Helfer nur knapp verfehlt

Niedersachsen: Männer beschießen Flüchtlinge mit Baby - auch Helfer geraten in Schusslinie

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Die Polizei ermittelt wegen versuchter schwerer Körperverletzung.

In Niedersachsen wurde eine Gruppe Flüchtlinge von einem Balkon aus mit Schreckschusspistolen attackiert. Auch zwei Helfer gerieten unter Beschuss.

  • Drei Erwachsene und ein kleines Baby wurden von Männern in Niedersachsen mit Schreckschusspistolen angeschossen.
  • Bei den Opfern handelt es sich um Flüchtlinge aus der Elfenbeinküste.
  • Auch zwei zur Hilfe eilende Passanten gerieten unter Beschuss - ein Helfer wurde nur knapp verfehlt.

Schöningen - In Schöningen in Niedersachsen haben Männer mit Leuchtmunition aus einer Schreckschusspistole auf Flüchtlinge geschossen. Wie die Polizei am Montag erklärte, befand sich in der beschossenen Gruppe außer drei Erwachsenen auch ein erst fünf Monate altes Baby. 

Zwei Passanten, die den aus der Elfenbeinküste stammenden Flüchtlingen zur Hilfe eilen wollten, gerieten demnach ebenfalls unter Beschuss. Einen der Helfer sollen die Schüsse nur knapp verfehlt haben, berichtet die Welt in Berufung auf die Polizei Wolfsburg. 

Schüsse in Niedersachsen: Betrunkene Deutsche sollen hinter der Tat stecken

Die Schüsse wurden am Samstagabend von einem Balkon eines Mehrfamilienhauses abgefeuert, wie die Polizei Wolfsburg mitteilte. Die Opfer befanden sich auf einer Straße an einem Auto und blieben unverletzt. Polizisten fassten noch in der Wohnung vier betrunkene verdächtige Deutsche im Alter zwischen 29 und 52 Jahren. Der Alkoholtest sei bei allen vier Personen positiv ausgefallen.

In der Wohnung, von der die Schüsse abgegeben worden sein wollen, fand sich auch die mutmaßliche Tatwaffe samt Munition. Nun wird ermittelt, ob ein fremdenfeindliches Motiv vorliegt - da dieses nicht ausgeschlossen werden kann, wird auch der Staatsschutz eingeschaltet. Zudem wird wegen des Tatbestands der versuchten gefährlichen Körperverletzung ermittelt.

Erst vor kurzem schockierte eine Schießerei in Halle die Öffentlichkeit - vor einer Synagoge erschoss ein Mann zwei Personen, nur eine Tür hielt ihn vor dem Eindringen in das religiöse Haus vor. Die Stadt kommt nicht zur Ruhe - nur kurze Zeit später gab es vor am Eingang des dortigen Jugendamts zu einer blutigen Attacke. Ein Ehemann attackierte seine Frau, woraufhin sie ins Krankenhaus musste.

jw/AFP

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