Zweite Abmahnung: Für die Eurobahn wird es ernst

Die Eurobahn wurde zum zweiten Mal vom Zweckverband Nahverkehr Westfalen-Lippe abgemahnt

Unna/Münster - Für das Eisenbahnunternehmen Keolis, das unter der Marke „Eurobahn“ zahlreiche Zuglinien im Schienen-Nahverkehr in Westfalen betreibt, läuft es derzeit nicht besonders gut. Am Donnerstag gab es bereits die zweite Abmahnung vom Zweckverband Nahverkehr Westfalen-Lippe.

Viele Ausfälle und Unpünktlichkeit hinterlassen zermürbte Fahrgäste. Neuen Zügen, die zum Fahrplanwechsel am Sonntag eigentlich hätten für Entspannung sorgen sollen, fehlt bisher die Zulassung vom Eisenbahnbundesamt. 

Und als Quittung für die schlechte Leistungsbilanz kam am Donnerstag die bereits zweite Abmahnung vom Zweckverband Nahverkehr Westfalen-Lippe (NWL), der für die Organisation des Personennahverkehrs auf der westfälischen Schiene zuständig ist. 

Allgemeines Organisationsversagen

Die Abmahnung wurde diesmal nicht allein auf bestimmte Linien beschränkt, sondern wurde wegen allgemeinen Organisationsversagens ausgesprochen. Die NWL-Verbandsversammlung beschloss zudem, der Eurobahn einen sogenannten Auditor an die Seite zu stellen, der für den NWL die Zustände im Unternehmen durchleuchten und nach Möglichkeit verbessern soll. 

Falls sich Keolis darauf nicht einlasse, seien weitere Sanktionen nicht ausgeschlossen, so NWL-Sprecher Uli Beele gegenüber unserer Redaktion. Teilweise mussten sich die Vertreter der Eurobahn in der gestrigen Versammlung in Unna harsche Worte von den Vertretern aus Stadt und Land anhören.

Petition von Schüler übergeben

Immerhin kann die Eurobahn wieder durchgängig von Dortmund nach Münster fahren. Schäden an der Strecke, die zuvor zur Sperrung eines Abschnitts bei Werne geführt hatten, sind zumindest teilweise behoben. Gänzlich beseitigt sind sie nicht. 

Alle Infos zu den Schäden auf der Strecke zwischen Dortmund und Münster

Joshua Tolksdorf (16), Schüler und Bahnpendler aus Werne, übergab gestern seine Petition „Die Eurobahn muss pünktlicher werden!“ an Eurobahn und NWL. Tolksdorf hatte für seine Aktion 1300 Unterstützer im Internet gefunden. - LK/lnw

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Quelle: wa.de

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