Polizei

Nach Tod eines Mannes in Frankfurt: Linke fordert Benutzungsverbot für Taser

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War der Taser-Einsatz für den Tod des Mannes verantwortlich? Das soll jetzt geklärt werden.

Nach dem Tod eines Mannes, gegen den die Polizei einen Taser eingesetzt hatte, wird über die Gefahren durch Elektkroimpulsgeräte diskutiert.

Nach dem Tod eines Mannes, gegen den wenige Tage zuvor von der Polizei ein Taser eingesetzt worden war, verlangen Oppositionsfraktionen im hessischen Landtag rasche Aufklärung. Der hessische Innenpolitiker Hermann Schaus fordert „ein sofortiges Benutzungsverbot für alle Taser“ und will „sämtliche ausgegebenen Waffen“ bis zur Klärung der Todesumstände sofort einziehen lassen.

Die Frankfurter Staatsanwaltschaft hatte fr.de* am Freitag bestätigt, dass sie gegen zwei Polizisten wegen des Verdachts auf Körperverletzung im Amt mit Todesfolge ermittelt. Sie hatten einen 49 Jahre alten Mann, der in die Psychiatrie gebracht werden sollte und sich aggressiv dagegen gewehrt haben soll, am 30. April im Frankfurter Ostend mit dem Taser außer Gefecht gesetzt. Der Mann kollabierte, kam aber wieder zu Bewusstsein. Er starb vier Tage später in der Frankfurter Uniklinik. Der Mann hatte an Diabetes gelitten und war stark übergewichtig.

Während Schaus das vorübergehende Taser-Verbot fordert, zeigen sich andere Parteien gegenüber fr.de* zurückhaltender. Auch die Gewerkschaft der Polizei (GdP), die mit Erfolg auf die Einführung des Tasers bei Hessens Polizei gedrungen hatte, gibt sich gegenüber fr.de* vorsichtig.

Alle Reaktionen zum Taser-Einsatz können Sie bei fr.de* lesen.

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