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Ukraine-Krieg: Russische Armee in Charkiw zurückgedrängt - Brand-Sorgen um Tschernobyl

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Von: Bettina Menzel, Yasina Hipp, Christina Denk

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Die umkämpfte Stadt Tschernihiw ist seit Längerem eingekesselt. Nun müssen die Bewohner ohne Strom und Wasser ausharren. Im ganzen Land tobt der Ukraine-Krieg weiter. Der News-Ticker.

Dieser News-Ticker ist beendet. Mehr zu den militärischen Kämpfen im Ukraine-Krieg lesen Sie hier.

Update vom 28. März, 11.46 Uhr: In der ukrainischen Sperrzone um das 1986 havarierte Atomkraftwerk Tschernobyl sind ukrainischen Angaben zufolge keine größeren Brände mehr festgestellt worden. Aufnahmen von Satelliten würden derzeit keine derartigen Wärmequellen feststellen, teilte der ukrainische Zivilschutzdienst am Montag mit. Anderslautende Informationen seien falsch.

Update vom 28. März, 8.01 Uhr: In der von russischen Streitkräften besetzten Zone um die Atomruine Tschernobyl sind nach Angaben der ukrainischen Behörden im Ukraine-Krieg neue Brände ausgebrochen. „In der Sperrzone haben große Brände begonnen, die sehr ernste Folgen haben können“, schrieb die stellvertretende ukrainische Regierungschefin Iryna Wereschtschuk am Sonntagabend auf Telegram. Allerdings sei es wegen der russischen Truppen im Moment „unmöglich, die Brände vollständig zu kontrollieren und zu löschen“.

Wereschtschuk forderte vom UN-Sicherheitsrat „sofortige Maßnahmen“ zur „Entmilitarisierung“ des Gebiets rund um die Atomruine .Die Internationale Atomenergiebehörde (IAEA) teilte am Sonntag mit, dass die Sicherheitslage in den ukrainischen Kernkraftwerken unverändert sei. Sie hatte vergangene Woche festgestellt, dass die Waldbrände in der Umgebung von Tschernobyl kein größeres radiologisches Risiko darstellten.

Ukraine-Krieg: Ukrainische Regierung befürchtet Zuspitzung der Lage in Mariupol

Update vom 28. März, 6.20 Uhr: Russland hatte angekündigt, sich im Ukraine-Krieg künftig auf die „Befreiung des Donbass“ konzentrieren zu wollen. Nun befürchtet die ukrainische Regierung eine Zuspitzung der Lage in Mariupol und im Osten des Landes.

„Dies bedeutet eine potenzielle oder starke Verschlechterung rund um Mariupol“, teilte der ukrainische Präsidentenberater Oleksij Arestowytsch in einer auf dem Telegram-Konto des Präsidenten veröffentlichten Videobotschaft mit. Indes ging die ukrainische Armee mancherorts zum Gegenangriff über.

In der belagerten Hafenstadt Mariupol kämpften die Eingeschlossenen weiter „ums Überleben“, twitterte das ukrainische Außenministerium in der Nacht zum Montag. „Die humanitäre Lage ist katastrophal.“ Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj sagte, es sei weiterhin „unmöglich, Lebensmittel und Medikamente“ in die Stadt zu bringen. „Die russischen Streitkräfte bombardieren die Konvois mit humanitärer Hilfe und töten die Fahrer.“

Ukraine-Krieg: Luftangriffe auf verschiedene ukrainische Städte in der Nacht

Update vom 28. März, 6.05 Uhr: Das russische Militär hat seine Luftangriffe gegen ukrainische Städte auch in der Nacht zum Montag fortgesetzt. Nach ukrainischen Medienberichten wurden unter anderem die Hauptstadt Kiew sowie Luzk, Riwne und Charkiw von mehreren schweren Explosionen erschüttert. In Luzk im Nordwesten der Ukraine wurde ein Treibstoffdepot getroffen. Zuvor war in allen Regionen des Landes Luftalarm ausgelöst worden.

Ukraine-Krieg: Truppen sollen rund um Charkiw russische Soldaten zurückgedrängt haben

Ukrainische Truppen sind nach eigener Darstellung zu erfolgreichen Gegenangriffen in der Umgebung der Stadt Charkiw im Osten des Landes angetreten. Dabei seien russische Truppen am Sonntag aus mehreren Ortschaften verdrängt worden, sagte der regionale Militärchef Oleg Synegubow auf Telegram. „Wir treiben die Besatzer in Richtung (russischer) Grenze zurück“, sagte er. Auch bei Kiew gab es nach ukrainischen Militärangaben Landgewinne. Die Angaben ließen sich nicht unabhängig überprüfen.

Aufnahme vom 26. März: ein ukrainischer Soldat in einem Vorort von Kiew.
Aufnahme vom 26. März: ein ukrainischer Soldat in einem Vorort von Kiew. © FADEL SENNA/AFP

Ukraine-Krieg-News: Russland bringt „Iskander“-Raketen nach Belarus

Zur Vorbereitung neuer Raketenangriffe auf die Ukraine werden russische Abschussrampen in Belarus nach Erkenntnissen der ukrainischen Militäraufklärung mit neuen Projektilen versorgt. Die Raketen seien für die bei Kalinkawitschy aufgestellten Einheiten mit dem „Iskander“-Waffensystem gedacht, hieß es. Städte in der Ukraine wurden am Wochenende wiederholt von russischen Raketen getroffen. Das „Iskander“-System (Nato-Code SS-26 Stone) ist eine mobile Abschussbasis, die sowohl ballistische Kurzstreckenraketen als auch Marschflugkörper abfeuern kann.

Ukraine-Krieg: Russische Truppen könnten Isolationsstruktur von Tschernobyl zerstören

Update vom 27. März, 20.50 Uhr: Russische Truppen könnten die Isolationsstruktur im Atomkraftwerk Tschernobyl zerstören. Das berichtet die ukrainische Zeitung Kiew Independent unter Berufung auf den ukrainischen Generalstab. Demnach verwende die russische Armee alte Munition, die beim Transport jederzeit explodieren könne. Die Munition wird häufig durch das Sperrgebiet Tschernobyl transportiert, nachdem russische Soldaten am Samstag auch die Kleinstadt Slawutytsch nahe des Atomkraftwerks eingenomen haben. Eine Zerstörung der Isolationsschicht könnte die Schutzbarrieren des Atomkraftwerks beeinträchtigen.

Update vom 27. März, 20.05 Uhr: Die ukrainische Armee soll im Krieg gegen Russland weitere Gebiete zurückerobert haben. Wie der US-Nachrichtensender CNN berichtet, konnten Soldaten die Angreifer im Norden Charkiws verdrängen. Auch einige Gegenangriffe im Nordwesten der Stadt Mariupol waren nach Angaben der regionalen Militärbehörden erfolgreich. Die Lage in der Hafenstadt ist allerdings weiterhin prekär (siehe Update vom 27. März, 9.35 Uhr).

Krieg in der Ukraine: Russische Soldaten töten eigenen Oberst

Update vom 27. März, 16.41 Uhr: Der Tod des russischen Oberst Juri Medwedew wurde von offiziellen Behörden bestätigt. Wie die Nachrichtenplattform Politico berichtet, bekräftigten mehrere westliche Beamte, dass der Befehlshaber von seinem eigenen Soldaten mit einem Panzer überfahren wurde. „Wir glauben, dass die hohen Verluste der Einheit der Grund für die Tat sind“, sagte ein Beamter gegenüber Politico. Zuvor hatte ein ukrainischer Journalist über den Vorfall berichtet.

Krieg gegen die Ukraine: Russland plant Neuaufstellung der Truppen

Update vom 27. März, 14.57 Uhr: Die russischen Angreifer in der Ukraine versuchen sich nach ukrainischer Beobachtung wegen ihrer schweren Verluste umzugruppieren. Deshalb seien auch viele russische Verbände in Belarus in Bewegung, teilte der ukrainische Generalstab in seinem Bericht für Sonntagmittag mit. Ziel sei, geschrumpfte Verbände abzulösen, Nachschub an Lebensmitteln, Treibstoff und Munition zu liefern sowie verwundete und kranke Soldaten abzutransportieren. Die Angaben ließen sich zunächst nicht unabhängig überprüfen.

Zugleich hieß es: „Der Feind setzt seine umfassende bewaffnete Aggression gegen die Ukraine fort.“ Russische Truppen versuchten weiter, die Stadt Tschernihiw im Norden einzunehmen. Im Südosten dauerten Kämpfe um die Städte Rubischne, Sjewjerodonezk und Mariupol an. Der Generalstab bestätigte die am Samstag gemeldete Rückeroberung des wichtigen Ortes Trostjanez bei Sumy im Nordosten des Landes.

Ukraine-Krieg: Tschernihiw „komplett verwüstet“ - Menschen ohne Strom, Wasser und Heizung

Update vom 27. März, 13.26 Uhr: In der von russischen Truppen eingekreisten Stadt Tschernihiw im Norden der Ukraine muss die Bevölkerung ohne Strom, Heizung und Wasser ausharren. Nur die Gasversorgung funktioniere noch teilweise, teilte die Regionalverwaltung am Sonntag mit. Die Infrastruktur sei durch „aktive Kampfhandlungen“ in der Stadt zerstört worden. Es werde versucht, die Schäden zu reparieren, schrieb Verwaltungschef Wjatscheslaw Tschaus auf Telegram.

Russische Truppen haben die Stadt dicht an der Grenze zu Russland und Belarus seit längerem eingekesselt. Von Tschernihiw führt eine strategisch wichtige Straße 125 Kilometer nach Süden in die Hauptstadt Kiew.

Tschernihiw, im Norden der Ukraine, ist verwüstet. Die Menschen müssen ohne Strom, Wasser und Heizung leben.
Tschernihiw, im Norden der Ukraine, ist verwüstet. Das zeigt auch dieses Foto von Anfang März, eines ehemaligen Kinderzimmers in der Stadt. © Yuriy Vasilenko/dpa

Schon am Samstag beklagte Bürgermeister Wladyslaw Atroschenko große Zerstörungen durch russische Truppen. „Die Stadt ist komplett verwüstet“, sagte er. In den vergangenen Wochen seien mehr als 200 Zivilisten getötet worden. Von den mehr als 285.000 Einwohnern in Tschernihiw vor dem Krieg sei mittlerweile nicht einmal mehr die Hälfte übrig.

In Lwiw wurde bei einem Angriff am Samstag ein großes Treibstofflager getroffen (siehe Erstmeldung). Das bestätigte der ukrainische Bürgermeister Andrij Sadowyj der Stadt, nachdem die russische Seite davon berichtet hatte. Der Brand des Treibstofflagers konnte nach Angaben des ukrainischen Zivilschutzes erst nach 14 Stunden am Sonntag gelöscht werden.

Ukraine-Krieg: Flucht aus Mariupol weiter schwerlich - Zwei Fluchtkorridore am Sonntag

Update vom 27. März, 11.40 Uhr: Die Lage in Mariupol ist prekär (siehe Update vom 27. März, 9.35 Uhr). Die ukrainischen Behörden können bedrängten Zivilisten weiter nicht direkt bei der Flucht aus der schwer umkämpften Stadt helfen. Flüchtlinge aus Mariupol sollten am Sonntag mit einem Buskonvoi aus der nahegelegenen Stadt Berdjansk abgeholt werden, kündigte Vizeregierungschefin Iryna Wereschtschuk an. 15 Busse sollten die Menschen weiter in die zentralukrainische Stadt Saporischschja bringen.

Wer die Flucht aus Mariupol im Auto schaffe, könne in Berdjansk umsonst nachtanken, sagte Wereschtschuk in Kiew in einer Videobotschaft. Ein zweiter Fluchtkorridor wurde für Sonntag im ostukrainischen Gebiet Luhansk ausgewiesen. Über zehn festgelegte Routen hatten sich am Samstag 5200 Menschen aus besonders umkämpften Gebieten retten können, wie die Agentur Unian meldete.

Ukraine-Krieg: Britischer Geheimdienst und Ukraine vermuten Rückzug russischer Truppen in den Osten

Update vom 27. März, 10.45 Uhr: Die russischen Streitkräfte scheinen sich nach Angaben des britischen Verteidigungsministeriums darauf zu konzentrieren, ukrainische Truppen einzukesseln, die den separatistischen Regionen im Osten des Landes direkt gegenüberstehen. Sie rücken aus Richtung Charkiw im Norden und Mariupol im Süden vor, wie das Ministerium am Sonntag auf Grundlage von Geheimdienstinformationen berichtete.

Auch nach Einschätzung der ukrainischen Regierung habe Russland sein Ziel aufgegeben, landesweit Großstädte wie Kiew einzunehmen, so der Präsidentenberater Alexej Arestovitsch laut RBC Ukraine. Er sprach von einer vermuteten Verlagerung der Truppen aus den Großstädten in den Osten, Richtung Donbas.

„Das Schlachtfeld in der Nordukraine bleibt weitgehend statisch“, hieß es vom britischen Verteidigungsministerium. Grund dafür sollen lokale ukrainische Gegenangriffe sein, die die Versuche Russlands behindern, ihre Streitkräfte neu zu organisieren. Der britische Geheimdienst hatte zuvor Einschätzungen über die Munition Russlands abgegeben (siehe Update vom 27. März, 9.00 Uhr).

Ukraine-Krieg: Zahl der Flüchtlinge aus der Ukraine nach Polen nimmt weiter zu

Die Anzahl an Flüchtlingen aus der Ukraine steigt angesichts der angespannten Lage stetig. Allein am Samstag seien laut Angaben des polnischen Grenzschutzes rund 31.100 Menschen über die Grenze nach Polen gekommen. Dies sei ein Anstieg um 2,2 Prozent im Vergleich zum Vortag. Seit Beginn des Angriffs der Ukraine durch Russland sind bereits 2,3 Flüchtende in Polen angekommen.

Lage im Ukraine-Krieg in umkämpftem Mariupol prekär - Bürgermeister spricht von „Völkermord“

Update vom 27. März, 9.35 Uhr: Die ukrainische Hafenstadt Mariupol ist auch an Tag 31 des Krieges stark umkämpft. Die humanitäre Lage ist prekär. Doch die Verteidiger der ukrainischen Hafenstadt Mariupol bieten den russischen Angreifern nach den Worten von Bürgermeister Wadym Bojtschenko „heroischen Widerstand“. Er bezeichnete die Angriffe auf Mariupol als Völkermord. Der Überblick zur letzten Nacht im Ukraine-Krieg.

Auch in den östlichen Regionen Donezk und Luhansk sollen ukrainische Streitkräfte laut dem Generalstab der ukrainischen Streitkräfte Angriffe zurückgeschlagen und russische Panzer zerstört haben. Diese Angaben sind nicht unabhängig überprüfbar.

Ukraine-Krieg: Britischer Geheimdienst mit Aussage zu Munition von Putins Truppen 

Update vom 27. März, 9.00 Uhr: In der Nacht auf Sonntag soll laut ukrainischen Angaben das nukleare Forschungszentrum „Neutronenquelle“ in Charkiw erneut unter Beschuss geraten sein (siehe Update vom 27. März, 7.46 Uhr). Dabei setzt Russland laut britischen Angaben weiterhin auf sogenannte Abstandsmunition, die aus dem russischen Luftraum abgefeuert werde, um die eigenen Flugzeuge nicht der ukrainischen Luftabwehr auszusetzen. Das geht aus einem Update des britischen Verteidigungsministeriums unter Berufung auf Geheimdienstinformationen hervor. Seit Wochen veröffentlicht die britische Regierung tägliche Einschätzungen zum Verlauf des Angriffskrieges.

Diese russischen Waffen versagten laut US-Berichten allerdings in bis zu 60 Prozent der Fälle, was die Nachschubprobleme bei Waffen auf russischer Seite noch verstärken werde, hieß es weiter. Dies werde dazu führen, dass die Russen entweder auf weniger hoch entwickelte Raketen zurückgreifen oder ihre Flugzeuge höheren Risiken aussetzen müssten.

Ukraine-Krieg: Nuklearer Forschungsreaktor soll erneut unter Beschuss sein

Update vom 27. März, 7.46 Uhr: Der nukleare Forschungsreaktor „Neutronenquelle“ in der ostukrainischen Stadt Charkiw ist nach ukrainischen Medienberichten erneut unter Artilleriebeschuss geraten. Nach Angaben der staatlichen Atomaufsicht sei der Reaktor am Samstag beschossen worden, wie die Ukrajinska Prawda berichtete. Die Angaben ließen sich nicht unabhängig prüfen.

„Eine Überprüfung des Ausmaßes der Schäden ist wegen der ununterbrochenen Kampfhandlungen in der Umgebung der nuklearen Anlage unmöglich“, hieß es. Die Anlage war bereits vor knapp zwei Wochen bei einer Bombardierung beschädigt und von der Energieversorgung abgeschnitten worden. Allerdings war der Reaktor schon zu Kriegsbeginn in einen sogenannten unterkritischen Zustand heruntergefahren worden.

Ukraine-Krieg-News: Russische Raketen treffen Treibstofflager in Dubno

Update vom 26. März, 22.43 Uhr: Offenbar ist ein Treibstofflager in der westukrainischen Stadt Dubno von russischen Truppen unter Beschuss genommen worden, so berichtet der regionale Militärchef, Vitali Kowalj, bei Telegram. Die erste der beiden russischen Angriffsraketen sei noch abgefangen worden sein, „die zweite hat leider das Treibstofflager getroffen.“ Der konkrete Schaden werde derzeit noch ausgewertet, so Kowalj. Dubno liegt rund 160 Kilometer nordöstlich von der am Mittag getroffenen Stadt Lwiw.

Ukraine-News: Fünf Verletzte bei russischen Angriff auf Lwiw

Erstmeldung: Lwiw - Die Meldungen aus dem Ukraine-Krieg reißen nicht ab. Am Samstagmittag meldeten zunächst amerikanische Journalisten Sirenen, Explosionen und aufsteigender Rauch aus der westukrainischen Stadt Lwiw. Wenig später bestätigten der Leiter der regionalen Militärverwaltung, Maxym Kosytsky, und der Bürgermeister von Lwiw, Andrij Sadowyj, auf dem Messengerdienst Telegram den russischen Luftangriff.

Am Abend gaben die beiden bei einer Pressekonferenz weitere Details zu den russischen Attacken am Mittag bekannt. Laut Kosytsky wurden zwei Standorte getroffen, so berichtet CNN: ein Treibstofflager und eine der militärischen Infrastrukturen. Beide Standorte wurden zweimal getroffen und befinden sich zudem in Wohnvierteln. Bürgermeister Sadowyj bezeichnet die Angriffe als „gezielt“, die „Zerstörung sei ernst“. Durch die Erschütterung der Explosionen und Einschläge der russischen Raketen sei auch „ein Kindergarten und eine Schule beschädigt, und glücklicherweise gibt es keine Verletzten“, so Sadowyj.

Ukraine-Krieg: Angriff auf Lwiw als „ernste Bedrohung“

Außerdem sieht der Bürgermeister von Lwiw auch eine Verbindung zu dem Polen-Besuch von US-Präsident Joe Biden. Er meint: „Ich glaube, dass der Angreifer auf diese Weise Präsident Biden begrüßt, der sich gerade in Polen aufhält, und wir wissen, dass Lwiw nur 70 Kilometer von Polen entfernt ist, also muss die ganze Welt verstehen, dass die Bedrohung ernst ist.“

Das westukrainische Lwiw war bislang ein Zufluchtsort für viele hundert Tausend geflüchtete Menschen* aus der restlichen Ukraine. Auf ihrem Weg in Richtung Westen galt Lwiw als eine Art Drehkreuz. Schon früh bat Bürgermeister Sadowyj internationale Hilfsorganisation bei der Versorgung und Unterbringung der Kriegsflüchtlinge um Unterstützung. *Merkur.de ist ein Angebot von IPPEN.MEDIA

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