„Das C geht auf die Reise“

CDU sucht das „C“: Nun ermittelt die Polizei - Kirchen-Aktion von Greenpeace hat Folgen

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Aufregung um CDU-C in Kirche

Greenpeace-Aktivisten stehlen das C aus dem CDU-Logo der Parteizentrale in Berlin. „Das C geht jetzt auf Reise“, teilt Greenpeace mit.

  • Greenpeace-Aktivisten stehlen das C aus dem CDU-Logo an der Parteizentrale in Berlin. 
  • Das überdimensional große C des CDU-Logos tragen die Umweltaktivisten am helllichten Tag davon - und werden dabei gefilmt. 
  • Die Greenpeace-Botschaft geht viral. 

Update vom 28. November 2019: Das C bleibt verschwunden: Der fehlende große, rote Originalbuchstabe des CDU-Schriftzugs in der Berliner Parteizentrale war auch am Donnerstag nicht wieder zurück, wie ein CDU-Sprecher sagte. Die Polizei ermittle wegen Diebstahls und Sachbeschädigung, teilte ein Sprecher auf Anfrage mit.

Vor einer Woche hatte die Umweltschutzorganisation Greenpeace mitgeteilt, Aktivisten hätten den Buchstaben aus dem Konrad-Adenauer-Haus mitgenommen. Das verbleibende „DU“ wurde mit einem Banner ergänzt, so dass an der Glasfassade vorübergehend stand: „Du sollst das Klima schützen“. Nach Greenpeace-Angaben sollte damit gegen die „desaströse Klimapolitik“ der Partei protestiert werden.

CDU-Chefin Annegret Kramp-Karrenbauer hatte zunächst humorvoll reagiert. „So ein C für Christlichkeit und Nachhaltigkeit kann auch Greenpeace nix schaden, leihen wir also gerne für kurze Zeit einmal aus.“

Bei der Polizei hieß es nun, es werde wegen einer Anzeige ermittelt und nicht von Amts wegen. Die Anzeige sei „von dort“ gekommen, sagte ein Sprecher mit Blick auf die Parteizentrale. Weitere Einzelheiten wurden nicht genannt.

Unterdessen sorgt eine Greenpeace-Kampagne mit Kunststoff-Nachbildungen des Buchstabens für Aufregung, zuletzt am Donnerstag in Erkelenz im rheinischen Braunkohlerevier. Nachdem dort ein Foto einer Replik des C in einer Kirche bekannt wurde, musste die Küsterin ihre Schlüssel abgeben. Sie hatte die Aktivisten in die Kirche gelassen.

Erstmeldung - Wilde Aktion: Greenpeace stiehlt C aus Logo an CDU-Parteizentrale 

Greenpeace-Klimaprotest vor CDU-Bundesgeschäftsstelle

Berlin - Der CDU-Parteizentrale in Berlin ist ein C abhandengekommen: Greenpeace-Aktivisten haben am Donnerstagmorgen den großen roten Buchstaben aus dem Parteilogo am Konrad-Adenauer-Haus entfernt, wie die Umweltschutzorganisation mitteilte. Das verbleibende „DU“ ergänzten die Aktivisten mit einem Banner, sodass an der Glasfassade stand: „DU sollst das Klima schützen“.

CDU-Parteizentrale: Greenpeace stiehlt das C aus dem Parteilogo

Mit der Aktion solle gegen die „desaströse Klimapolitik“ der Partei protestiert werden, teilte Greenpeace mit. Und das ganz ungeniert während des morgendlichen Berufsverkehrs, wie einige Hauptstadtjournalisten in Bild und Ton dokumentierten. Bilder des Vorgangs, in dem das überdimensional große, rote C auf Berlins Straßen getragen wurde, teilten mehrere Journalisten auf Twitter. 

Wie die Aktivisten den Buchstaben entfernten, blieb zunächst unklar. Die Berliner Polizei konnte zunächst keine Auskunft geben, auch die CDU-Pressestelle war nicht besetzt. Sämtliche Pressesprecher seien nach Leipzig zum am Freitag beginnenden Bundesparteitag gefahren, hieß es.

CDU in der Kritik: Keine „Bewahrer der Schöpfung“

"Die CDU kann nicht ewig vom Bewahren der Schöpfung sprechen, ohne auch etwas dafür zu tun", sagte Greenpeace-Sprecherin Marion Tiemann. "Das schwache Klimapaket hat diesen politischen Etikettenschwindel endgültig auffliegen lassen."

Greenpeace verwies auf eine aktuelle Studie des Instituts Kantar, wonach 74 Prozent der Deutschen die CDU nicht mehr als eine Partei sehen, "die die Schöpfung bewahrt". Auch von den CDU-Anhängern vertreten demnach 62 Prozent diese Auffassung. Die Befragung war von Greenpeace in Auftrag gegeben worden, befragt wurden vom 7. bis 13. November 1012 Bürger.

CDU Ziel einer Greenpeace-Aktion: „Das C geht jetzt auf Reise“

„Das C geht jetzt auf Reise“, sagte eine Greenpeace-Sprecherin. Wohin wollte sie nicht verraten, nur dass der Buchstabe an drei Orten innerhalb Deutschland auftauchen solle.

Auch die deutsche Greta, Luisa Neubauer, hatte zuletzt aufgrund des Klimapakets mit der Bundesregierung abgerechnet.

dpa/nai

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