Corona-Maßnahme

2G-Regel in NRW: Kommt strenge Corona-Maßnahme? Es gibt eine klare Tendenz

Die 2G-Regel gilt schon in vielen Bundesländern. Kommt die für Ungeimpfte harte Corona-Maßnahme jetzt auch in Nordrhein-Westfalen? Es gibt eine klare Tendenz.

Hamm - Im Kampf gegen die Corona-Krise gelten Impfungen als Heilsbringer. Allerdings will sich nicht jeder impfen lassen. Auch in Nordrhein-Westfalen stagniert die Impfkampagne, es gibt nach wie vor zahlreiche Umgeimpfte. Wer keinen Pieks möchte, hat in zahlreichen Bundesländern jedoch Probleme, einfache Freiheiten zu genießen. Denn wegen der 2G-Regel, wonach nur noch Geimpfte und Genesene Vorzüge erhalten, reicht ein Corona-Test nicht mehr aus. Dass diese Maßnahme bald auch in NRW umgesetzt wird, ist aber unwahrscheinlich. (News zum Coronavirus)

BundeslandNordrhein-Westfalen
Bevölkerung17,93 Millionen (2019)
Fläche34.098 km²

2G-Regel in NRW: Kommt strenge Corona-Maßnahme? Es gibt eine klare Tendenz

Die Einführung einer 2G-Regel kommt bei der Bekämpfung der Corona-Pandemie einer Impfpflicht nahe. Schließlich werden Ungeimpfte dazu gedrängt, sich eine Impfung abzuholen, damit sie etwa ins Restaurant, Kino oder Theater gehen können. NRW-Familienminister Joachim Stamp (FDP) kann sich aus diesem Grund nicht mit der 2G-Regel anfreunden. „Ich bin dafür, Menschen zu überzeugen statt sie zu zwingen“, erklärte Stamp im Interview mit dem WDR und wies noch einmal darauf hin, dass es laut Experten alle Umgeimpften „über kurz oder lang erwischen wird“ mit einer Corona-Infektion.

Es soll laut dem stellvertretenden NRW-Ministerpräsidenten keine Impfpflicht geben. Vielmehr hofft Stamp, dass sich NRW nach dänischem Vorbild schon bald ganz von den Corona-Regeln lossagen kann. Vorerst soll in Nordrhein-Westfalen aber die 3G-Regel bestehen bleiben. Danach genießen auch Getestete bestimmte Vorzüge. Ungeimpfte haben die Möglichkeit, mittels eines Corona-Tests die gleichen Freiheiten zu genießen wie Geimpfte und Genesene. Die Maßnahme gilt bereits seit mehreren Wochen und hat in NRW mit dazu beigetragen, sich von der Inzidenz als Richtwert zu lösen.

Seitdem gab es immer wieder vereinzelte Versuche, die 2G-Regel in Nordrhein-Westfalen zu etablieren. Zum Beispiel wurde bei einer privaten Veranstaltung in Münster nur Geimpften und Genesenen Zutritt gewährt. Trotz der 2G-Regel haben sich bei der Party in Münster 72 Menschen nachweislich mit dem Coronavirus infiziert.

2G-Regel in NRW unwahrscheinlich - Berlin und Hamburg setzen auf 2G-Option

Aktuell sieht es also danach aus, dass die 2G-Regel in NRW nicht eingeführt wird. Allerdings gibt es zahlreiche Bundesländer um Berlin und Hamburg, in denen das ganz anders aussieht. Mittlerweile gewähren acht Bundesländer in Deutschland nur noch Geimpften und Genesenen in bestimmten Bereichen Zutritt. Wie streng die Corona-Regeln ausgelegt werden, ist jedoch ganz unterschiedlich.

In Berlin und Hamburg gibt es etwa Erleichterungen für Betriebe und Veranstalter, wenn diese ausschließlich Geimpfte und Genesene hereinlassen. Überall wo eine 2G-Regelung umgesetzt wird, entfällt dann die Maskenpflicht oder der verbindliche Mindestabstand. Das bedeutet zum Beispiel, dass Gastronomien wieder mehr Besucher zulassen können. In Rheinland-Pfalz und Badem-Württemberg soll es härtere Einschnitte geben, sofern die sogenannte Hospitalisierungs-Inzidenz einen bestimmten Richtwert überschreitet.

2G-Regel in Deutschland: Diese Bundesländer haben die Corona-Maßnahme eingeführt

  • Baden-Württemberg
  • Berlin
  • Hamburg
  • Hessen
  • Niedersachsen
  • Rheinland-Pfalz
  • Sachsen
  • Sachsen-Anhalt

Rubriklistenbild: © Arne Dedert/dpa

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