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Laschet erntet für „Brücken-Lockdown“ Spott und Häme: „Würfeln mit Armin“ als Spiel-Idee

CDU-Chef Armin Laschet sorgte mit seiner Idee des Brücken-Lockdowns für viel Diskussion. Auf Twitter erntet der NRW-Ministerpräsident in erster Linie Hohn und Spott.

Hamm - Armin Laschet, CDU-Vorsitzender und Ministerpräsident von Nordrhein-Westfalen, hat eine große Welle der Diskussionen ausgelöst. Mit seinem Vorschlag eines sogenannten „Brücken-Lockdowns“ zur Reduzierung der Neuinfektionen mit dem Coronavirus löste der NRW-Landeschef nicht nur Kritik aus, sondern auch Hohn und Spott. (News zum Coronavirus)

NameArmin Laschet
Geboren18. Februar 1961 in Aachen
Größe1,70 Meter
EhepartnerinSusanne Laschet (verheiratet seit 1985)

Armin Laschet erntet für „Brücken-Lockdown“ Spott und Häme: „Würfeln mit Armin“

Die öffentliche Zustimmung ist zwar eher verhalten, doch zumindest zur Erheiterung der Netzgemeinde in diesen trüben Pandemie-Zeiten hat Armin Laschet mit seinem Vorschlag für einen „Brücken-Lockdown“ beigetragen. Auch Promis machten davor nicht Halt.

So etwa Komiker Wigald Boning. Auf Twitter schrieb der 54-Jährigen bezogen auf die Aussage von Armin Laschet, über die Ostertage über weitere Corona-Maßnahmen nachdenken zu wollen: „(Nach drei Tagen Brainstorming) ,Herr Laschet, ich empfehle den Begriff „Brücken-Lockdown“, weil: Brückentage haben die Leute ja auch gern‘.“

Unter dem Hashtag „#Laschethatnachgedacht“, der es direkt in die Twitter-Trends schaffte, posteten eine Reihe von Twitter-Nutzern massenhaft Bilder von SPD-Gesundheitsexperte Karl Lauterbach, der den Kopf schüttelt. Oder von Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU), die lacht.

„Brücken-Lockdown“ erntet Spott im Netz: „Würfeln mit Armin“ als Spiele-Idee

Darüber hinaus machte das Spiel „Würfeln mit Armin“ die Runde. Die Anleitung: „Schnapp dir ein paar Würfel und erstelle deinen eigenen Pandemieplan nach dem Laschet-Prinzip!“ Ausgewürfelt werden dabei unter anderem die Länge wie auch die Bezeichnung der Maßnahmen. Dabei können Sätze herauskommen wie „Was wir jetzt brauchen, ist eine fünftägige softe Treppenmatrix bis zur Bundestagswahl zur wirtschaftsschonenden Beschönigung der dritten Welle“.

Andere Tweets zeigen einstürzende Brücken, Brücken, die ins Nichts führen oder Menschen, die von Brücken springen. Auch Wortspiele mit dem Oldie „Bridge over troubled water“ (Brücke über unruhigem Wasser) von Simon & Garfunkel oder Spott über das aus Sicht der User misslungene Polit-„Marketing“ des nordrhein-westfälischen Ministerpräsidenten wurden im Netz eifrig geteilt.

Großer Beliebtheit erfreute sich auch die Satire-Schlagzeile: „Schwerer Unfall zu Ostern. 60-Jähriger beim Nachdenken verletzt.“ Armin Laschet hatte vor Ostern gesagt, die Verantwortlichen müssten über die Feiertage gemeinsam über wirksame Schutzmaßnahmen zur Eindämmung der Corona-Pandemie nachdenken. Am Ostermontag sprach sich der CDU-Vorsitzende Armin Laschet dann für eine harten und kurzen „Brücken-Lockdown“ im April aus. Ziel sei es, damit die Zeit zu überbrücken bis viele Menschen geimpft seien.

Spott für auf Armin Laschets „Brücken-Lockdown“: „Keine Perspektive für niemanden“

Dass es sich damit um die immer gleichen Maßnahmen handelt, die nur das Etikett „Brücken-Lockdown“ bekommen, war für viele offensichtlich. So schrieb jemand auf Twitter: „Ich will nicht wissen, wie viel Laschet ner fadenscheinigen PR-Agentur dafür bezahlt hat, dass sie das Wort Brückenlockdown erfunden hat. Und alles nur, um weiterzumachen wie bisher: Privates und Soziales einschränken, keine Perspektive für niemanden.“

Ein weiterer Kommentar lautete: „Meint Laschet mit Brueckenlockdown eigentlich die Brücken, unter denen bald die ehemaligen Gastronomen und Einzelhändler schlafen?“ 20 spöttische Reaktionen auf Laschets „Brücken-Lockdown“ hat auch BuzzFeed* gesammelt.

Neben der gehörigen Portion Spott gab es jedoch auch ernstere Beiträge. Solche, die Armin Laschet die Tauglichkeit als Bundeskanzler stark bezweifelten. So schrieb ein User: „Laschet dreht sich wie das Fähnlein im Wind. Hauptsache, er kann sich als Kanzlerkandidat profilieren. Liebe CDU, wenn ihr nicht weiter abstürzen wollt, ändert was, macht die Wahl zum Vorsitzenden rückgängig. Dieser Vorsitzende ist nur peinlich.“

Eine andere Nutzerin schrieb mit Blick auf das Wetter: „Armin Laschet als Bundeskanzler ist übrigens genauso unerwünscht und überflüssig wie Schnee im April.“ (mit dpa-Material) *BuzzFeed ist ein Angebot von IPPEN.MEDIA.

Rubriklistenbild: © Michael Kappeler/dpa

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