Corona-Beschluss

Teure FFP2-Masken und Hartz IV: Verbände fordern finanzielle Hilfe

Eine Frau trägt eine FFP2-Maske und fährt in der S-Bahn.
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Ohne FFP2-Maske keine freie Fahrt: Hamburg hat die Maskenpflicht in Bussen und U-Bahnen verschärft.

In Hamburg gilt jetzt eine strenge FFP2-Maskenpflicht: Für Hartz-IV-Empfänger wird das teuer. Sozialverbände fordern deshalb Hilfe vom Staat.

Hamburg – Nach der Einführung einer verschärften Maskenpflicht in Hamburg haben Sozialverbände jetzt eine bessere Unterstützung für Hartz-IV-Empfänger angemahnt. Für die Bezieher von Grundsicherung und Hartz-IV müssten die FFP2-Masken kostenlos zur Verfügung gestellt werden, da sie sich die „teuren Masken finanziell nicht leisten können“, warnte unter anderem der Sprecher der Arbeiterwohlfahrt (Awo), Holger Scharff. Gesundheitsschutz dürfe nicht von den Einkommensverhältnissen abhängen, hieß es.

Zuvor hatte die Hansestadt Hamburg das Tragen von OP- und FFP2-Masken* beim Einkaufen und Fahren in Bussen und Bahnen verpflichtend gemacht. Der Senat setzt damit einen Beschluss der Bund-Länder-Konferenz zur besseren Eindämmung der Corona-Pandemie um. Nach Ansicht von Sozialverbänden stellt das aber viele Menschen in der Grundsicherung vor ein ungelöstes Problem. So steht Hartz-IV-Empfänger im Regelsatz nur 17 Euro zur Verfügung. Ein 20er-Pack der medizinischen Masken kostet aber je nach Anbieter zwischen 20 und 40 Euro. Bislang weigert sich die Bundesregierung, den Regelsatz aufzustocken oder einen Zuschuss zu zahlen. In sozialen Netzwerken sorgt das für sehr viel Empörung*, wie das Hamburger Nachrichtenportal 24hamburg.de berichtet. *24hamburg.de ist Teil des Ippen-Digital-Netzwerkes

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