Zurück in Düsseldorf - Tote Hosen rocken ihre Heimatstadt

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Heimspiel: Die Toten Hosen in Düsseldorf.

Düsseldorf - Die Toten Hosen in Düsseldorf - das ist praktisch ein Selbstläufer. Konzerte der Punkrocker in ihrer Heimatstadt zum Jahresende haben Kultstatus.

Auch beim 63. Heimspiel wird der Mannschaft der Sieg nicht einfach so geschenkt. Das gilt auch für die Toten Hosen. Seit Wochen tourt die Rockband mit ihrer "Laune der Natour"-Tournee erfolgreich durch Hallen und Stadien der Republik.

Am Samstagabend aber gaben Campino, Andi, Breiti, Kuddel und Vom in ihrer Heimatstadt Düsseldorf beim letzten Konzert in diesem Jahr in zweieinhalb Stunden noch einmal alles. Aus mehr als 10.000 Kehlen schallen der Band zum Dank die Texte ihrer Hits von "Hier kommt Alex" bis zu "Tage wie diese" oder "Wannsee" entgegen.

Campino von den Toten Hosen beim Auftritt in Düsseldorf.

Im ISS Dome, wo sonst das Düsseldorfer Eishockeyteam DEG spielt, wog eine fahnenschwingende und Pogo tanzende Menge. Das zweite ausverkaufte Konzert in Düsseldorf binnen zwei Tagen wird zum Selbstläufer, nachdem Campino das Publikum auf Temperatur gebracht hat. "Das wird jetzt richtig anstrengend für Euch!"

Tour in ausverkauften Stadien

Für die Toten Hosen geht ein weiteres erfolgreiches Jahr zu Ende. Düsseldorf sei der "letzte Abend einer langen Tour, die uns extrem viel Spaß gemacht hat", ruft Campino. Dabei ist eigentlich erst Halbzeit. Die Punkrocker setzen ihre Tournee ab Mai 2018 so fort, wie sie Samstag vorerst endet: in ausverkauften Stadien.

300.000 Tickets wurden für die Hallenkonzerte 2017 in Rekordzeit verkauft. Für die Open-Air-Auftritte 2018 waren es Ende November bereits über 200.000. Authentisch bleiben, alles geben, Generationen und Gegensätze zusammenbringen - das hat den Toten Hosen in 35 Jahren Kultstatus eingebracht hat. Sogar in Köln, beim alten Rheinrivalen sozusagen, wo die Band Anfang Dezember spielte.

Rappelvolle Hütte beim Konzert der Toten Hosen in Köln

Zum "Altbierlied" rocken zwei in die Jahre gekommene Fans mit dem 55-jährigen Campino auf der Bühne, während Schüler im Publikum den Song von der "längsten Theke der Welt" textsicher mitsingen. Die Düsseldorfer Karnevalshymne gehört zum Klassenfahrt-Repertoire.

Von der "Saufband" zum Generationenprojekt

Die Toten Hosen haben aber auch keine Angst mehr vor klassischer Musik, seit sie in einem preisgekrönten Projekt zusammen mit dem Sinfonieorchester der Robert Schumann Musikhochschule Werke spielten, die von den Nazis als "entartet" verfemt wurden.

Vier Streicher und eine Pianistin unterstützen die Band nun auf der Bühne. Sie spielen nicht nur ein paar Takte von Mozarts "Kleiner Nachtmusik", sondern rocken mit Cello, Bratsche und Geige auch "Highway to Hell" von AC/DC. "Wer hätte gedacht, dass mal echte Musiker bei den Hosen auf der Bühne stehen?", ruft Campino.

Aus der "Saufband", wie Campino sie nennt, ist ein Generationenprojekt geworden. Mainstream wird den Hosen bisweilen vorgeworfen - auch mit einigen Songs ihres neuen Albums "Laune der Natur". Auf der Bühne aber beweisen sie: Auch mit weit über 50 haben sie den Punk immer noch im Blut. - dpa

Quelle: wa.de

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