Weiterhin nur ein Fahrstreifen frei

Unfall in Werne am Stauende auf der A1: Schwerstverletzter (23) ausgeflogen 

[Update 16.50 Uhr] Werne - Auf der A1 in Höhe der Anschlussstelle Hamm-Bockum/Werne hat sich am Donnerstagvormittag im Rückstau eines vorangegangenen Alleinunfalls ein weiterer, wesentlich dramatischerer Unfall mit zwei Lkw und einem Kleintransporter ereignet. Dabei wurde nach Angaben der Freiwilligen Feuerwehr Werne der Fahrer des Kleintransporters aus Wuppertal (23) schwerst verletzt. Ein Intensiv-Rettungshubschrauber aus Dortmund flog ihn in die Unfallklinik nach Dortmund. Seit 14.30 Uhr ist ein Fahrstreifen wieder frei. Der zweite Fahrstreifen ist immer noch gesperrt.

Die Polizei rät Verkehrsteilnehmern dringend dazu, die A1 in Richtung Süden bereits am Kreuz Münster-Süd auf die A43 zu verlassen.

Ersten Erkenntnissen zufolge war ein Lkw, an dessen Steuer ein 23-jähriger Mann aus Hagen saß, in Höhe der Abfahrt nahezu ungebremst auf ein Staueende aufgefahren. Er prallte in einen Lieferwagen, der auf der rechten Spur hinter einem weiteren Lkw aus Litauen stand. 

Dessen Fahrer (48) blieb unverletzt, der Lkw-Fahrer aus Hagen wurde ebenfalls schwer verletzt. Ein Rettungswagen brachte ihn in ein Krankenhaus. Der Lieferwagen wurde von dem Aufprall massiv zusammenschoben, die Rettungskräfte brauchten mehr als eine Stunde, um den Fahrer zu bergen.  

Entgegen ersten Meldungen lag diese Unfallstelle nicht im Bereich des Parkplatzes Fuchseggen zwischen Hamm-Bockum/Werne und Hamm/Bergkamen, sondern deutlich weiter nördlich im unmittelbaren Bereich der Anschlussstelle Hamm-Bockum/Werne.

Was war passiert?

Um 10 Uhr war der Löschzug 1 der Freiwilligen Feuerwehr Werne zu einem Unfall 1500 Meter vor der Ausfahrt Hamm/Bergkamen alarmiert worden. Hier war ein Pkw aus ungeklärter Ursache von der linken Fahrspur über die rechte Fahrbahn in die rechte Leitplanke geschleudert, zwei Personen wurden leicht verletzt. Für die Zeit der Unfallaufnahme wurde die rechte Fahrspur für etwa 20 Minuten gesperrt. 

Dieses Fahrzeug aus den Niederlanden prallte in die Leitplanke, daraus ergab sich der Rückstau.

Bereits während die ersten Fahrzeuge des Löschzuges 1 aus Werne die Einsatzstelle in Richtung Gerätehaus verlassen hatten, wurde der Einsatzleiter durch die Leitstelle über einen weiteren Unfall im Rückstau auf der A1 in Höhe der Auffahrt Hamm-Bockum/Werne ebenfalls in Fahrtrichtung Köln informiert. 

Aufgrund der Einsatzmeldung, dass sich eine eingeklemmte Person noch im Unfallfahrzeug befinden würde, wurden zusätzlich die Berufsfeuerwehr Hamm sowie ein Löschzug der Freiwilligen Feuerwehr Hamm aus Sandbochum zum Einsatzort alarmiert. 

Die zuerst eintreffenden Kräfte aus Werne führten eine erste Erkundung durch: Ein Lkw hatte einen Kleintransporter auf das Stauende und damit auf einen weiteren Lastwagen geschoben. Eine schwerstverletzte Person, die massiv in ihrem Fahrzeug eingeklemmt war, wurde bei Eintreffen der Kräfte bereits durch den Rettungsdienst betreut. 

Die Kräfte des Rüstwagens bauten laut Pressemitteilung eine Geräteablage für die Hydraulischen Rettungsgeräte sowie die weiteren benötigten Werkzeuge auf. Der Rüstzug der Berufsfeuerwehr Hamm begann in Absprache mit dem Werner Einsatzleiter parallel von der anderen stark verformten Seite des Kleintransporters mit dem hydraulischen Rettungsgerät die Arbeiten, um den schwerst eingeklemmten Fahrer zu befreien. 

Ein Intensiv-Rettungshubschrauber aus Dortmund flog ihn in die Unfallklinik nach Dortmund.

Der eintreffende Leiter des Rettungsdienstes organisierte die unterschiedlichen Rettungsmittel, mit denen die leicht verletzten Unfallbeteiligten und ein unter Schock stehender Ersthelfer bzw. Zeugen in umliegende Krankenhäuser transportiert wurden. 

"Nach circa einer Stunde konnte die eingeklemmte Person an den Rettungsdienst übergeben werden. Es waren 15 Einsatzkräfte der Freiwilligen Feuerwehr Werne mit vier Fahrzeugen im Einsatz. Von der Feuerwehr Hamm waren 25 Kräfte und vier Fahrzeuge an der Einsatzstelle. Des Weiteren waren drei RTW der Berufsfeuerwehr Hamm und Lünen sowie zwei Notärzte im Einsatz."

Quelle: wa.de

Rubriklistenbild: © Zimmermann

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