Hubschrauber im Einsatz

Junge (11) auf Radtour zum BVB-Stadion vermisst: Große Suche nimmt überraschendes Ende

Auf einer Radtour zum Westfalenstadion (Signal-Iduna-Park) in Dortmund verschwand ein Elfjähriger. Eine große Vermisstensuche nahm ein überraschendes Happy End.
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Auf einer Radtour zum Westfalenstadion (Signal-Iduna-Park) in Dortmund verschwand ein Elfjähriger. Eine große Vermisstensuche nahm ein überraschendes Happy End. (Symbolfoto)

Es sollte ein schöner Ausflug werden, wurde aber zeitweise zum Horror-Trip: Auf der Radtour einer Jugendgruppe vom Sauerland zum Westfalenstadion (Signa-Iduna-Park) in Dortmund verschwand ein elfjähriger Junge. Die Polizei startete eine große Suchaktion - bis die Geschichte ein überraschendes Happy End hatte.

  • Die Radtour einer Jugendgruppe zum Westfalenstadion in Dortmund endete in einer großen Vermisstensuche.
  • Ein elfjähriger Junge war auf dem Weg von Arnsberg zum BVB-Stadion verschwunden.
  • Die Geschichte nahm ein überraschendes Ende.

Arnsberg/Dortmund - Dieser Sonntags-Ausflug ins Ruhrgebiet wird einer Jugendgruppe aus Arnsberg-Oeventrop (NRW) und ihrem Betreuer wohl für immer im Gedächtnis bleiben. 

Die mehrköpfige Gruppe von Kindern zwischen 11 und 13 Jahren wollte am Sonntagnachmittag gemeinsam mit ihrer Aufsichtsperson mit dem Fahrrad vom Sauerland aus über den Ruhrtalradweg bis nach Dortmund fahren. Ihr Ziel: das Westfalenstadion (Signal-Iduna-Park), Heimspielstätte des Fußball-Bundesligisten Borussia Dortmund, wo der BVB am Freitagabend noch mit 5:1 gegen den 1. FC Köln gewonnen hatte

Westfalenstadion: Panne unterbricht Radtour nach Dortmund

Der Ausflug startete bei angenehmem Wetter ohne Komplikationen, bis einer der Teilnehmer eine Panne hatte und die Gruppe eine Zwangspause einlegen musste. Das bekam ein elfjähriger Junge aber offenbar nicht mit und fuhr munter weiter, wie die Polizei auf Nachfrage erklärte. 

Weil seine Mitfahrer und ihr Betreuer den Jungen aber nicht wiederfanden, meldeten sie sich umgehend bei der Polizei. Die konnte nicht ausschließen, dass der Elfjährige auf dem weiteren Weg Richtung Westfalenstadion in Dortmund möglicherweise in Gefahr war und setzte eine große Suchaktion in Gang. Mehrere beteiligte Polizeibehörden (HSK, Kreis Soest, Kreis Unna) suchten entlang des Ruhrtalradwegs zwischen Neheim, Wickede und Fröndenberg nach dem Jungen, auch ein Hubschrauber kam dabei zum Einsatz. 

Für alle Beteiligten folgten bange Stunden des Wartens, denn bis zum Abend hatte die groß angelegte Suche keinen Erfolg - der Elfjährige blieb verschwunden. 

Westfalenstadion: Vermisstensuche nimmt überraschendes Ende

Dabei befand er sich nie wirklich in Gefahr, wie sich später herausstellte, als die Geschichte ein überraschendes Happy End bekam: Gegen 21 Uhr tauchte der Junge wieder in seinem Heimatort Oeventrop auf - mit dem Zug. Er war nach Angaben der Polizei tatsächlich bis zum Westfalenstadion in Dortmund weitergefahren - offenbar unbeeindruckt davon, dass die Gruppe, mit der er unterwegs war, plötzlich verschwunden war. 

Und auch um seine Rückreise kümmerte sich der gewitzte Elfjährige selbstständig: Am Signal-Iduna-Park stieg er in den Dortmund-Sauerland-Express. Im Zug in Richtung Sauerland fand er laut Polizei eine hilfsbereite Gruppe, die ihn mit ihrem Gruppenticket zurück nach Oeventrop nahm. Dort sorgte er bei seiner Rückkehr für große Erleichterung bei allen Beteiligten - die diese Geschichte wohl niemals vergessen werden. 

Eine weitere Vermisstensuche im Raum Dortmund dauerte deutlich länger: Ein sechsjähriges Mädchen aus Lünen war fünf Tage lang vermisst, bis die erlösende Nachricht kam, dass es wieder aufgetaucht ist.

Quelle: wa.de

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