Wahl

Ohne Laschet: Historisches Duell zwischen Scholz und Baerbock bei Bundestagswahl

Olaf Scholz (SPD) und Annalena Baerbock (Grüne) treten als Kanzlerkandidaten bei der Bundestagswahl 2021 an. Das Duell der beiden wird zu einer historischen Premiere.

Hamm - Die Bundestagswahl 2021* in Berlin steht vor der Tür. Viele Wählerinnen und Wähler haben bereits per Briefwahl abgestimmt. Andere geben ihren Wahlzettel erst am 26. September ab und sind möglicherweise noch unentschlossen. Zur Wahl stehen neben NRW-Ministerpräsident Armin Laschet* (CDU) auch Olaf Scholz (SPD) und Annalena Baerbock (Grüne). Zwischen letzteren wird es ein historisches Duell geben, das es so noch nicht gegeben hat.

Bundestagswahl 2021: Darum ist das Duell zwischen Scholz und Baerbock historisch

Tatsächlich wird es zwischen Annalena Baerbock, Spitzenkandidatin der Grünen und Olaf Scholz, Bundesfinanzminister von der SPD zu einem Zweikampf kommen, von dem Armin Laschet (CDU) überhaupt nicht betroffen ist. Scholz und Baerbock werden nämlich bei der Bundestagswahl 2021 in ein und demselben Wahlkreis gegeneinander antreten. In Potsdam kämpfen die beiden um ein Direktmandat zum Einzug ins Parlament in Berlin.

Das Duell zwischen Olaf Scholz (SPD) und Annalena Baerbock (Grüne) wird damit zu einer historischen Premiere. Kein Wunder. In Deutschland gibt es 299 Wahlkreise. Dementsprechend unwahrscheinlich ist es, dass zwei Kanzlerkandidaten im gleichen Wahlkreis gegeneinander antreten. In diversen Medienberichten wurde der Potsdamer Wahlkreis 61 deshalb längst als „Promi-Wahlkreis“ bezeichnet.

Bundestagswahl 2021: Wahlkreis 61 in Potsdam - Olaf Scholz (SPD) hat die Nase vorn

Aktuellen Umfragen zufolge ist ein Sieg von Olaf Scholz (SPD) in seinem Wahlkreis Potsdam wahrscheinlich. Die bundesweit guten Umfragewerte für den SPD-Kanzlerkandidaten spiegeln sich auch in Brandenburg wider. Verschiedenen Analyseportalen zufolge werden die Siegchancen für Scholz in Potsdam sogar auf 100 Prozent taxiert. Im August wurde Annalena Baerbock von den Grünen immerhin noch eine Gewinnchance von 25 Prozent eingeräumt. Kandidaten anderer Parteien sind in dem Wahlkreis wohl nahezu chancenlos.

CDU-Kanzlerkandidat Armin Laschet peilt derweil einen anderen Weg an, um in den Bundestag in Berlin zu gelangen. In seinem Heimat-Wahlkreis in Aachen scheint der 60-Jährige offenbar keine Chance zu haben. Stattdessen strebt der NRW-Ministerpräsident ein Bundestagsmandat lediglich über die Landesliste an. Dort steht er auf dem ersten Platz der Union. In der Geschichte der CDU ist der Wahlkreisverzicht Laschets de facto ein Novum.

Aktuell muss sich Armin Laschet wiederholt Kritik gefallen lassen. Auslöser für die jüngste Kritik ist der Auftritt von Armin Laschet (CDU) in einem ProSieben-Interview, bei dem er sich Kinder-Fragen stellt. Die Fragen der Kinder kommen dabei allerdings nicht von den Kindern selbst - womit der NRW-Ministerpräsident nicht gerechnet hat. - *wa.de ist ein Angebot von IPPEN.MEDIA.

Rubriklistenbild: © Kay Nietfeld/dpa

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