NRW will keine Wachpolizei - Jäger: "brauchen Profis, keine Amateure"

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NRW-Innenminister Ralf Jäger (SPD)

Düsseldorf - Nordrhein-Westfalen will im Kampf gegen die steigende Zahl von Wohnungseinbrüchen keine Wachpolizisten zur Unterstützung der regulären Polizei einsetzen. "Polizeiarbeit braucht Profis und keine Amateure", sagte NRW-Innenminister Ralf Jäger (SPD).

In Nordrhein-Westfalen werde es deshalb keine uniformierten und bewaffneten Polizisten zweiter Klasse geben. Jäger reagierte damit auf einen Vorstoß von Bundesinnenminister Thomas de Maizière. Der CDU-Politiker hatte die in einzelnen Bundesländern bereits eingesetzte Wachpolizei als "zukunftsweisendes Modell" gelobt. 

Sie könnte in besonders belasteten Vierteln eingesetzt werden, sagte er der "Rheinischen Post" (Donnerstag). Dagegen betonte Jäger: "Der Polizeiberuf erfordert Professionalität, Verantwortungsbewusstsein und Fingerspitzengefühl." Diese Eigenschaften könnten nicht im Schnelldurchlauf vermittelt werden, sagte Jäger nach Ministeriumsangaben am Rande der Innenministerkonferenz im saarländischen Perl-Nennig. 

Die Gewerkschaft der Polizei (GdP) in NRW schloss sich Jägers Einschätzung an. "Kriminalitätsbekämpfung ist die Aufgabe von Profis", sagte der GdP-Landesvorsitzende Arnold Plickert laut einer Mitteilung. Er nannte es dreist, den Bürgern "vorzugaukeln", Einsatzkräfte mit kurzer Ausbildung könnten sie genauso schützen wie voll ausgebildete Polizisten. - dpa

Quelle: wa.de

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