Angriff am Silvesterabend

Mann sticht in Manchester auf Passantin und Polizist ein - Täter wohl psychisch krank

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Polizisten halten am Bahnhof Victoria Station in Manchester einen Mann am Boden, der zuvor drei Menschen mit einem Messer verletzt hatte.

Bei einer Messerattacke in Manchester sind an Silvester drei Menschen verletzt worden. Zuerst ging die Polizei von Terrorismus aus. Nun kommt heraus: Der Täter ist möglicherweise psychisch krank.

Update vom 2. Januar 2018: 

Nach der Messerattacke in Manchester mit drei Verletzten ist der Täter wegen Anzeichen einer psychischen Erkrankung in Gewahrsam genommen worden. Dies wurde nach einer medizinischen Untersuchung des 25-Jährigen angeordnet, wie die Polizei am späten Dienstagabend mitteilte. Die Ermittlungen wegen eines terroristischen Motivs der Attacke am Bahnhof Victoria laufen aber weiter. 

Über die Nationalität des Mannes war offiziell zunächst nichts bekannt. Nachbarn zufolge hat der 25-Jährige somalische Wurzeln und ist vor 10 bis 15 Jahren aus den Niederlanden nach Großbritannien gekommen, wie die Zeitung „The Telegraph“ und andere britische Medien berichteten. Er soll vier Geschwister haben und mit seinen Eltern in einem Haus in Manchester wohnen, das die Polizei durchsuchte.

Video: Was Messerattacke in Manchester „Terrorakt"

Update vom 1. Januar 2018, 13.15 Uhr: 

Die Polizei geht bei der Messerattacke am zentralen Bahnhof in Manchester am Montagabend mit drei Verletzten von einem terroristischen Hintergrund aus. Das bestätigte eine Sprecherin der Greater Manchester Police am Dienstag auf Anfrage der Deutschen Presse-Agentur.

Erstmeldung: Messerattacke in Manchester: Täter rief „Allah“

Manchester - Ein Mann, eine Frau und ein Polizist wurden bei dem Angriff in der Nähe des Victoria-Bahnhofs verletzt, wie die britische Polizei mitteilte. Sicherheitskräfte konnten den mutmaßlichen Angreifer überwältigen. Dieser soll laut einem Augenzeugen während der Tat "Allah" gerufen haben. Die britische Anti-Terror-Polizei übernahm die Ermittlungen.

Der Mann und die Frau erlitten nach Polizeiangaben nicht lebensgefährliche Verletzungen. Die Frau wurde im Gesicht und am Bauch verletzt, der Mann erlitt Verletzungen am Bauch. Die beiden Opfer wurden in ein Krankenhaus gebracht. Der Polizist erlitt eine Stichverletzung an der Schulter.

Der Vorfall ereignete sich am Montagabend, während zahlreiche Feierlustige in Manchester dem neuen Jahr entgegen fieberten. Die Polizei erhielt nach eigenen Angaben einen Notruf kurz vor 21.00 Uhr (Ortszeit, 22.00 Uhr MEZ).

Manchester: Täter soll mit Küchenmesser angegriffen haben 

Der Augenzeuge Sam Clack, ein Mitarbeiter des britischen Radiosenders BBC, schilderte seine Eindrücke des Vorfalls. Zunächst habe er einen "Furcht einflößenden Schrei" gehört. Dann habe er gesehen, dass der mutmaßliche Täter auf ihn zulief. "Ich schaute nach unten und sah, dass er ein Küchenmesser mit einem schwarzen Griff und einer gut 30 Zentimeter langen Klinge hatte."

Sicherheitskräfte konnten den mutmaßlichen Angreifer nach dem Messerangriff in Manchester überwältigen.

"Es war nur Angst, nackt Angst", sagte Clack. Sicherheitskräfte hätten einen Elektroschocker und Pfefferspray gegen den Angreifer eingesetzt. Dann seien "sechs oder sieben" Polizisten auf den Mann gesprungen.

Bei dem Angriff äußerte sich der Mann laut Clack auch zu seinen Motiven. "So lange ihr weiterhin andere Länder bombardiert, wird diese Art von Mist weiter passieren", sagte der Verdächtige demnach. Er habe vor und während der Tat "Allah" gerufen.

Der Verdächtige wurde nach Angaben der Sicherheitskräfte festgenommen. Die Polizei sprach von einem "kritischen Vorfall". Nach Angaben des Vize-Polizeipräsidenten von Manchester, Rob Potts, hat die britische Anti-Terror-Polizei den Fall an sich gezogen.

Zugleich betonte Potts, dass der Vorfall beendet sei. Es gebe zunächst keine Hinweise, dass eine größere Gefahr bestehe.

Die zentrale Silvesterparty in Manchester wurde trotz des Angriffs fortgesetzt. Allerdings wurden die Sicherheitsvorkehrungen verstärkt.

Im Mai 2017 war Manchester Ziel eines Bombenanschlags. Der Selbstmordattentäter Salman Abedi, ein Brite mit libyschen Wurzeln, sprengte sich nach einem Popkonzert der US-Sängerin Ariana Grande in die Luft. Er riss 22 Menschen mit in den Tod, darunter sieben Kinder und Jugendliche unter 18 Jahren. Das jüngste Opfer war acht Jahre alt.

AFP

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