Wintereinbruch im Hochsauerlandkreis / B 236 seit 21.30 Uhr wieder freigegeben

Verkehrskollaps bei Winterberg: Lkw voller Bier auf Schnee in Graben geraten

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Auf der B 236 zwischen Winterberg und Hallenberg geht seit Stunden nichts mehr.

[Update 21.43 Uhr] Winterberg/Züschen - Der Winter ist da! Im Sauerland ist der erste Schnee gefallen - und hat massive Verkehrsprobleme mitgebracht. Von 14 bis 20.30 Uhr registrierte die Leitstelle der Kreispolizeibehörde Hochsauerlandkreis in den Höhenlagen insgesamt zwölf sogenannte witterungsbedingt Unfälle, bei denen es immer bei Sachschaden blieb. Einer stach heraus: auf der B 236 zwischen Züschen und Hallenberg. Hier rutschte bereits um 14.11 Uhr ein mit 24 Tonnen Bier beladener Sattelzug in den Graben und sorgte für Chaos pur bis nach Winterberg. Seit 21.30 Uhr ist die Straße endlich wieder frei.

Der Fahrer des 40-Tonners einer Spedition aus Minden verlor die Kontrolle über das Fahrzeug, das in Fahrtrichtung Hallenberg etwa drei Kilometer hinter Züschen auf der zugeschneiten und daher entsprechend glatten Nuhnetalstraße (B 236) nach links in den Graben rutschte. Das Fahrzeug legte sich quasi schräg an den dortigen Hang an.

Zwar blieb der Fahrer unverletzt - doch für den Verkehr bedeutete das den völligen Infarkt: Die Straße musste gesperrt und der Lkw tatsächlich per Hand abgeladen werden. Mit Hilfe der Freiwilligen Feuerwehr Hallenberg wurde das Bier auf einen anderen Lastwagen umgeladen.

Rund um Winterberg - wie hier in Züschen - ist der erste Schnee gefallen.

Ein Abschleppwagen bzw. ein Spezialkran musste sich mühsam zur Unfallstelle vorkämpfen und führte dann endlich die Bergung des Lkw durch. Erst nach fast sieben Stunden war die Unfallstelle geräumt, der Stau nahm allmählich ab.

Wer drehen und sich eine alternative Route suchen konnte, hatte zumindest halbwegs Glück im Unglück. Wer unmittelbar hinter der Unfallstelle stand, musste hoffen, dass er diese irgendwann passieren konnte. Oder aber zumindest eine Decke, genug Sprit und hoffentlich etwas zu Essen und Trinken im Auto hatte...

Auch in Hallenberg hat der Winter Einzug gehalten.

Der Stau begann bereits zwischen Winterberg und Züschen - wer nicht spätestens bis 18.30 Uhr Lokalradio gehört hatte, fuhr sprichwörtlich in sein Verderben, weil er spätestens in der zweiten Baustelle mit einspuriger Verkehrsführung samt Ampelschaltung im Stau steckte.

Dass etliche Kilometer weiter die Straße komplett gesperrt war, erfuhr in diesem Bereich nämlich auch Stunden nach dem Unfall offenbar niemand.

So ist die aktuelle Verkehrslage vor Ort

HSK-Polizeisprecher Holger Glaremin hatte am Dienstagmittag im Gespräch mit unserer Redaktion gewarnt: "In den Höhenlagen ist überall mit Verkehrsproblemen zu rechnen." 

Die Kreispolizeibehörde hatte am Nachmittag auf ihrem Twitter-Kanal auf den Wintereinbruch aufmerksam gemacht und an die Autofahrer im Sauerland appelliert: "Fahrt vorsichtig und denkt an die richtige Bereifung!", heißt es dort.

Quelle: wa.de

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