Nach jahrelanger Debatte

AfD einigt sich wohl auf Rentenkonzept: Extremer Flügel um Höcke setzt sich in wichtigem Punkt durch

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Die Vorstellungen Björn Höckes scheinen sich in Sachen Rentenkonzept durchzusetzen. 

Die AfD hat offenbar ein Rentenkonzept erarbeit. Laut diesem soll die Anzahl der Beamten rapide gesunken werden. Zudem soll es einen Bonus für deutsche Kinder geben.

  • Nach jahrelangen Diskussionen hat sich die AfD offenbar auf ein Rentenkonzept geeinigt
  • Die Partei will die Anzahl der Beamten reduzieren.
  • Zudem soll es einen Bonus für deutsche Kinder geben.

München - Über Jahre hinweg begleitet die AfD die anhaltende Debatte um ein Rentenkonzept. Nun hat sich die Partei offenbar geeinigt. Nach Informationen des ARD-Haupstadtstudios steht die grundsätzliche inhaltliche Ausrichtung der Partei fest.

AfD: Neues Rentenkonzept - Partei will weniger Beamte 

Demnach plant die AfD eine immense Reduzierung der Beamtenstellen in Deutschland. Beamtenpensionen soll es nur noch für höhere Dienste wie zum Beispiel Justiz, Polizei oder Bundeswehr geben. Lehrer hingegen sollen gar nicht mehr verbeamtet werden. 

Darüber hinaus soll das Renteneintrittsalter flexibler gestaltet werden, kurzum soll man mehr Rente bekommen, je länger man arbeitet. Zudem arbeite die AfD an einem Konzept, durch das nach Parteivorstellungen die Geburtenrate erhöht werden kann. Familien sollen pro Kind 20.000 Euro Beiträge der Eltern zur Rentenversicherung aus Steuermitteln erstattet bekommen, ohne dass die Rentenansprüche dadurch minimiert werden würden.

AfD: Extremer Flügel um Höcke plant Staatsbürgerschaftsaufschlag für deutsche Kinder

Es deutet aktuell auch viel darauf hin, dass sich ein Vorschlag Björn Höckes* durchsetzt, der einen sogenannten Staatsbürgerschaftsaufschlag für deutsche Kinder beinhaltet. Nach dieser von der thüringischen Landtagsfraktion unter maßgeblichen Einfluss Höckes verfassten Anregung erhält jedes deutsche Kind bis zum 18. Lebensjahr 100 Euro monatlich. Diese Zuwendung soll auf eine Spardebot eingezahlt werden. 

Die Ideen des extremen Flügels der Partei um Höcke scheinen sich insgesamt zu behaupten. Parteichef Jörg Meuthen hatte eigentlich angestoßen, die gesetzliche Rentenversicherung durch eine steuerfinanzierte Alterssicherung zu ersetzen und nicht etwa wie Höcke auszubauen. 

Das Konzept soll eigentlich Ende April im baden-württembergischen Offenburg verabschiedet werden, wo der Parteitag zum Thema Soziales und Rente über die Bühne gehen soll. Noch ist allerdings völlig unklar, ob die Veranstaltung überhaupt stattfinden kann. Wegen des grassierenden Coronavirus* steht eine Absage im Raum. Die AfD, die sich aktuell über einen ARD-Kommentar zur Flüchtlingslage beschwert, würde damit weiterhin ohne Rentenkonzept da stehen. Zunehmend eng wird es für die Partei auch vonseiten des Verfassungsschutzes. Sowohl der AfD-nahe „Flügel“ als auch die Jugendorganisation „Junge Alternative“ werden nun offiziell als rechtsextrem eingestuft und beobachtet.

*merkur.de ist Teil des bundesweiten Ippen-Digital-Redaktionsnetzwerks

as

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