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„TV total Wok-WM“ 2022: Die Gewinner vom Eiskanal - neuer Rekord

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Von: Claudia Metten

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Die „TV total Wok-WM“ ist zurück. Zahlreiche Promis stürzten sich in Asia-Kochtöpfen den Eiskanal in Winterberg hinunter. Und am Ende gab es einen neuen Rekord.

Winterberg (NRW) - Adrenalin, Nervenkitzel, Anspannung und natürlich jede Menge Spaß und Action. Das Comeback der Wok-WM am Samstagabend (12. November 2022), live übertragen von ProSieben, war ein Spektakel der Extraklasse. Getreu dem Motto „WOK is coming home“ fand in Winterberg zum vierten Mal in der Veltins-Eisarena das schnelle Abenteuer auf den runden Schüsseln statt.

StadtWinterberg
LandkreisHochsauerlandkreis
Einwohner12.427

„TV total Wok-WM“ 2022: Höllenritt im Eiskanal und ein neuer Rekord

„Jeder kann Glück haben. Doch wenn man kippt, ist alles vorbei“, verkündete Joey Kelly kurz vor seiner großen Abfahrt. „Der Bessere wird gewinnen. Wir waren den ganzen Tag hier vor Ort und haben trainiert, sobald die Bahn frei war.“

Neben dem Team Irland mit Joey Kelly und seinen Söhnen gingen noch weitere zehn Nationen im Einzelfahren und Viererteam an den Start. Für alle hieß es: Ruhe bewahren, sich konzentrieren, die Augen schließen und in Gedanken die 1.609 Meter lange Kunsteisbahn in Winterberg abfahren. Insgesamt galt es 110 Höhenmeter zu bewältigen, und das mit einem Wok. Für die Promis stand höchste Konzentration, Fingerspitzengefühl sowie jede Menge Kampfgeist im Raum.

Bachelor Paul Jahnke sagte vor seiner Abfahrt: „Ich habe schon sehr viele Formate von Stefan Raab mitgemacht. Ich mag solche sportlichen Events, bin ehrgeizig und liebe Herausforderungen.“    

„TV total Wok-WM“ 2022: „Wenn man am Ziel ankommt, ist man total glücklich.“

Doch nicht alle waren so ruhig und besonnen. Es roch nach Angst und Schweiß, nach Aufregung und Energie. Insgesamt 5.000 Zuschauer standen in den Startlöchern, warteten voller Inbrunst darauf, dass ihre Stars den Eiskanal hinuntersausen. Die Stimmung kochte und das Bier floss, denn TV-Urgestein Elton heizte den Fans so richtig ein.

Lucas Cordalis, der für Griechenland ins Rennen ging, sagte zu Beginn nur: „Ich bin in einem Tunnel, mir geht der Allerwerteste auf Grundeis. Wenn man dann aber am Ziel ankommt, ist man total glücklich.“

„TV total Wok-WM“ 2022 in Winterberg
Mit bis zu über 100 Kilometern pro Stunde rasten die Promis die Eisbahn hinab. © Claudia Metten

Doch bis dahin war noch ein weiter Weg. Ein Höllenritt mit Geschwindigkeiten von bis zu über 100 Kilometer pro Stunde stand den WOK-Teams bevor. Langsamer als beim Bobfahren, doch auch mit dem WOK hieß es 15 Kurven zu bewältigen. Anfangs relativ entspannt, aber dann ab Kurve neun ging das Tempo steil nach oben. Die Zuschauer waren begeistert, sahen ihre Favoriten wie Blitze an sich vorbeischießen. Die Stimmung kochte immer weiter hoch. 

Eins war klar, die Wok-WM war nichts für schwache Nerven. Den Teilnehmern wurde alles abverlangt. Kondition, Muskelkraft, Mut und Ausdauer waren dabei genauso gefragt, wie Teamgeist, denn die Bahn war schnell und präpariert. Hackl Schorsch (Georg Hackl, ehemaliger Rennrodler) sagte nur: „Ich möchte meine vom Leistungssport gebeutelten Knochen schonen.“

Doch den Promis nützte das gar nichts. Sie mussten sich der Herausforderung stellen und ihr Bestes geben. Mutig stürzten sie sich den Eiskanal hinunter, stießen an den Banden an, holten sich blaue Flecken und Blessuren. Doch allen stand der Spaß ins Gesicht geschrieben.

„TV total Wok-WM“ 2022: Das sind die Gewinner

Die lebende Legende Joey Kelly sagte nach der erfolgreichen Fahrt zum Weltmeistertitel im Einzel nur ganz trocken: „Ich freue mich sehr, es läuft.“ Und es lief beim TV-Urgestein: Joey Kelly gewann im Einer-Wok und holte sich seine fünfte Goldmedaille. Damit zog er mit Event-Erfinder Stefan Raab gleich. Lucas Cordalis wurde zweiter und Youtuberin Jolina Mennen dritte.

Die „TV total Wok-WM“ auf ProSieben

Stefan Raabs Erfindung, die „TV total Wok-WM“, lief erfolgreich von 2003 bis 2015. Sie wurde immer live auf ProSieben übertragen. Das Konzept ist schnell erklärt: Prominente rodeln auf einem Wok eine Eisbahn hinunter. Und damit ist tatsächlich ein modifizierter asiatischer Wok gemeint, also ein Kochtopf. Stefan Raab war beim Comenback der „Wok-WM“ nicht dabei.

Genauso energiegeladen und selbstbewusst ging auch Bobweltmeister Francesco Friedrich mit seinem Team an den Start. Für ihn hieß es nur: „Wir fahren volles Risiko, Sicherheit gibt’s hier nicht. Ich kenne die Strecke im Schlaf, bin alle Details durchgegangen. Wir fahren voll auf Angriff.“

Und das hatte sich am Ende gelohnt. Unter einem riesengroßen Applaus fuhren die drei Olympiasiegern Johannes Ludwig (Rennrodeln), Francesco Friedrich (Bob) und Evi Sachenbacher-Stehle (Langlauf) sowie Schauspieler Felix von Jascheroff ins Ziel - und holte sich den Sieg im Vierer-Wok. Dabei stellten sie sogar einen neuen Rekord auf: Nie zuvor raste ein Viererteam schneller die Eisbahn hinab.

Platz zwei belegte Ex-Handballprofi Pascal Hens, Volleyballspielerin Kira Walkenhorst, Ex-Skispringer Sven Hannawald und Ex-Speerwerferin Christina Obergföll, Platz drei ging an Zweierbob-Olympiasiegerin Laura Nolte, Ex-Bobsportler Kevin Kuske, „Heavytones“-Posaunist Max von Einem und „Heavytones“-Trompeter Lorenzo Ludemann.

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