CDU-Vorstoß

Kritik an Rente mit 63: Merkel verärgert

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Angela Merkel

Berlin - Die CDU-Vorsitzende, Kanzlerin Angela Merkel, ist nach dpa-Informationen verärgert über ein Papier von jüngeren Abgeordneten zu einer „Agenda 2020“ samt scharfer Kritik an der Rente ab 63.

Merkel habe sehr ungehalten darauf reagiert, verlautete am Montag in Berlin aus dem Kreis der Verfasser des Konzepts.

Nach Berichten von „Spiegel“ und „Welt“ drängen mehrere jüngere CDU-Bundestagsabgeordnete die Kanzlerin weiter zu einer neuen Reformagenda. „Für mehr Wachstum und Beschäftigung ist aus unserer Sicht eine Agenda 2020 nötig“, heißt es in einem Papier, das rund 25 Unionspolitiker um den Parlamentarier Jens Spahn erarbeitet haben. Seit Monaten regt sich in der Union starker Unmut vor allem gegen die geplante Rente mit 63 nach 45 Beitragsjahren.

Der stellvertretende CDU-Vorsitzende Armin Laschet bewertete die Initiative positiv. „Ich finde es gut, dass die jungen Abgeordneten die Interessen der jungen Generation artikulieren“, sagte er vor einer CDU-Präsidiumssitzung in Berlin. Die Pläne von Arbeitsministerin Andrea Nahles (SPD) müssten nachgebessert werden. Es müsse dringend eine Frühverrentungswelle verhindert werden.

Der Vorsitzende der Jungen Union, Philipp Mißfelder, Spahn und weitere Kritiker hatten im vorigen Jahr ein Forum „CDU2017“ initiiert, um „die richtigen Entscheidungen für 2017 zu treffen“ - das nächste Bundestagswahljahr. Bereits in ihrer damaligen Erklärung hatten sie eine „Agenda 2020“ - als Weiterentwicklung der einst von Bundeskanzler Gerhard Schröder (SPD) verfassten Sozialreformen „Agenda 2010“ - gefordert.

dpa

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