Er arbeitete an Grundschule

Terrorverdächtiger in Berlin festgenommen: Er war offenbar bekannter islamistischer Gefährder

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Eine Spezialeinheit der Polizei im Einsatz (Symbolfoto).

Die Bundespolizei hat in Berlin einen Mann festgenommen - er soll seit Januar Terroranschläge vorbereitet haben, um „möglichst viele Menschen zu töten“. 

  • Die Polizei in Berlin hat einen Mann wegen Terrorverdachts festgenommen.
  • Der 26-jährige Syrer soll sich über den Bau von Bomben informiert haben.
  • Es soll sich bei dem Mann um einen bekannten islamistischen Gefährder handeln.

Update von 20.29 Uhr: Bei dem 26-jährigen Syrer, den die Polizei in Berlin wegen Terrorverdachts festgenommen hat, soll es sich um einen bekannten islamistischen Gefährder handeln. Nach Angaben des ARD-Reporters Holger Schmidt handelt es sich bei dem Festgenommenen um Abdullah H. - dieser steht demnach „ganz oben auf der Liste islamistischer Gefährder in Deutschland“, teilte Schmidt via Twitter mit.

Terrorverdacht: Spezialeinheit nimmt 26-Jährigen in Berlin fest - er arbeitete an Grundschule

Update von 13.37 Uhr: Der in Berlin festgenommene Terrorverdächtige aus Syrien war an einer Grundschule in der Hauptstadt als Reinigungskraft beschäftigt. Zuvor habe er bis September im Berliner Bode-Museum gearbeitet, sagte Innensenator Andreas Geisel (SPD) am Dienstag. Über ein mögliches Anschlagsziel des Verdächtigen lägen keine Erkenntnisse vor. „Wir gehen davon aus, dass es eine beträchtliche Gefahr gab“, so Geisel. In ausgewerteten Chatprotokollen sei es darum gegangen, möglichst viele Menschen zu töten.

Geisel zufolge hatten die Ermittler den Mann seit Anfang des Jahres im Visier. Seit drei Monaten sei er von Kräften des Landes- und des Bundeskriminalamtes rund um die Uhr observiert worden. Auf seine Spur seien die deutschen Sicherheitsbehörden nach einem Hinweis eines „befreundeten ausländischen Nachrichtendienstes“ gekommen. Dieser habe Internet-Chats des Verdächtigen beobachtet. Zur Frage, ob der Verdächtige Komplizen in Deutschland hatte, machte der Senator aus „ermittlungstaktischen Gründen“ keine Angaben.

Terror: Spezialeinheit nimmt 26-Jährigen in Berlin fest

Ursprungsmeldung vom 19. November, 12.37 Uhr: Berlin - Die Polizei hat in Berlin einen Mann unter Terrorverdacht gefasst. Der 26-jährige Syrer soll sich im Internet über den Bau von Bomben informiert und ausgetauscht haben. 

Die Bundesanwaltschaft wirft dem Mann vor, sich seit Januar 2019 Bauteile und Chemikalien für den Bau einer Sprengvorrichtung besorgt zu haben, wie die Behörde in Karlsruhe mitteilte. Die Bombe sollte demnach zu einem unbekannten Zeitpunkt an einem unbekannten Ort gezündet werden, um möglichst viele Menschen zu töten und zu verletzen.

Terror-Verdacht: Festnahme in Berlin - Verdächtiger soll über Bombenbau gechattet haben

Der Vorwurf lautet auf Vorbereitung einer schweren staatsgefährdenden Gewalttat. Im August und September 2019 soll der Mann unter anderem Aceton und Wasserstoffperoxidlösung gekauft haben. Beide Chemikalien werden für die Herstellung des hochexplosiven Sprengstoffs Triacetontriperoxid benötigt.

Es sei daher anzunehmen, dass der 26-Jährige beabsichtigt habe, diesen Sprengstoff herzustellen, erklärte die Bundesanwaltschaft. Der Mann wurde auf Grundlage eines Haftbefehls des Amtsgerichts Tiergarten festgenommen. Seine Wohnung wurde auf Anordnung des Ermittlungsrichters beim Bundesgerichtshof durchsucht.

Terror: Mann in Berlin festgenommen - Chat mit IS-naher Gruppe?

Laut der Berliner Generalstaatsanwaltschaft soll der Mann auch seit dem Frühjahr in neun Fällen in einer der Dschihadistenmiliz Islamischer Staat (IS) nahestehenden Chatgruppe Anleitungen zum Bau von Waffen und zum Herstellen von Sprengstoff ausgetauscht haben. Zweck des Chats soll der Behörde zufolge die Vorbereitung von Terroranschlägen gewesen sein.

Die ausgetauschten Anleitungen hätten sich auf die Herstellung von Plastiksprengstoff, Paket- und Magnetbomben sowie Türfallen mit Explosivstoffen, Kalaschnikow-Sturmgewehre vom Typ AK-47, Maschinenpistolen und weitere Schusswaffen bezogen, erklärten die Berliner Ermittler.

Das ARD-Hauptstadtstudio berichtete, der Festgenommene sei seit Monaten im Visier der Sicherheitsbehörden gewesen. Das Berliner Landeskriminalamt habe die Ermittlungen an das Bundeskriminalamt übergeben. Erste Hinweise auf den Mann habe der Verfassungsschutz von einem ausländischen Geheimdienst erhalten.

Im Sommer hatten Ermittler auch Terrorrazzien in Brandenburg sowie in Köln und Düren durchgeführt.

AFP/dpa/fn

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