Steinmeier verzichtet auf Parteivorsitz

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Frank-Walter Steinmeier

Berlin - SPD-Kanzlerkandidat Frank-Walter Steinmeier verzichtet auf den Anspruch, das Amt des Parteivorsitzenden zu übernehmen.

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Bei der SPD-Fraktionssitzung in Berlin erklärte Steinmeier am Dienstag nach Informationen der Deutschen Presse- Agentur dpa, Partei- und Fraktionsvorsitz sollten auf “mehrere Schultern“ verteilt werden. Dieser Vorschlag komme von ihm, betonte der 53-jährige designierte Fraktionschef. Er habe nach der Wahl am Sonntag überlegt, ob er sich aus der Verantwortung stehlen oder weiter dabei mithelfen solle, die SPD wieder voranzubringen. Er habe sich für das Letztere entschieden.

Nach Informationen von “Bild.de“ soll aller Voraussicht nach der bisherige Umweltminister Sigmar Gabriel Nachfolger von Parteichef Franz Müntefering werden. Die Parteilinke Andrea Nahles solle als Nachfolgerin von Hubertus Heil neue Generalsekretärin werden.

Auch Steinbrück stellt Amt zur Verfügung

Auch der stellvertretende SPD-Vorsitzende Peer Steinbrück stellt offenbar sein Amt zur Verfügung und verzichtet auf alle Ämter in der neu gewählten Bundestagsfraktion. Der amtierende Bundesfinanzminister sagte am Dienstag am Rande der ersten Fraktionssitzung, er verabschiede sich damit aus der “ersten und zweiten Reihe“ der Bundespolitik und mache Platz für Nachwuchskräfte. Sein Bundestagsmandat wolle er jedoch behalten, eine neue berufliche Aufgabe in der Wirtschaft habe er nicht.

Der SPD-Vorsitzende Franz Müntefering hat seine Absicht bekräftigt, auf dem Parteitag Mitte November in Dresden sein Amt aufzugeben. Bis dahin wolle er noch den Übergang organisieren, sagte Müntefering laut Teilnehmern am Dienstag vor der SPD- Bundestagsfraktion. Die Entscheidung über seinen Nachfolger und die Zusammensetzung der künftigen engste Parteispitze werde zügig vorbereitet.

ap/dpa/mm

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