Neuer Konkurrent

Neuer republikanischer Gegenkandidat für Trump - er hat pikante Vorgeschichte

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Donald Trump.

Donald Trump muss sich parteiintern noch eines Gegenkandidaten erwehren. Der neue potenzielle Präsident hat eine pikante Vorgeschichte.

Update vom 8. September, 18.46 Uhr: Donald Trump hat im parteiinternen Rennen der Republikaner um die US-Präsidentschaftskandidatur einen weiteren Konkurrenten bekommen. Der frühere Gouverneur von South Carolina, Mark Sanford, der während seiner Amtszeit wegen einer außerehelichen Affäre in die Schlagzeilen geraten war, kündigte am Sonntag in einem Interview mit dem Fernsehsender Fox News an, er wolle Trump in den parteiinternen Vorwahlen herausfordern. „Ich glaube, wir müssen uns darüber unterhalten, was es bedeutet, Republikaner zu sein“, sagte Sanford. „Als Partei haben wir unseren Kurs verloren.“ Die Amerikaner hätten außerdem verdient, auswählen zu können.

Sanford kritisierte Trump an mehreren Stellen. Unter anderem beklagte er, dessen Politik immer neuer Strafzölle sei schlecht für die US-Wirtschaft. Insgesamt habe auch die politische Kultur im Land Schaden genommen durch Trump. Dieser will bei der Präsidentschaftswahl 2020 für eine zweite Amtszeit antreten.

Bei den Republikanern gibt es bislang bereits zwei Gegenkandidaten: den früheren Gouverneur von Massachusetts, Bill Weld, und den konservativen Radio-Moderator und früheren Kongressabgeordneten Joe Walsh. Als Herausforderer des Amtsinhabers werden ihnen allen keine nennenswerten Chancen eingeräumt. Außerdem hat die republikanische Partei in einzelnen US-Staaten entschieden, auf den Vorwahlprozess zu verzichten.

Mark Sanford.

Sanford räumte ein, es werde nicht einfach für ihn. „Dies ist der Anfang eines langen Weges.“

Als Gouverneur von South Carolina war Sanford 2009 fünf Tage lang völlig von der Bildfläche verschwunden. Seiner Frau und seinem Mitarbeiterstab sagte er damals, dass er in der US-Bergregion der Appalachen wandern gehe. Wie sich aber herausstellte, hatte er sich - nicht zum ersten Mal - heimlich mit seiner Geliebten in Argentinien getroffen. Die Geschichte sorgte damals landesweit für Schlagzeilen.

Der Republikaner sagte, er bereue sein Verhalten und habe sich aufrichtig dafür entschuldigt. Er habe aus seinen Fehlern gelernt und glaube an eine zweite Chance.

US-Sondergesandter für Nahen Osten tritt zurück

18.17 Uhr: Der US-Sondergesandte für den Nahen Osten, Jason Greenblatt, ist zurückgetreten. Der 53-Jährige erklärte am Donnerstag in Washington, es sei ihm eine "lebensprägende Ehre" gewesen, dem Weißen Haus zu dienen. Gründe für seinen Rücktritt nannte Greenblatt nicht. Er hatte zusammen mit Jared Kushner, dem Schwiegersohn von Präsident Donald Trump, den Plan für eine Friedenslösung zwischen Israelis und Palästinensern erarbeitet, der bislang nur teilweise veröffentlicht wurde.

Ein hochrangiger Regierungsmitarbeiter sagte, es handle sich um einen freundlichen Abschied. Greenblatt besitze das "Vertrauen" des Präsidenten. Er werde nun mehr Zeit mit seiner Familie verbringen. Greenblatt arbeitete früher viele Jahre lang als Anwalt für den Trump-Konzern.

Ihren Nahost-Friedensplan will die US-Regierung erst nach der vorgezogenen israelischen Parlamentswahl am 17. September komplett vorlegen. Bei einer Konferenz im Bahrain im Juni hatte Kushner lediglich den wirtschaftlichen Teil vorgestellt. Er sieht Milliardeninvestitionen in den Palästinensergebieten vor.

Von dem politischen Teil des Plans ist aber bereits bekannt, dass darin nicht von einer Zwei-Staaten-Lösung die Rede sein soll, also dem Ziel eines eigenen Palästinenserstaats. Deswegen stößt der Plan bereits jetzt bei den Palästinensern auf heftigen Widerstand.

Trump empört mit irrer Atombomben-Frage: „Der Kerl muss gehen“ - Jetzt reagiert er  

Update vom 5. September, 11.51 Uhr: Die großen US-Internetkonzerne und Vertreter der US-Sicherheitsbehörden haben über eine Zusammenarbeit zum Schutz der Senats- und Präsidentschaftswahlen im kommenden Jahr beraten. Vertreter von Facebook, Google, Microsoft und Twitter trafen am Sitz von Facebook im kalifornischen Menlo Park Vertreter der US-Bundespolizei, des Heimatschutzministeriums und dem Büro des Geheimdienstdirektors, wie Facebook mitteilte.

Ziel der Gespräche sei gewesen, mit Blick auf die Sicherheit der Wahlen in den USA im kommenden Jahr "die strategische Zusammenarbeit" zu stärken, erklärte der Chef für Cybersicherheit bei Facebook, Nathaniel Gleicher. Es sei vor allem um einen besseren Informationsaustausch zwischen Unternehmen und Regierung sowie um die Koordinierung von Maßnahmen zum Aufspüren von Bedrohungen und deren Abwehr gegangen.

Seit der US-Präsidentschaftswahl 2016 stehen die Online-Netzwerke unter verstärktem Druck: Die US-Geheimdienste gehen davon aus, dass Russland eine koordinierte Manipulationskampagne zur Beeinflussung der Wahl führte - auch über die sozialen Netzwerke. Russland soll sich damals zugunsten des späteren Wahlsiegers Donald Trump eingemischt haben. Facebook geht nach eigenen Angaben inzwischen verstärkt gegen Manipulationsversuche vor.

Update 11.57 Uhr: US-Präsident Trump hat inzwischen auf den Atombomben-Bericht reagiert. Wie für ihn üblich via Twitter: „Ich sagte das nie. Einmal mehr fake news“, schreibt er.

Trump empört mit irrer Atombomben-Frage: „Der Kerl muss gehen“ - Jetzt reagiert er  

Update vom 26. August: US-Präsident Donald Trump soll sich einem Medienbericht zufolge über die Möglichkeit erkundigt haben, Hurrikans mit Atombomben zu bekämpfen. Die Nachrichtenseite "Axios" schrieb am Sonntag, Trump habe bei einer Unterrichtung über Wirbelstürme gefragt, ob die Bildung eines Hurrikans gestoppt werden könne, indem eine Atombombe ins Auge des Sturms abgeworfen werde.

Teilnehmer hätten das Treffen ratlos verlassen, schreibt "Axios" unter Berufung auf eine anonyme Quelle. Wann Trump die Frage stellte, schreibt die Nachrichtenseite nicht.

Das Weiße Haus wollte den Bericht nicht kommentieren. "Axios" zitierte aber einen Regierungsvertreter mit den Worten, das Ziel des Präsidenten sei "nicht schlecht".

Neu ist die Idee nicht: Sie wurde in den 1950er Jahren unter US-Präsident Dwight D. Eisenhower von einem Regierungswissenschaftler vorgetragen. Experten sind sich aber einig, dass ein Wirbelsturm nicht durch eine Atombombe aufgelöst werden kann. Trotzdem taucht die Frage immer wieder auf - vor allem, wenn die USA wieder von einem Hurrikan getroffen werden.

Video: So entsteht ein Hurrikan

Die US-Meteorologiebehörde NOAA hat sich schon ausführlich zu dem Thema geäußert. Sie betont, die Maßnahme wäre nicht nur wirkungslos; vielmehr würden die Winde auch radioaktives Material verbreiten. "Es ist überflüssig zu sagen, dass das keine gute Idee ist", lautet das Fazit der NOAA.

In den sozialen Netzwerken gab es viel Spott und Staunen über Trump. Die demokratische Präsidentschaftsbewerberin Kamala Harris kommentierte den "Axios"-Artikel über Trump im Kurzbotschaftendienst Twitter mit den Worten: "Der Kerl muss gehen."

„Er lügt, wenn er den Mund aufmacht“ - Donald Trump bekommt parteiinterne Konkurrenz im Wahlkampf

News vom 25. August 2019: Donald Trump hat im parteiinternen Rennen der Republikaner um die US-Präsidentschaftskandidatur einen weiteren Konkurrenten bekommen. Der konservative Radio-Moderator und frühere Kongressabgeordnete Joe Walsh kündigte am Sonntag an, er wolle Trump bei den parteiinternen Vorwahlen herausfordern. Walsh sagte dem US-Fernsehsender ABC mit Blick auf Trump: „Ich trete an, weil er der Sache nicht gewachsen ist. Jemand muss etwas tun. Und es muss eine Alternative geben.“ Walsh griff seinen Parteikollegen Trump scharf an. „Er lügt jedes Mal, wenn er den Mund aufmacht“, sagte er. „Das Land hat genug von den Wutanfällen dieses Typen. Er ist ein Kind.“

Trump will bei der Präsidentschaftswahl 2020 für eine zweite Amtszeit antreten. Bei den Republikanern gibt es bislang nur einen Gegenkandidaten: den früheren Gouverneur des US-Bundesstaates Massachusetts, Bill Weld. Ihm werden aber keine nennenswerten Chancen eingeräumt. Das gleiche dürfte für Walsh gelten.

Walsh gehörte zu der populistischen Tea-Party-Bewegung und war 2011 für die Republikaner ins Repräsentantenhaus eingezogen. Er vertrat dort den US-Bundesstaat Illinois, verpasste bei der nächsten Wahl jedoch den Wiedereinzug in die Kammer. Walsh ist wegen früherer Äußerungen umstritten. Ihm wurde bei diversen politischen Attacken, etwa gegen den früheren US-Präsidenten Barack Obama, unter anderem Rassismus vorgeworfen.

Walsh sagte, er habe „hässliche Dinge“ über Obama gesagt, die er heute bereue. Er selbst habe mit der Bewegung damals dazu beigetragen, dass es Trump als Präsidenten überhaupt gebe. „Und ich fühle mich dafür verantwortlich.“ Walsh sagte, jeder in der Republikanischen Partei sei der Meinung, dass Trump als Präsident ungeeignet sei. Sie hielten aber alle still, weil sie extreme Angst hätten. Auch für ihn sei die Verkündung der Präsidentschaftsbewerbung nicht leicht. Er rechne fest mit Attacken von Trump und dessen Umfeld, wolle sich dem aber stellen.

Update vom 7. Juli 2019: Unlängst hat er noch ausgeteilt - nun muss Donald Trump wieder schwer einstecken: Der US-Botschafter Großbritanniens hat in einem geheimen Brief ein verheerendes Urteil über die Trump-Regierung gefällt.

Update vom 29. Juni 2019: Während der US-Wahlkampf für die kommende Amtszeit schmutzig wird, hat ein ehemaliger US-Präsident eine brisante Aussage zur vergangenen Wahl getätigt. Jimmy Carter sagt nämlich: Donald Trump habe die Wahl 2016 eigentlich verloren und sei unrechtmäßig im Amt.

Schmutziger US-Wahlkampf: Donald Trump verunglimpft Joe Biden schwer

Update vom 27. Juni 2019: DieUS-Senatorin Elizabeth Warren hat die erste TV-Debatte der demokratischen Präsidentschaftsbewerber dominiert. Die 70-jährige Vertreterin des Bundesstaats Massachusetts und neun weitere Präsidentschaftsanwärter diskutierten am Mittwochabend in Miami im US-Bundesstaat Florida über Themen wie die Wirtschaftspolitik, das Gesundheitssystem und die Migrationskrise an der Grenze zu Mexiko. Trump bezeichnete die Debatte zur US-Vorwahl 2020 als Langweilig.

Schmutziger US-Wahlkampf: Donald Trump verunglimpft Joe Biden schwer

Update vom 11. Juni 2019: US-Präsident Donald Trump hat seinen potenziellen Herausforderer bei der Präsidentschaftswahl 2020, den Demokraten Joe Biden, als „Verlierer“ und „Dummkopf“ beleidigt. Ihm wäre es am liebsten, wenn er 2020 gegen Biden Wahlkampf machen würde. „Ich glaube, er ist geistig der Schwächste“, sagte Trump am Dienstag in Washington. „Die anderen (demokratischen Bewerber) haben viel mehr Energie.“

Biden (76) sehe anders aus als früher und sei langsamer geworden, sagte Trump. Der Präsident (72) spottete weiter: „Wenn jemand meinen Namen in einer Rede 76 Mal erwähnen muss, dann hat er ein Problem.“

Biden wiederum bezeichnete den Präsidenten am Dienstag bei einem Auftritt im US-Bundesstaat Iowa als eine „existenzielle Bedrohung“ für Amerika. Der frühere US-Vizepräsident Biden ist einer von mehr als 20 Demokraten, die als Präsidentschaftskandidaten gegen Trump antreten wollen. In den bisherigen Umfragen führt der 76-Jährige das demokratische Bewerberfeld an.

Demokrat Joe Biden wütet gegen den US-Präsidenten

Update vom 2. Juni 2019: Der demokratische US-Präsidentschaftsbewerber Joe Biden will im Falle seines Wahlsieges die Gleichbehandlung von Homo- und Transsexuellen zu einer Priorität machen. Er wolle sich für die Verabschiedung des Gleichstellungsgesetz „Equality Act“ einsetzen, das die Diskriminierung aufgrund von sexueller Orientierung und Geschlechtsidentität verbiete, sagte Biden bei einer Rede vor Hunderten Anhängern der Bürgerrechtsgruppe Human Rights Campaign.

„Ich verspreche Euch, wenn ich zum Präsidenten gewählt werde, wird es das Erste sein, wofür ich mich einsetze“, sagte Biden in der 30-minütigen Grundsatzrede im US-Bundesstaat Ohio am Samstag (Ortszeit). Der Kampf für die Rechte von Menschen die lesbisch, schwul, bisexuell oder transgender sind, sei „das Bürgerrechtsthema unserer Generation“.

Trump will seine Kandidatur verkünden - bei den Demokraten positioniert sich Joe Biden

Der Gesetzentwurf war im Mai vom US-Repräsentantenhaus verabschiedet worden, er braucht aber noch die Zustimmung des Senats. US-Präsident Donald Trump hat den Entwurf kritisiert. Bidens Äußerungen kommen pünktlich zum Beginn des sogenannten LGBT Pride Month. Im Juni feiern Schwule, Lesben, Bisexuelle und Transgender (LGBT) den offenen Umgang mit ihrer sexuellen Identität und werben für mehr Toleranz.

Im kommenden Jahr wird in den USA ein neuer Präsident gewählt. Für die Demokraten sind mehr als 20 Bewerber im Rennen. Dem früheren US-Vizepräsidenten Biden (76) werden in Umfragen die besten Chancen eingeräumt, als Kandidat der Partei gegen Trump anzutreten.

Trump will am 18. Juni offiziell Kandidatur für 2020 verkünden

Update vom 1. Juni 2019: US-Präsident Donald Trump will am 18. Juni bei einem Wahlkampfauftritt mit Vizepräsident Mike Pence offiziell seine Kandidatur für eine zweite Amtszeit verkünden. Trump teilte am Freitag (Ortszeit) auf Twitter mit, an der „historischen“ Veranstaltung in Orlando im US-Bundesstaat Florida würden auch First Lady Melania Trump und Pences Ehefrau Karen Pence teilnehmen. Trump will im Amway Center auftreten, das Platz für 20 000 Besucher bietet. Dass der Republikaner bei der Präsidentenwahl im November 2020 seine Wiederwahl anstrebt, ist seit langem bekannt. Trump tritt regelmäßig vor Tausenden Anhängern auf Wahlkampfveranstaltungen auf.

23 Demokraten bewerben sich um die Kandidatur ihrer Partei, um Trump herauszufordern. Bei den Republikanern gibt es außer Trump bislang nur einen weiteren Kandidaten, der für die Partei in die Wahl ziehen will. Dabei handelt es sich um den früheren Gouverneur des US-Bundesstaats Massachusetts, Bill Weld. Ihm werden derzeit keine realistischen Chancen eingeräumt, Trump die Kandidatur der Republikaner streitig zu machen.

Schwuler Bürgermeister will Präsident werden - Donald Trumps Reaktion überrascht

Update vom 17. Mai 2019: US-Präsident Donald Trump findet die Bewerbung des homosexuellen Bürgermeisters Pete Buttigieg um die Präsidentschaftskandidatur der Demokraten für die Wahl 2020 nach eigenen Worten "großartig". "Ich finde es großartig", sagte Trump in einem Interview des Senders Fox News, das am Sonntag ausgestrahlt werden soll und am Donnerstag in Auszügen veröffentlicht wurde.

Es sei zwar möglich, dass "einige Leute damit ein Problem haben werden", fügte Trump mit Blick auf Buttigiegs Homosexualität hinzu. "Ich habe damit überhaupt kein Problem. Ich finde es gut." Trumps Reaktion kann überraschen: Schon die Zusammensetzung von Trumps erstem Kabinett hatte bei Aktivisten der Lesben, Schwulen, Bisexuellen, Transgendern und queeren (LGBTQ) Gemeinde entsetzt: Vize-Präsident Mike Pence gilt als offen homophob und als Befürworter der sogenannten Konversionstherapie - „er will sie alle hängen“, soll Trump einmal über Pences Haltung zu Homosexuellen gewitzelt haben

Die Organisation GLAAD wirft Trumps 106 Verbalattacken auf die LGBTQ-Community seit Amtsantritt vor. Im Februar startete Trumps Regierung allerdings auch einen Vorstoß zur Entkriminalisierung von Homosexualität in aller Welt. Und im Wahlkampf Ende 2016 posierte Trump auch schon mit Regenbogenfahne. Der US-Präsident bleibt in dieser Frage also immer für eine Überraschung gut.

Buttigieg, der seit sieben Jahren Bürgermeister seiner Heimatstadt South Bend im Bundesstaat Indiana ist, war vor einigen Wochen als Außenseiter in das Rennen um die Präsidentschaftskandidatur der Demokraten eingestiegen - mittlerweile ist seine Bekanntheit stark gestiegen. Der Absolvent der Eliteuniversität Harvard, der acht Sprachen spricht und mit seinem Mann Chasten verheiratet ist, wäre der erste offen homosexuelle Präsidentschaftskandidat einer der großen Parteien der USA.

Trump: New Yorks Bürgermeister de Blasio will US-Präsident beerben 

Update vom 16. Mai 2019: New Yorks Bürgermeister Bill de Blasio will US-Präsident werden. Der Demokrat stieg am Donnerstag in das Rennen um die Kandidatur als demokratischer Präsidentschaftsbewerber ein, wie er per Videobotschaft verkündete. Das rund dreiminütige Video trägt den Titel „Arbeiter an erster Stelle“. De Blasio hat sich in New York unter anderem für kostenlose Kindergartenjahre stark gemacht und gilt politisch als links der Mitte. Er ist seit 2014 Bürgermeister der Millionenmetropole New York, inzwischen in der zweiten Amtszeit. Seine Beliebtheitswerte sind in Umfragen allerdings regelmäßig eher niedrig.

US-Präsident Donald Trump nahm die Ankündigung zum Anlass, den 58-Jährigen zu verspotten. De Blasio sei eine „Lachnummer“ und gelte als der schlechteste Bürgermeister der USA, schrieb Trump auf Twitter. New York hasse ihn.

Das Feld der demokratischen Präsidentschaftsbewerber wächst mit de Blasios Kandidatur auf 23. Es ist das größte Kandidatenfeld in der Geschichte der Partei. Zu den Kandidaten gehören unter anderem der frühere US-Vizepräsident Joe Biden, die Senatorinnen Elizabeth Warren und Kamala Harris, der Bürgermeister Pete Buttigieg und der unabhängige Senator Bernie Sanders, der bereits 2016 gegen Hillary Clinton antrat.

Das große Bewerberfeld könnte nach Meinung von Experten zur Gefahr für die Partei werden, falls es zu langen Auseinandersetzungen unter den vielen Kandidaten kommen sollte. Parteiinterne Gefechte zehren Ressourcen auf. Auch bei den Republikanern gab es 2016 ein großes Feld, was den Aufstieg des politischen Außenseiters Donald Trump mit begünstigte.

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Update vom 26. April: US-Präsident Donald Trump hat sich spöttisch über das Alter seines möglichen Herausforderers bei der Wahl 2020, Ex-Vizepräsident Joe Biden, geäußert. „Ich bin ein junger dynamischer Mann“, sagte der 72 Jahre alte Trump am Freitag in Washington über sich selbst und schob hinterher, bei Biden sei er sich da nicht so sicher. „Ich würde nie sagen, dass jemand zu alt ist, aber sie lassen mich alle sehr jung aussehen - sowohl was das Alter und, ich finde, auch was die Energie betrifft.“ Trump schwärmte weiter über sich: „Ich fühle mich einfach wie ein junger Mann. Ich bin so jung. Ich kann nicht glauben, dass ich der Jüngste bin.“

US-Präsident Trump.

Trump will bei der Präsidentschaftswahl 2020 für eine weitere Amtszeit antreten. Bei den Demokraten gibt es inzwischen 20 Präsidentschaftsbewerber. Die prominentesten unter ihnen, die in Umfragen weit vorne liegen, sind Biden (76) und der unabhängige Senator Bernie Sanders (77).

Update vom 25. April: Der frühere US-Vizepräsident Joe Biden will für die Demokraten bei der Präsidentschaftswahl 2020 antreten. Das kündigte der 76-Jährige am Donnerstag auf Twitter an. Mit ihm gibt es nun insgesamt 20 demokratische Präsidentschaftsbewerber. Dabei beginnen die parteiinternen Vorwahlen bei den Demokraten erst im kommenden Jahr. Biden gehört zu den bekanntesten Kandidaten seiner Partei: Von 2009 bis 2017 war er Stellvertreter des damaligen US-Präsidenten Barack Obama.

Monatelang war über eine Kandidatur Bidens spekuliert worden. Er selbst heizte die Spekulationen durch verschiedene Aussagen regelmäßig weiter an, ohne sich aber festzulegen. Biden steigt nun vergleichsweise spät in das interne Rennen seiner Partei ein.

19 weitere demokratische Anwärter gibt es bereits. Dazu gehören die Senatoren Elizabeth Warren, Kamala Harris, Cory Booker, Kirsten Gillibrand und Amy Klobuchar sowie der frühere Arbeitsminister Julian Castro, der Ex-Kongressabgeordnete Beto O'Rourke, der aufstrebende Bürgermeister aus Indiana, Pete Buttigieg, und der unabhängige Senator Bernie Sanders, der bereits 2016 bei den demokratischen Vorwahlen angetreten war und damals Hillary Clinton unterlag.

Trump wütet gegen Sanders und Biden - Meldung vom 17. April

Washington - Die US-Präsidentschaftswahl 2020 wirft ihre Schatten voraus und die Kandidaten bringen sich so langsam in Stellung. Auch für den amtierenden Präsidenten beginnt so langsam der Wahlkampf und Donald Trump holte nun schon einmal zum verbalen Schlag gegen zwei mögliche Gegenkandidaten aus.

Obwohl bei den Demokraten noch etliche Bewerber im Rennen um eine Präsidentschaftskandidatur sind, ist sich Trump ziemlich sicher, wem er auf den Stimmzetteln am Ende entgegentreten muss und findet gleich Beinamen für diese: „Ich glaube, es wird der verrückte Bernie Sanders gegen den verschlafenen Joe Biden sein, die als die beiden Finalisten gegen die vielleicht beste Wirtschaft in der Geschichte unseres Landes (und viele andere großartige Dinge) antreten werden!“, twitterte Trump am Mittwoch. Er freue sich darauf gegen wen auch immer anzutreten, so Trump weiter. Am Ende schließt er mit den markigen Worten: „Möge Gott ihren Seelen beistehen“.

US-Wahl 2020: Etliche Demokraten wollen gegen Donald Trump antreten

Vor allem bei den Demokraten ist allerdings alles andere als sicher, dass Joe Biden für sie ins Rennen um die Präsidentschaft gehen wird. Bei der Oppositions-Partei haben schon jetzt 18 Anwärter ihren Hut in den Ring geworfen. Darunter die Senatorinnen Elizabeth Warren, Kamala Harris und Amy Klobuchar sowie derEx-Kongressabgeordnete Beto O'Rourke, der im vergangenen Jahr im Rennen um einen Senatssitz viel Schlagzeilen gemacht hatte. Eine Kandidatur von Ex-Vizepräsident Joe Biden gilt zwar als wahrscheinlich, ist aber noch nicht bestätigt.

Sanders greift Trump indirekt an

Auch der unabhängige Senator Bernie Sanders, der bereits 2016 bei den demokratischen Vorwahlen antrat und damals Hillary Clinton unterlag, will einen neuen Versuch starten. Er sorgte in den vergangenen Tagen für Schlagzeilen, weil der Senator freiwillig seine Steuererklärungen veröffentlicht hatte. Dabei war herausgekommen, dass Sanders durch ein Best-Seller-Buch zum Millionär geworden war. Damit griff Sanders indirekt auch Donald Trump an, da es in den USA durchaus gängig ist, dass Politiker ihre Finanzen offenlegen. Trump hatte dies bis jetzt verweigert, trotz zahlreicher Aufforderungen.

Donald Trump schoss mit markigen Worten gegen mögliche Gegenkandidaten im US-Wahlkampf.

US-Wahl 2020: Republikaner Weld will parteiintern gegen Trump antreten

Doch auch bei Trumps Republikanern hat der Präsident kein komplett freies Feld. Der frühere Gouverneur des US-Bundesstaats Massachusetts, Bill Weld, hatte angekündigt Präsident Donald Trump die Kandidatur der Republikaner bei der Wahl 2020 streitig machen zu wollen. Der 73-Jährige ist der erste Republikaner, der Trump herausfordert. Weld sagte am Montag, es wäre eine „politische Tragödie“, wenn Trump 2020 wiedergewählt und weitere vier Jahre im Amt bleiben würde. „Ich hätte Angst um die Republik.“ Welds Chancen dürften allerdings schlecht stehen: Nach Umfragen des Meinungsforschungsinstituts Gallup genießt Trump unter Anhängern der Republikaner seit Monaten Zustimmungswerte um die 90 Prozent. Die 59. Präsidentschaftswahl in den USA ist für den 3. November 2020 geplant. 

Am Rande des G7-Gipfels im August überraschte Präsident Trump in einem gemeinsamen Gespräch mit Angela Merkel: Er war ungewöhnlich zahm. Dennoch verlor die Kanzlerin die Kontrolle und musste lachen, als er sprach. Der US-Präsident scheut bekanntermaßen nicht vor Eskalation. Auch nicht im Handelsstreit mit China. Doch jetzt gibt es drastische Vorwürfe: Ruinieren Trumps Tweets die US-Wirtschaft?

CDU-Chefin AKK nimmt US-Präsident Donald Trump in Schutz, der giftet erneut gegen Deutschland - und warnt vor einem Szenario, das keiner wollen kann.

Melania Trumps Heimatstadt verdient gutes Geld am Tourismus rund um ihre berühmteste Tochter. Eine skurrile Statue würdigt die amerikanische First Lady nun auf besondere Art. Vogue-Chefin Anna Wintour hat ihre ganz eigene Meinung zur First Lady Melania Trump

Schon länger bahnt sich in den USA die heiße Wahlkampfphase an. Zehn demokratische Kandidaten treten im kommenden TV-Duell gegeneinander an. Wer wird Trumps Gegner? Der News-Ticker.

US-Präsident Trump droht dem Iran auf Twitter damit die „Sanktionen“ erheblich zu verschärfen. Iranische Schiffe sollen einen britischen Öltanker angegriffen haben. Auch nach einem Angriff auf die Ölraffinerie in Saudi-Arabien geht Trump mit Drohgebärden in die Offensive - und erklärt, die USA seien für einen Vergeltungsschlag bereit.

Donald Trumps USA haben „mit sofortiger Wirkung“ das Asylrecht an der Grenze zu Mexiko eingeschränkt. Die Debatte ähnelt teils jener um die Seenotrettung im Mittelmeer.

In der TV-Debatte der Demokraten ging es hoch her. Die Favoriten Sanders und Warren verteidigten ihre linken Ideen, während die moderaten Kandidaten von „Märchen-Politik“ sprachen.

Der kommende G7-Gipfel soll in den USA stattfinden. Nun könnten Bettwanzen diesem Plan jedoch entgegenstehen.

US-Präsident Donald Trump warnte den Bundesstaat Alabama vor Hurrikan „Dorian“ - Experten widersprachen ihm. Mit einer von Hand veränderten Karte sorgte Trump danach für Schlagzeilen.

rjs/dpa

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