Neue Fotos

Özil folgt Erdogans Ruf erneut: Das war der Anlass für das Treffen

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Mesut Özil (l.) ist zu Gast bei einem Erdogan-Festmahl.

Mesut Özil und Türkei-Präsident Recep Tayyip Erdogan - die Freundschaft wird intensiver. Der Politiker lud den Fußballer zu einem Festmahl ein. Natürlich inklusive medienwirksamer Fotos.

Istanbul - Ex-Nationalspieler Mesut Özil hat erneut den türkischen Präsidenten Recep Tayyip Erdogan getroffen. Özil folgte Erdogans Einladung zum Fastenbrechen im muslimischen Fastenmonat Ramadan. Dazu reiste der Arsenal-London-Star mit seiner Verlobten Amine Gülse nach Istanbul. Dort besuchten die beiden den umstrittenen Staatsführer im Dolmabahce-Palast.

Fastenbrechen: Erdogan sitzt zwischen Özil und seiner Verlobten

Vor etwa einem Jahr schlugen die Fotos von Özil, der sich gemeinsam mit Erdogan ablichten ließ, hohe Wellen. Sie endeten in einer für den gebürtigen Gelsenkirchener verkorksten WM und letztlich dem Rücktritt aus der deutschen Nationalmannschaft. Vor kurzem hatte Özil Erdogan zu seinem Trauzeugen für seine Hochzeit am 7. Juni gemacht. Nun folgen erneut gestellte Fotos. Erdogan sitzt am Tisch zwischen Mesut Özil und Amine Gülse.

Festgemeinschaft: Özil, Erdogan, Gülse und die anderen Gäste.

Zu seinem ersten Foto hatte Özil damals kommentiert: „Für mich ging es nicht um Politik oder um Wahlen, sondern darum, das höchste Amt des Landes meiner Familie zu respektieren.“ Dieser Respekt scheint noch weiter zu wachsen. Die Kritik an seiner Person hatte Özil nach der WM nach langem Schweigen als "Rassismus und Respektlosigkeit" bezeichnet.

Die ersten Bilder der beiden vor der WM.

Mesut Özil: Gespanntes Verhältnis zur deutschen Öffentlichkeit

Die neuen Fotos könnten das zerrüttete Verhältnis von Özil und der deutschen Öffentlichkeit abermals belasten. Viele werfen ihm vor, sich von dem autokratischen Politiker für Propagandazwecke missbrauchen zu lassen.

Fußballerisch zumindest läuft es bei Özil: Er steht mit Arsenal im Europa-League-Finale, dort tritt er gegen den FC Chelsea an.

Özils Hochzeit soll wohl komplett ohne deutsche Nationalspieler, aber mit Erdogan stattfinden. Erdogan indes steht wegen der Bürgermeisterwahl in Istanbul in der Kritik. Die Wahl in Istanbul wird wiederholt. Die Begründung dazu bezeichnet ein EU-Kommissar als „Farce“. 

Der vorzeitige Abbruch eines Fernsehinterviews mit dem Istanbuler Oppositionskandidaten Ekrem Imamoglu hat in der Türkei für scharfe Kritik gesorgt.

Eigentlich wurde Imamoglu schon zum neuen Bürgermeister von Istanbul gewählt. Die Erdogan-Partei AKP schaffte es aber die Wahl annullieren zu lassen. Ein Verlust von der Metropole würde Erdogan viel Geld kosten.

Der Streit um den Raketen-Deal mit Russland scheint zu eskalieren. Die USA haben der Erdogan ein Ultimatum gesetzt, um auf den Kauf zu verzichten. Die Türkei verurteilt die US-Forderung.

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