Polizei leicht, den Fahrer zu ermitteln. Ihn erwartet nun eine Anzeige. Der Blitzer selbst muss nach Polizeiangaben eingeschickt werden, um die Funktionsfähigkeit überprüfen zu lassen.

Erst im Sommer gab es im Sauerland einen ähnlichen Fall: In Olpe hatten Unbekannte einen stationären Blitzer „geköpft“ und waren dann abgehauen. Eine besondere Beziehung zu Blitzern hatte auch ein 23-Jähriger aus Engelskirchen: Er machte sich einen Witz daraus, mit einem unterschlagenen Leihwagen viel zu schnell an einem Blitzer vorbeizufahren und Grimassen zu schneiden. Durch einen Zufall kam die Polizei dem jungen Mann jetzt auf die Schliche.

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